angähnen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungan-gäh-nen (computergeneriert)
Wortzerlegungan-1gähnen
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
jmdn. gähnend ansehen
Beispiel:
ein müder Fahrgast gähnt seine Mitreisenden an
2.
gehoben, übertragen etw. gähnt jmdn. anetw. mutet jmdn. trostlos, leer an
Beispiele:
ein Abgrund, dunkles Zimmer, leeres Regal gähnt jmdn. an
Die Destille gähnte sie an wie ein Grab [ViebigTägl. Brot77]

Typische Verbindungen
computergeneriert

gähnen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›angähnen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es ist nicht so motivierend, von einem Regisseur angegähnt zu werden.
Die Zeit, 06.10.2008, Nr. 40
Und wenn es dich angähnt, hat man vergessen, es zu schließen.
Süddeutsche Zeitung, 17.02.1996
Nachdem mich ein Löwe angegähnt hatte, ließ ich mich leichtsinnigerweise mit einer Eule ein.
Grass, Günter: Die Blechtrommel, Darmstadt: Luchterhand 1959, S. 125
Die Torwege gähnten den Eiligen an, als wollten sie ihn verschlingen.
Kubin, Alfred: Die andere Seite, München: Spangenberg 1990 [1909], S. 96
Der Kommandant zieht ein Spiegelchen hervor, gähnt sich an und seufzt.
Canetti, Elias: Die Blendung, München: Hanser 1994 [1935], S. 343
Zitationshilfe
„angähnen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/angähnen>, abgerufen am 21.10.2019.

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