angeloben

GrammatikVerb
Worttrennungan-ge-lo-ben (computergeneriert)
Wortzerlegungan-1geloben
Wortbildung mit ›angeloben‹ als Erstglied: ↗Angelobung
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
gehoben jmdm. etw. feierlich versprechen
Beispiele:
jmdm. Treue, Stillschweigen angeloben
so mußt du mir angeloben auf meinem Sterbebett ... daß [Th. MannJoseph4,333]
Seltsam, daß sie ... einem Mann sich wieder angelobte (= sich wieder verheiratete) [ZahnFrau Sixta97]
2.
österreichisch jmdn. feierlich verpflichten
Beispiele:
Beamte angeloben
die neuernannten Räte wurden angelobt

Thesaurus

Synonymgruppe
(für etwas) die Verantwortung übernehmen · ↗(für etwas) geradestehen · (sich) verbürgen (für) · ↗garantieren · ↗gewährleisten · jede Garantie geben (dass) · ↗sicherstellen (können) · ↗versprechen · ↗zusichern  ●  (die) Hand ins Feuer legen (für)  fig. · angeloben  ugs.
Assoziationen
  • (fest) behaupten · ↗beteuern · ↗betonen · ↗versichern  ●  (jemandem) Brief und Siegel geben (auf)  sprichwörtlich, fig. · ↗affirmieren  geh. · ↗asserieren  geh.
  • Du kannst dich darauf verlassen. · Verlass dich drauf.  ●  Dickes Ehrenwort!  ugs. · Großes Indianer-Ehrenwort! (kindersprachlich)  ugs. · Ich versprech's!  ugs. · Versprochen!  ugs.
  • (die) Hand darauf geben · (jemandem) in die Hand versprechen · ↗(sein) Ehrenwort (darauf) geben · ↗(sein) Wort (darauf) geben · ein Versprechen (ab)geben · fest versprechen · fest zusagen · hoch und heilig versprechen · ↗verheißen  ●  geloben  fig. · tausend Eide schwören  fig. · ↗versprechen  Hauptform
  • in Aussicht stellen · unverbindlich zusagen · vorankündigen
  • eigenmächtig · ↗eigenverantwortlich · ↗eigenwillig · nach (seinen) eigenen Regeln · nach eigenem Ermessen · nach eigenem Gutdünken · ohne (erst) um Erlaubnis zu bitten · ohne (erst) um Erlaubnis zu fragen · ohne Genehmigung · ↗unbefugt(erweise) · unerlaubterweise  ●  auf eigene Faust  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bundespräsident geloben

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›angeloben‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In diesem Moment hast du dich ihr angelobt, als wäre Dorothea gar nicht Beats Verlobte.
Venske, Regula: Marthes Vision, Frankfurt am Main: Eichborn Verlag 2006, S. 132
Nie und nimmer hätte Barbaro Bossi seine Seele einer andern Gottheit angelobt, als der seiner Kunst.
Voß, Richard: Zwei Menschen, Stuttgart: Engelhorn 1911 [1949], S. 240
Noch im Januar möchte sie sich mit der ÖVP über eine "Reformpartnerschaft" einigen, Ende des Monats soll die schwarz-rote Koalitionsregierung vom österreichischen Bundespräsidenten angelobt werden.
Die Welt, 06.01.2003
Der amtierende Bundespräsident Thomas Klestil hatte sich im Wendejahr 2000 geweigert, einen Minister - oder gar Vizekanzler - Jörg Haider anzugeloben.
Die Welt, 26.04.2004
Sie hätten sich ihm angelobt, und dabei wollten sie bleiben.
Wiechert, Ernst: Das einfache Leben, München: Ullstein Taschenbuchverl. 2000 [1946], S. 388
Zitationshilfe
„angeloben“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/angeloben>, abgerufen am 24.04.2019.

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