ankrallen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung an-kral-len
Wortzerlegung an-1krallen

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. sich krampfhaft an etw., jmdm. festhalten
  2. 2. [landschaftlich, salopp, übertragen] jmdn. um etw. angehen, ansprechen
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
sich krampfhaft an etw., jmdm. festhalten
Beispiele:
die Katze krallt sich am Baum an
sahen [sie] […] auf diese im Todeskampf schreienden und sich an die Decke ankrallenden Menschen [BrugschArzt302]
2.
landschaftlich, salopp, übertragen jmdn. um etw. angehen, ansprechen
Beispiel:
er hat mich auf der Straße (um einen Euro) angekrallt

Verwendungsbeispiele für ›ankrallen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber das Leben, das der Mann ihr gab, bekam nicht Zeit sich anzukrallen.
Betzner, Anton: Der Kohlhöfer. In: Kesten, Hermann (Hg.) 24 neue deutsche Erzähler, Leipzig u. a.: Kiepenheuer 1983 [1929], S. 171
Leider war die Schlittschuhe an die Schuhe anzukrallen und das hielten die Hacken nie lange aus.
Die Welt, 12.11.1999
Man mußte sich ankrallen an den Handgriffen wie toll, um nicht runtergeschwemmt zu werden.
Traven, B.: Das Totenschiff, Berlin: Büchergilde Gutenberg 1929 [1926], S. 243
Mal brät einer ein Steak, mal schreiten die beiden Frauen friedlich nebeneinander her, nur um sich gleich danach wie Katzen anzukrallen.
Süddeutsche Zeitung, 15.09.1997
Zitationshilfe
„ankrallen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/ankrallen>, abgerufen am 28.05.2020.

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