Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

anspielen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung an-spie-len
Wortzerlegung an-1 spielen
Wortbildung  mit ›anspielen‹ als Erstglied: anspielbar  ·  mit ›anspielen‹ als Grundform: Anspiel

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. auf etw., jmdn. eine Anspielung machen
  2. 2. [Ballsport] ...
  3. 3. [Kartenspiel] beginnen
  4. 4. [Musik] ...
eWDG

Bedeutungen

1.
auf etw., jmdn. eine Anspielung machen
Beispiele:
auf eine Neigung, ein Geheimnis, Ereignis, einen Zustand anspielen
(versteckt) auf das Alter, die Vergangenheit anspielen
Habe ich je … auf dich gestichelt oder angespielt [ C. F. MeyerSchuß v. d. Kanzel3,116]
2.
Ballsport
Beispiel:
der Mittelstürmer wurde oft angespielt (= der Ball wurde ihm zugespielt)
3.
Kartenspiel beginnen
Beispiele:
wer spielt an?
er hat Herz angespielt (= mit Herz begonnen)
4.
Musik
Beispiele:
ein Instrument anspielen (= einige Töne darauf spielen)
ein Musikstück anspielen (= einige Takte daraus spielen)
Spiel’ du die Zauberflöte an [ MozartZauberflöteII 28]

Thesaurus

Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
(einer Sache) nachempfunden (sein) · (etwas) aufgreifen · (sich) anlehnen (an) · (sich) berufen (auf) · (sich) beziehen (auf) · (sich) stützen (auf) · (von etwas) inspiriert (sein) · Bezug nehmen (auf) · angelehnt sein (an) · anknüpfen (an) · anspielen (auf) · verweisen (auf) · zurückgreifen (auf) · zurückkommen (auf)  ●  alludieren  geh., lat., bildungssprachlich · rekurrieren (auf)  geh.
Oberbegriffe
Assoziationen
Sport
Synonymgruppe
(jemanden) anspielen · abgeben · abspielen · einen Ball (zu jemandem) spielen · passen · zuspielen (Ball) · übergeben
Synonymgruppe
(kurz) anspielen (Radio, TV) · (kurz) reinhören · (kurz) reinschauen · einen Blick (rein)werfen in · einen Blick werfen auf

Typische Verbindungen zu ›anspielen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›anspielen‹.

Verwendungsbeispiele für ›anspielen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Damit spielte er auf das antisemitische Stereotyp vom geschäftstüchtigen Juden an. [Die Zeit, 06.01.2014, Nr. 01]
Doch statt sich zu grämen, ließ er sich kurz später sofort wieder anspielen. [Die Zeit, 19.05.2013, Nr. 21]
Mit diesem doch recht fragwürdigen Vergleich spielen die Medien auf das Jahr 1920 an. [Die Zeit, 24.07.2012 (online)]
Und ich fühle mich überhaupt nicht so alt, wie ich bin », meinte sie scherzend auf ihr Alter von fast 39 Jahren anspielend. [Die Zeit, 12.02.2011 (online)]
Er spielte damit gekonnt auf die beabsichtigte Entdeckung von außerirdischem Leben an. [Braun, Marcus: Hochzeitsvorbereitungen, Berlin: Berlin Verlag 2003, S. 46]
Zitationshilfe
„anspielen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/anspielen>.

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