angehörig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungan-ge-hö-rig
Wortzerlegungangehören-ig
Wortbildung mit ›angehörig‹ als Letztglied: ↗kreisangehörig  ·  mit ›angehörig‹ als Grundform: ↗Angehörige
eWDG, 1967

Bedeutung

selten zugehörig
Beispiel:
Alles […] schien völlig fremd, ihm nicht angehörig [WerfelMusa Dagh729]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

gehören · gehörig · angehören · angehörig · Angehörige
gehören Vb. ‘in Besitz sein’, reflexiv ‘sich gebühren, geziemen’, ahd. gihōren ‘hören, vernehmen, an-, erhören, zuhören, gehorchen’ (8. Jh.), mhd. gehœren, asächs. gihōrian, mnd. gehōren, aengl. gehīeran, gehēran, got. gahausjan sind verstärkende Präfixbildungen zu dem unter ↗hören (s. d.) behandelten Verb. Noch in mhd. Zeit gilt die Bedeutung vom Simplex hören, nämlich ‘akustisch wahrnehmen, vernehmen’, auch ‘zuhören, gehorchen’, woraus sich im 14. Jh. der Sinn der Zugehörigkeit (zu einer Familie und dgl.) und des Besitzes und Eigentums entwickelt. Aus dem rechtlichen Anspruch auf Besitz erklärt sich die Bedeutung ‘zukommen, gebühren, geziemen’. gehörig Adj. ‘gehörend, gebührend, ordentlich’ (15. Jh.), ahd. gihōrīg (8. Jh.), mhd. gehœrec ‘folgsam, gehorchend’. angehören Vb. ‘zu eigen sein, Teil von etw. sein’, mhd. anegehœren; dazu angehörig Adj. ‘dazu gehörend’ (15. Jh.), substantiviert Angehörige Plur. ‘(Familien)mitglieder, Verwandte’ (16. Jh.). zugehörig Adj. ‘Teil eines Ganzen bildend, dazu gehörend’ (16. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abschied Beistand Blume Mut Organ Pflegebedürftiger Trost

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›angehörig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zwei unserm Gebiete speziell angehörige Momente wirkten in derselben Richtung.
Goldfriedrich, Johann: Geschichte des Deutschen Buchhandels vom Westfälischen Frieden bis zum Beginn der klassischen Litteraturperiode. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Geschichte des deutschen Buchwesens, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1908], S. 22468
Hier hatte er das Reich, dem er sich angehörig fühlte, keineswegs verlassen.
Süddeutsche Zeitung, 06.10.2003
Da er aber gleichwohl dieser biologischen Ordnung angehörig bleibt, muß er zumindest zu einem Teil aus ihr erklärt werden können.
Die Zeit, 29.09.1978, Nr. 40
Alle seine Patienten, den verschiedensten Kreisen angehörig, seien erbittert wie er.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1934. In: ders., Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1934], S. 153
Er ästhetisierte, er ist seit Jahren für die Leipziger Messe tätig, der Jury für Kunstgewerbe angehörig.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1951. In: ders., So sitze ich denn zwischen allen Stühlen, Berlin: Aufbau-Verl. 1999 [1951], S. 135
Zitationshilfe
„angehörig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/angehörig>, abgerufen am 22.10.2019.

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