ansässig

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung an-säs-sig
Wortbildung  mit ›ansässig‹ als Erstglied: ↗Ansässigkeit

Bedeutungsübersicht+

  1. wohnhaft
    1. ⟨ansässig sein⟩ wohnen
    2. ⟨ansässig werden⟩ sich niederlassen
eWDG

Bedeutung

wohnhaft
Beispiele:
die in Berlin ansässigen Ausländer
Die in der Umgegend Ansässigen mieden uns [ Th. MannKrull8,282]
ansässig seinwohnen
Beispiel:
seit einiger Zeit, seit Jahrzehnten, seit ein paar Generationen am Ort ansässig sein
ansässig werdensich niederlassen
Beispiel:
er war in Leipzig ansässig geworden
veraltend sich ansässig machen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

ansässig Adj. ‘wohnhaft’. Das seit dem 15. Jh. bezeugte Adjektiv gehört zu frühnhd. ansesse ‘Anwohner, Nachbar’ (15. Jh.), nhd. (besonders alem.) Ansasse (zur Bildungsweise s. ↗Insasse). Sofern die Bedeutung nicht zu bloßem ‘wohnhaft’ abgeschwächt ist, bezieht sich ansässig in neuerer Zeit auf denjenigen, dessen fester Wohnsitz an einem Ort auf Haus- und Grundbesitz oder bestimmter Berufsausübung beruht. In älterer Zeit überwiegen spezielle Bedeutungen, indem Ansasse und ansässig ein Verhältnis bezeichnen, das sowohl den Untertan einer Grundherrschaft charakterisiert, der im eigenen Hause wohnt, als auch denjenigen, der sich an einem Ort niedergelassen hat, aber dort noch nicht das Bürgerrecht besitzt.

Typische Verbindungen zu ›ansässig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›ansässig‹.

Verwendungsbeispiele für ›ansässig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Für die hier ansässigen Unternehmen ist weniger die physische als die geistige Arbeit wichtig.
Der Tagesspiegel, 19.11.1999
Schon jetzt sind dort mehr als 800 spanische Unternehmen ansässig.
Die Welt, 30.04.1999
Wie ich schon erwähnt habe, waren keine Juden bei uns auf dem Lande ansässig.
o. A.: Einhunderteinundneunzigster Tag. Mittwoch, 31. Juli 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 26495
Daher mußten dort ansässige Juden und Christen diese Region verlassen, wenn sie nicht zum Islam übertreten wollten.
Heine, Peter: 'Umar. In: Lexikon des Islam, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1991], S. 9239
Von den ansässigen Deutschen sollen noch etwa 100000 ausgewiesen werden.
o. A.: 1947. In: Overresch, Manfred u. Saal, Friedrich Wilhelm (Hgg.) Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918-1949, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1986], S. 35310
Zitationshilfe
„ansässig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/ans%C3%A4ssig>, abgerufen am 20.01.2021.

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