anfeinden

GrammatikVerb · feindet an, feindete an, hat angefeindet
Aussprache
Worttrennungan-fein-den
eWDG, 1967

Bedeutung

jmdn., etw. angreifen, befehden
Beispiele:
jmdn. gehässig, giftig, versteckt anfeinden
jmds. Verdienste anfeinden
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Feind · anfeinden · verfeinden · feindlich · Feindschaft · feindselig · Feindseligkeit
Feind m. ‘Gegner, Widersacher’. In ahd. fīant, fījant (8. Jh.), mhd. vīant, vīent, vīnt, asächs. fīand, mnd. vīent, mnl. vīant, nl. vijand, aengl. fēond, engl. fiend, anord. fjāndi ‘Feind, Teufel’, schwed. fiende, got. fijands, germ. *fijand- liegt (wie bei ↗Freund, ↗Heiland, s. d.) ein erstarrtes, substantiviertes Part. Präs. vor, dessen zugehöriges Verb in ahd. fīēn ‘hassen, verabscheuen’ (8. Jh.), aengl. fēogan, anord. fjā, got. fijan begegnet, danach aber nicht erhalten ist. Mit den Verwandten aind. pī́yati ‘schmäht, tadelt, beschimpft’, griech. pḗma (πῆμα) ‘Verderben, Leid’, lat. paene ‘beinahe, fast, ganz und gar’ (ursprünglich Neutrum des Adjektivs *pēnis ‘beschädigt, mangelhaft’) ist von einer Wurzel ie. *pē(i)-, *pī- ‘weh tun, beschädigen, schmähen’ auszugehen. anfeinden Vb. ‘angreifen (mit Worten)’ (15. Jh.), zu einem im 17. Jh. verlorengegangenen Infinitiv spätmhd. vīnden, nhd. feinden, wozu auch verfeinden Vb. ‘feind werden’ (17. Jh.). feindlich Adj. ‘gegnerisch’, ahd. fīantlīh (um 1000), mhd. vīentlich, vīntlich. Feindschaft f. ‘Gegnerschaft’, ahd. fīantscaf (8. Jh.), -scaft (um 1000) ‘Feindseligkeit, Haß, Zwist’, mhd. vī(e)ntschaft. feindselig Adj. ‘feindlich gesinnt, gehässig’ (15. Jh.). Feindseligkeit f. ‘feindliche Gesinnung, Gehässigkeit’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Front machen gegen (jemanden) · anfeinden · ↗angehen (gegen) · ↗befehden · ↗mobilmachen (gegen) · vorgehen gegen (jemanden)
Assoziationen
Synonymgruppe
(sich) anfeinden · ↗(sich) befehden · ↗(sich) bekriegen
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ausländer Fan Heimat Kollege Lager Nachbar Parteifreund bedrohen bekämpfen beschimpfen bewundern diskriminieren feinden hassen schmähen verhöhnen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›anfeinden‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dort waren die Frauen vor allem damit beschäftigt, einander anzufeinden.
Die Zeit, 28.10.2013, Nr. 43
Es gab eine Zeit, da haben wir uns wirklich angefeindet.
Süddeutsche Zeitung, 09.12.2003
Sie scheinen sich zwar von ihrer Umgebung abgehoben zu haben, sind jedoch offenbar nicht angefeindet worden.
Grunebaum, Gustav Edmund von: Der Islam. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1963], S. 21423
Aber gerade das bewirkte, daß ich von ihnen nun um so mehr angefeindet wurde.
Blos, Wilhelm: Denkwürdigkeiten eines Sozialdemokraten, Bd. 1. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1914], S. 4824
Die drei letzten Jahre seines Lebens verbrachte Cortez am spanischen Hofe, angefeindet, verärgert und verbittert.
Stucken, Eduard: Die weißen Götter, Stuttgart: Stuttgarter Hausbücherei [1960] [1919], S. 978
Zitationshilfe
„anfeinden“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/anfeinden>, abgerufen am 16.10.2019.

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