angehen

GrammatikVerb · geht an, ging an, hat/ist angegangen
Aussprache
Worttrennungan-ge-hen
Wortzerlegungan-1gehen
Wortbildung mit ›angehen‹ als Grundform: ↗angegangen · ↗angehend
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
a)
jmdn., etw. angreifen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Beispiele:
das Wildschwein geht den Jäger an
Ballspielden Stürmer, Spieler (beim Kampf um den Ball) hart angehen
Wie ein Stier, der seinen Gegner angeht [UhsePatrioten1,345]
bildlich
Beispiele:
Bergsporteinen Berg, Gipfel angehen
Ein Schauer geht ihre armen Seelen an (= ergreift sie) [ViebigBerliner Novellen123]
gehoben, übertragen eine Aufgabe in Angriff nehmen
Beispiel:
ein Problem, Thema von einer anderen Seite angehen
b)
gegen etw., jmdn. angehengegen etw., jmdn. ankämpfen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘ist’
Beispiel:
Der Fahrer ging noch einmal gegen den Qualm und die Flamme an [Hausm.Überfall97]
bildlich
Beispiele:
gegen Vorurteile, Übelstände, die Verhältnisse angehen
Aber Sie sollten sich bemühen, gegen diese Antipathie anzugehen [Feuchtw.Jüd. Krieg298]
2.
jmdn. um etw. bitten
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’, mit Hilfsverb ‘ist’
Beispiele:
jmdn. um Hilfe, Geld, Unterstützung, Rat, Schutz, Erlaubnis, um eine Gefälligkeit angehen
jmdn. mit einer Bitte angehen
mußte er sich ausschließlich aufs Bitten verlegen und die Beamten persönlich angehen [KafkaSchloß284]
3.
umgangssprachlich anfangen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘ist’
Beispiele:
wann geht das Theater an?
der Lärm, das Elend, die Arbeit geht von Neuem, wieder an
Mit fünfundzwanzig ginge das Leben erst an [BrechtBaal101]
Gegenwort zu ausgehen
Beispiele:
das Licht, Feuer geht an (= das Licht, Feuer beginnt zu brennen)
die Lampe geht an (= das Licht geht an)
der Ofen geht an (= das Feuer geht an)
4.
etw. geht jmdn. anetw. betrifft jmdn.
Grammatik: Perf. u. Plusquamperf. nicht üblich
Beispiele:
was mich, was diese Angelegenheit angeht
misch dich nicht in Sachen, Dinge, die dich nichts angehen!
das geht dich nichts an
saloppdas geht dich einen Dreck, den Teufel an
[dass] die ganze Welt mich angehe und Anspruch auf mein Mitleben in ihr habe [HesseGlasperlensp.6, 513]
5.
Grammatik: Perf. u. Plusquamperf. nicht üblich
Beispiele:
etw. geht (gerade noch, schon) an (= ist erträglich)
wenn, sobald, so gut es angeht (= möglich ist)
es geht nicht, schlecht an (= ist nicht schicklich)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

gehen · abgehen · Abgang · angehen · aufgehen · Aufgang · ausgehen · Ausgang · begehen · eingehen · Eingang · entgehen · ergehen · hintergehen · übergehen · Übergang · untergehen · Untergang · vergehen · Vergehen · Vergangenheit · vorgehen · Vorgang · Vorgänger
gehen Vb. ‘sich zu Fuß fortbewegen’. Im Paradigma von nhd. gehen sind die Formen von zwei verschiedenen, nicht miteinander verwandten Verben vereinigt. Das gemeingerm. starke Verb ahd. gangan (8. Jh.), mhd. gangen, asächs. aengl. gangan, mnl. ganghen, anord. ganga, got. gaggan gehört zu den reduplizierenden Verben und ist vielleicht als Rückbildung aus einem jan-Verb germ. *gangjan (vgl. ahd. zigengen ‘zergehen machen, vernichten’, um 1000, mhd. gengen ‘gehen machen, losgehen’, aengl. gengan ‘gehen, reisen, reiten’) anzusehen. Es ist verwandt mit ↗Gang (s. d.) und außergerm. mit aind. jáṅghā ‘Unterschenkel’, jáṁhaḥ ‘Flügel, Schwinge’, lit. žeñgti ‘schreiten, gehen’ und vielleicht griech. kochṓnē (κοχώνη) ‘Stelle zwischen den Schenkeln, Hinterbacke’. Erschließbar ist ie. *g̑hengh- ‘schreiten, Schritt, Schenkelspreize, Schamgegend’. Auf dieses durch ahd. gangan vertretene Verb gehen das Prät. (ging) und das Part. Prät. (gegangen) von nhd. gehen zurück. Daneben steht gleichbed. ahd. gān (8. Jh.) und (zunächst nur bair. und frk.) gēn (8. Jh.), mhd. gān, gēn, asächs. -gān, mnd. aengl. gān, engl. to go, mnl. gaen, nl. gaan, anord. aschwed. , krimgot. geen, das ahd. nur durch den Infinitiv und athematisch gebildete Präsensformen (gām, gās(t), gāt usw. neben gēm, gēs(t), gēt usw.) belegt ist (vgl. aber aengl. Part. Prät. gegān), die Infinitiv und Präsens des nhd. Verbs gehen ergeben haben. Dieses Verb verbindet sich mit griech. (homerisch) kichā́nein (κιχάνειν) ‘erreichen, erlangen, antreffen’, aind. jíhītē ‘springt auf, begibt sich zu’ und führt auf eine Wurzel ie. *g̑hē-, *g̑hēi- ‘leer sein, fehlen, verlassen, fortgehen’, dann auch ‘gehen’, wobei eine Identität mit ie. *g̑hēi-, *g̑hē- ‘gähnen, klaffen, offenstehen’ erwogen wird (s. ↗gähnen), da sich ‘fortgehen’ aus ‘klaffend abstehen’ entwickelt haben kann. abgehen Vb. ‘sich entfernen, fehlen, sterben, abschreiten’, ahd. abagangan, -gān ‘aufhören, vergehen’ (um 1000), mhd. abegān ‘abnehmen, etw. versagen, fehlen’; Abgang m. ‘Weggang, Tod, Weg nach unten’, mhd. abeganc ‘das Hinabgehen, ein hinabführender Weg, Mangel, Abfall’. angehen Vb. ‘beginnen, betreffen, um etw. bitten’, ahd. anagangan, -gān, -gēn (um 800), mhd. anegān ‘anfangen, hineingehen, folgen, angreifen’. aufgehen Vb. ‘sich öffnen, emporsteigen, sichtbar werden’, ahd. ūfgangan, -gān, -gēn (8. Jh.), mhd. ūfgān, -gēn ‘aufgehen, sich erheben, entstehen, gedeihen’; Aufgang m. ‘Erscheinen, Weg nach oben, Treppe’, ahd. ūfgang (8. Jh.), mhd. ūfganc. ausgehen Vb. ‘fortgehen, sich aufbrauchen, enden, abzielen auf etw.’, ahd. ūʒgangan, -gān, -gēn ‘hinausgehen, aufhören’ (8. Jh.), mhd. ūʒgān, -gēn ‘heraus-, hervorgehen, über die Ufer treten, zu Ende gehen, sich verlieren’; Ausgang m. ‘das Hinausgehen, Schluß, Ende, Weg nach außen’, ahd. ūʒgang (um 800), mhd. ūʒganc ‘das Herausgehen, Ausgang, Ende’. begehen Vb. ‘besichtigen, entlanggehen, feiern’, ahd. bigangan, -gān, -gēn (8. Jh.), mhd. begān, -gēn ‘erreichen, antreffen, sorgen um etw., feiern, zu Grabe geleiten’. eingehen Vb. ‘hineingehen, eintreffen, sich mit etw. oder jmdm. beschäftigen, kleiner werden, schrumpfen, aufhören zu existieren’, ahd. ingangan, -gān, -gēn ‘hineingehen, ein-, betreten, eindringen, überfallen’ (8. Jh.), mhd. īngān, asächs. mnd. ingān, got. inngaggan. Eingang m. ‘Öffnung, Tür, Ankunft, Weg nach innen’, ahd. ingang (8. Jh.), mhd. īn-, inganc. entgehen Vb. ‘entkommen, nicht bemerkt werden’, ahd. intgangan, -gān, -gēn (9. Jh.), mhd. engān, -gēn ‘entkommen, fortgehen, verlorengehen, sich entziehen’. ergehen Vb. ‘angeordnet werden’, reflexiv ‘spazierengehen’, auch unpersönlich mir ergeht es gut, schlecht, ahd. irgangan, -gān, -gēn (9. Jh.), mhd. ergān, -gēn ‘zu gehen beginnen, kommen, geschehen, sich ereignen, einholen, zu Ende gehen’. hintergehen Vb. ‘betrügen, täuschen’, spätmhd. hindergān ‘von hinten herangehen, überfallen, betrügen’. übergehen Vb. ‘nicht beachten, übersehen, überlaufen, überfließen’, ahd. ubargangan, ubar(i)gān ‘überströmen, hinübergehen’ (8. Jh.), mhd. übergān, -gēn ‘übergehen, -fließen, vorübergehen, über etw. gehen, überfallen, übertreten’; Übergang m. ‘überführender Weg, das Überschreiten, Wechsel’, ahd. ubargang ‘das Herausgehen, Abweichung, Verderben, Seuche, Pest’ (8. Jh.), frühnhd. übergang ‘das Hinübergehen, Durchgang, Stelle, wo man hinübergeht’ (15. Jh.). untergehen Vb. ‘zugrunde gehen, versinken’, ahd. untargangan, -gān, -gēn (um 800), mhd. untergān, -gēn ‘dazwischentreten, überkommen, befallen, versperren’; Untergang m. ‘das Zugrundegehen, Scheitern, Sinken’, ahd. untargang (9. Jh.), mhd. underganc ‘Verderben, Sinken (der Sonne), Unterwerfung, Schiedsgericht’. vergehen Vb. ‘aufhören zu existieren, vorbeigehen, verstreichen’, reflexiv ‘gegen eine Norm verstoßen, ein Verbrechen an jmdm. ausführen’, ahd. firgangan, -gān, -gēn ‘vorwärtsgehen, verstreichen’ (9. Jh.), mhd. vergān, -gēn, auch ‘übergehen, meiden, auseinandergehen, sich verirren’; Vergehen n. ‘zu bestrafende Handlung, Verbrechen’ (18. Jh.), vgl. mhd. vergān ‘das Vorübergehen, Hinweggehen’; Vergangenheit f. ‘zurückliegende, verflossene Zeit’ (18. Jh.), in diesem Sinne grammatischer Terminus für Zeitformen des Verbs, die ein Geschehen oder Sein als vergangen darstellen (19. Jh.), vgl. di vergangen zeit (um 1400), die verlauffene Zeit (Anfang 17. Jh.). vorgehen Vb. ‘vorwärtsgehen, nach vorn gehen, den Vorrang haben, sich ereignen’, ahd. foragangan, -gān, -gēn (8. Jh.), mhd. vor-, vürgān ‘vorangehen, übertreffen’; Vorgang m. ‘Ereignis, Ablauf eines Geschehens, in den Akten festgehaltener Fall’, mhd. vor-, vürganc ‘das Vorausgehende, Einleitung, Vortritt, Fortschritt, Erfolg’; Vorgänger m. ‘in Amt oder Stellung Vorangegangener’, spätmhd. vorganger, -genger.

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemandes) Interessen berühren · angehen · ↗berühren · ↗betreffen · in Zusammenhang stehen mit · ↗tangieren
Synonymgruppe
Front machen gegen (jemanden) · ↗anfeinden · angehen (gegen) · ↗befehden · ↗mobilmachen (gegen) · vorgehen gegen (jemanden)
Assoziationen
Synonymgruppe
(sich) manifestieren in · ↗anbelangen · angehen · ↗berühren · ↗betreffen · ↗einschließen · in Verbindung stehen zu · ↗tangieren · von Interesse sein für · zurechenbar sein · ↗zutreffen
Synonymgruppe
(eine Sache) angehen · ↗(etwas) antreten · ↗(etwas) aufnehmen · (sich) daranmachen (zu) · ↗beginnen · darangehen zu · ↗einleiten · ↗loslegen · ↗starten  ●  (den) Startschuss geben  fig. · ↗(eine Sache/mit einer Sache) anfangen  Hauptform · herangehen an  fig. · in Angriff nehmen  fig. · ↗(etwas) angreifen  geh., fig. · ↗(etwas) anpacken  ugs. · ↗(in etwas) einsteigen  ugs. · an etwas gehen  ugs. · ↗durchstarten  ugs. · zur Tat schreiten  geh., scherzhaft-ironisch
Assoziationen
  • aus dem Quark kommen  ugs., fig. · aus dem Schuh kommen  ugs., fig. · aus den Puschen kommen  ugs., fig. · aus der Hüfte kommen  ugs. · den Arsch hochkriegen  derb, fig. · den Hintern hochkriegen  ugs., fig. · in die Gänge kommen  ugs. · in die Hufe kommen  ugs. · in die Puschen kommen  ugs. · in die Pötte kommen  ugs. · in die Strümpfe kommen  ugs., fig.
  • an die Arbeit! · auf zu · los! · und dann gib ihm! · und dann los  ●  Auf zu neuen Taten!  Spruch · Leinen los  fig. · an die Gewehre!  fig. · (auf,) auf zum fröhlichen Jagen  ugs., Zitat · (es) kann losgehen  ugs. · (jetzt aber) ran an die Buletten!  ugs. · (na dann) rauf auf die Mutter  derb, salopp · (na) denn man tau  ugs., plattdeutsch · (na) denn man to  ugs., plattdeutsch · (und) ab geht's  ugs. · ab dafür!  ugs. · also los!  ugs. · auf auf!  ugs. · auf geht's!  ugs., Hauptform · auf gehts  ugs. · aufi!  ugs., süddt. · dann (mal) los!  ugs. · dann lass uns!  ugs. · dann wollen wir mal  ugs. · frisch ans Werk!  ugs. · ↗frischauf  geh., veraltend · gemma!  ugs., bair. · ↗los  ugs. · ran an den Speck!  ugs. · und ab die Post  ugs. · und ab!  ugs. · wir können!  ugs. · ↗wohlan  geh., veraltend
  • (etwas) angreifen · ↗(etwas) anpacken  ●  (den) Stier bei den Hörnern packen  fig. · das Heft in die Hand nehmen  fig. · (etwas) in Angriff nehmen  ugs. · ↗loslegen  ugs.
  • anbrechen · ↗anfangen · angehen · ↗beginnen · ↗einsetzen · ↗losbrechen · ↗starten (mit)  ●  ↗entbrennen (Streit)  fig. · ↗anheben  geh. · in Gang kommen  ugs. · ↗losgehen  ugs.
  • (etwas) energisch anpacken · ↗(tüchtig) zupacken  ●  (die) Ärmel aufkrempeln  fig. · (die) Ärmel hochkrempeln  fig. · in die Hände spucken  ugs., fig.
  • (die) Initiative ergreifen · (die) Initiative geht aus von · initiativ werden  ●  (den) ersten Schritt machen  fig. · (den) Stier bei den Hörnern packen  ugs., fig.
  • angreifend · auseinandersetzungsfreudig · jeden Fehdehandschuh aufnehmen(d) · ↗kampfesfreudig · ↗kampfesmutig · keinem Streit aus dem Weg(e) gehen(d) · konfliktbereit · ↗kämpferisch · ↗offensiv · ↗streitbar · ↗streitlustig  ●  ↗angriffig  schweiz. · konfliktfreudig  verhüllend, auch ironisch
  • anfangen (etwas/mit etwas) · ↗anstiften · ↗auslösen · ↗entfachen · ↗herbeiführen · ↗hervorrufen · in Gang bringen  ●  ↗anschmeißen (Motor o.ä.)  ugs. · ↗anwerfen  ugs. · ↗induzieren  fachspr. · ↗initiieren  geh.
  • (der) Initiator sein · ↗ankurbeln · ans Laufen bringen · entstehen lassen · in Gang bringen · in Gang setzen · ↗initiieren · ins Leben rufen · ↗starten  ●  ↗anleiern  ugs.
  • (einfach) sagen 'du machst das jetzt' · ↗(jemandem) sagen 'Du schaffst das (schon).' · (jemandem) sagen 'Mach mal!' · (sich) mit völlig neuen Aufgaben konfrontiert sehen · (sich) vor völlig neue Herausforderungen gestellt sehen  ●  (das Prinzip unserer Einarbeitung ist) learning by doing  engl. · (jemanden) ins kalte Wasser schmeißen  fig., Hauptform · (jemanden) ins kalte Wasser werfen  fig. · Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben.  Spruch · training on the job  engl.
  • (die) Arbeit aufnehmen · (sich) an die Arbeit machen · (sich) ans Werk machen · (sich) in die Arbeit stürzen · (sich) kopfüber in die Arbeit stürzen · an die Arbeit gehen · ans Werk gehen · ↗loslegen · mit der Arbeit anfangen · mit der Arbeit beginnen  ●  anfangen zu arbeiten  Hauptform
  • (die) Initiative ergreifen · aktiv werden  ●  (die) Zügel in die Hand nehmen  fig. · (etwas) in die Hand nehmen  fig. · (selbst) das Heft in die Hand nehmen  fig. · nicht darauf warten, dass jemand anders etwas tut  variabel
  • (sich einer Sache/jemandem) zuwenden · ↗(sich einer Sache/jemandes) annehmen · ↗(sich jetzt einer Sache) widmen · (sich) (jetzt) befassen mit · (sich) (jetzt) konzentrieren auf · (sich) (jetzt) kümmern um · Zeit haben (für)
Synonymgruppe
(sich) einwurzeln · Wurzeln schlagen · Wurzeln treiben · ↗anwachsen · ↗anwurzeln · ↗festwachsen  ●  angehen  ugs.
Synonymgruppe
(etwas) eindämmen · Maßnahmen ergreifen (gegen) · angehen (gegen) · ↗bekämpfen · ↗vorgehen (gegen)  ●  ↗torpedieren  fig. · zu Felde ziehen (gegen)  fig.
Synonymgruppe
(jemanden) ersuchen (zu) · ↗(um etwas) ansuchen · ↗betteln (um) · ↗erbetteln · ↗erfragen · ↗fordern · ↗fragen (nach)  ●  ↗bitten (um)  Hauptform · ↗heischen  veraltet · ↗(jemanden um / wegen etwas) anhauen  ugs., salopp · (um etwas) angehen  geh.
Synonymgruppe
(sich) entzünden · angehen
Antonyme
Synonymgruppe
(sich) einschalten · angehen (Elektrogerät) · angestellt werden · eingeschaltet werden
Synonymgruppe
(sich) in Gang setzen · anfangen zu laufen · angehen · ans Laufen kommen · ↗anspringen · ↗starten
Assoziationen
Antonyme
Synonymgruppe
anbrechen · ↗anfangen · angehen · ↗beginnen · ↗einsetzen · ↗losbrechen · ↗starten (mit)  ●  ↗entbrennen (Streit)  fig. · ↗anheben  geh. · in Gang kommen  ugs. · ↗losgehen  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(auf jemanden) gemünzt sein · ↗(jemandem) gelten · (jemanden etwas) angehen · ↗(jemanden) betreffen · (mit jemandem) zu tun haben · (sich) auf jemanden beziehen · (um jemanden) gehen (es) · für jemanden bestimmt sein · für jemanden gedacht sein

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aufgabe Ding Frage Herausforderung Lampe Licht Problem Projekt Reform Sache Strukturreform Thema Zukunft alle anders dagegen entschlossen es frontal gehen gelassen gemeinsam langsam locker nicht nun offensiv ruhig was wir

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›angehen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dann geht das Licht an - es war nur eine Übung.
Die Zeit, 22.09.2012 (online)
Dann geht das Licht an und wir sitzen im Kino.
Die Welt, 21.04.2005
Die gewählte Tätigkeit muß es relativ zwanglos erlauben, solche Methoden der kooperativen Tätigkeit zu entwickeln, die es ermöglichen, die speziellen neurotischen Störungen anzugehen.
Werner, Reiner: Das verhaltensgestörte Kind, Berlin: Dt. Verl. d. Wiss. 1973 [1967], S. 226
Woher diese Brüche wieder kommen, geht uns an dieser Stelle noch nichts an.
Spoerl, Alexander: Mit der Kamera auf du, München: Piper 1957, S. 18
Ich habe es mir nicht gekauft, es geht einen nichts mehr an.
Tucholsky, Kurt: An Hedwig Müller, 29.12.1934. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1934], S. 16354
Zitationshilfe
„angehen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/angehen>, abgerufen am 17.11.2019.

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