anspinnen

GrammatikVerb · spann an, hat angesponnen
Aussprache
Worttrennungan-spin-nen
Wortzerlegungan-1spinnen
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
Beispiel:
einen Faden anspinnen (= beim Spinnen anlegen)
2.
mit jmdm. etw. allmählich beginnen, vorsichtig anbahnen
Beispiele:
mit jmdm. ein Verhältnis, eine Liebschaft, einen Prozess anspinnen
Liebeshändel, Ränke anspinnen
etw. spinnt sich an
Beispiele:
eine Unterhaltung, Freundschaft spinnt sich mit der Zeit an
salopp zwischen den beiden schien sich etwas anzuspinnen (= schien ein Liebesverhältnis zu beginnen)

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bauchmuskel Faden Muskel spinnen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›anspinnen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es scheint sich hier ein Faden anzuspinnen, der mit dem Garn handfester wechselseitiger Interessen durchwirkt werden könnte.
Die Zeit, 16.02.1970, Nr. 07
Wir bemühen uns seit drei oder vier Jahren, den Gesprächsfaden wieder anzuspinnen.
Die Zeit, 25.03.1999, Nr. 13
Er fühlte, wie sich ein Netz von Beziehungen anspann, zwischen dem Burschen in der Kirche und dem Mädchen und ihm, Gregor, selber.
Andersch, Alfred: Sansibar oder der letzte Grund, Olten: Walter 1957 [1957], S. 82
In diesem beschwingten Frühjahr 1794 spinnt sich die folgenreiche Verbindung mit dem aufstrebenden Verleger Johann Friedrich Cotta an.
Safranski, Rüdiger: Friedrich Schiller, München Wien: Carl Hanser 2004, S. 372
Herr Arendt von der Reichspartei schien nicht übel Lust zu verspüren, eine kleine Debatte über die Burenlager bei dieser Gelegenheit anzuspinnen.
Berliner Tageblatt (Morgen-Ausgabe), 11.02.1902
Zitationshilfe
„anspinnen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/anspinnen>, abgerufen am 19.07.2019.

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