anonym

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungano-nym (computergeneriert)
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›anonym‹ als Erstglied: ↗anonymisieren  ·  formal verwandt mit: ↗Anonymus
eWDG, 1967

Bedeutung

ohne Angabe des Absenders, Verfassers
Beispiele:
einen anonymen (= nicht unterzeichneten) Brief bekommen
ein anonymer Artikel, eine anonyme Flugschrift
etw. anonym abgeben, übersenden
(jmdm.) anonym schreiben
das Werk ist anonym erschienen
ungenannt
Beispiele:
ein anonymer Kritiker, Briefschreiber
er will anonym bleiben
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

anonym · Anonymität
anonym Adj. ‘ohne Namensangabe, namenlos, ungenannt’, besonders vom Verfasser eines Schriftwerkes. Anfang des 18. Jhs. werden zu dem in der Gelehrtensprache schon ein Jh. früher geläufigen Substantiv Anonymus m. ‘Ungenannter’ die Adjektive anonymisch (nur 18. Jh.) und, wohl von frz. anonyme beeinflußt, anonym hinzugebildet. Sie alle sind über gleichbed. spätlat. anōnymos, anōnymus aus griech. anṓnymos (ἀνώνυμος) entlehnt, das, mit verneinendem a- bzw. an- vor Vokal (ἀ- privativum) zu griech. ónyma (ὄνυμα), einer Nebenform von ónoma (ὄνομα) ‘Name’ (s. ↗Name), gebildet, wörtlich ‘nicht Namen habend’ bedeutet. Dazu Anonymität f. ‘Verschweigen des Namens, Namenlosigkeit’ (2. Hälfte 18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
anonym · ↗fremd · ↗unbekannt  ●  (ein) unbeschriebenes Blatt  fig.
Synonymgruppe
anonym · ↗namenlos · nicht persönlich · ohne Nennung der Person · ↗unbenannt · ↗unnennbar · ↗unpersönlich
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Absender Alkoholiker Anruf Anrufer Anzeige Bestattung Bieter Bombendrohung Brief Briefschreiber Drohanruf Drohbrief Drohung Flugblatt Geburt Hinweis Informant Morddrohung Quelle Schreiben Schreiber Sparbuch Spende Spender Steueranzeige Telefonanruf Telefonbieter Verfasser bleibend geblieben

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›anonym‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Anonymes Wohnen ist in so großen restaurierten Anlagen weniger möglich.
Süddeutsche Zeitung, 04.07.2002
Heute ist alles anonym, der Spieler ist gar nicht mehr anwesend.
Der Tagesspiegel, 26.12.2001
Neben fünf anonym überlieferten Romanen schrieb er eine größere Zahl von musiktheoretischen Werken.
o. A.: P. In: Brockhaus-Riemann-Musiklexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1989], S. 3276
Dem Wesen nach, weithin aber auch in Wirklichkeit bleibt die reformatorische Weise anonym.
Freytag, W.: Kirchenlied. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1959], S. 25669
In anonymen Briefen wollte man mich allerdings eines anderen belehren.
Friedländer, Hugo: Ein Dompropst vor Gericht. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1912], S. 24511
Zitationshilfe
„anonym“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/anonym>, abgerufen am 21.10.2019.

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