anspielen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungan-spie-len
Wortzerlegungan-1spielen
Wortbildung mit ›anspielen‹ als Erstglied: ↗anspielbar
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
auf etw., jmdn. eine Anspielung machen
Beispiele:
auf eine Neigung, ein Geheimnis, Ereignis, einen Zustand anspielen
(versteckt) auf das Alter, die Vergangenheit anspielen
Habe ich je ... auf dich gestichelt oder angespielt [C. F. MeyerSchuß v. d. Kanzel3,116]
2.
Ballspiel
Beispiel:
der Mittelstürmer wurde oft angespielt (= der Ball wurde ihm zugespielt)
3.
Kartenspiel beginnen
Beispiele:
wer spielt an?
er hat Herz angespielt (= mit Herz begonnen)
4.
Musik
Beispiele:
ein Instrument anspielen (= einige Töne darauf spielen)
ein Musikstück anspielen (= einige Takte daraus spielen)
Spielʼ du die Zauberflöte an [MozartZauberflöteII 28]

Thesaurus

Sport
Synonymgruppe
(jemanden) anspielen · ↗abgeben · ↗abspielen · einen Ball (zu jemandem) spielen · ↗passen · ↗zuspielen (Ball) · ↗übergeben
Synonymgruppe
(kurz) anspielen · ↗(kurz) reinhören · ↗(kurz) reinschauen · einen Blick (rein)werfen in · einen Blick werfen auf

Typische Verbindungen
computergeneriert

Alkoholkonsum Anfang Beginn Bemerkung Filmtitel Hinterhand Mitspieler Mittelhand Originaltitel Redensart Spitzname Stich Strafraum Tatsache Titel Untertitel Vorhand dabei damit darauf erstmals indirekt ironisch offenbar offensichtlich spielen unverhohlen unüberhörbar worauf Äußerung

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›anspielen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Damit spielte er auf das antisemitische Stereotyp vom geschäftstüchtigen Juden an.
Die Zeit, 06.01.2014, Nr. 01
Schon allein die Titel spielen überdeutlich auf die gewählten Genres an.
Die Welt, 28.11.2005
Er spielte damit gekonnt auf die beabsichtigte Entdeckung von außerirdischem Leben an.
Braun, Marcus: Hochzeitsvorbereitungen, Berlin: Berlin Verlag 2003, S. 46
Damit spielte er auf die sehr schlichten Verhältnisse an, aus denen sich O. Lodge zu seiner angesehenen wissenschaftlichen Stellung emporgearbeitet hatte.
Ostwald, Wilhelm: Lebenslinien. Eine Selbstbiographie, 3 Teile. In: Simons, Oliver (Hg.), Deutsche Autobiographien 1690 - 1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1927], S. 39464
Nicht nur war die These von der Auflösbarkeit der Union, so lange angespielt und durch ihre Drohung wirkend, nun widerlegt für alle voraussehbaren Zeiten.
Mann, Golo: Politische Entwicklung Europas und Amerikas 1815-1871. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 17166
Zitationshilfe
„anspielen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/anspielen>, abgerufen am 23.10.2019.

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