anstarren

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungan-star-ren (computergeneriert)
Wortzerlegungan-1starren
eWDG, 1967

Bedeutung

jmdn., etw. starr, unverwandt ansehen
Beispiele:
jmdn., etw. lange, ständig, versunken, verloren, neugierig, finster, entgeistert, sprachlos, fassungslos, angstvoll, mit großen, weit aufgerissenen Augen, wie verzaubert anstarren
die Decke, die Wand, den Himmel anstarren
bildlich
Beispiel:
wo uns ... kahle Mauern anstarrten [RaabeI 6,88]

Thesaurus

Synonymgruppe
anstarren · ↗bestaunen · starren auf  ●  ↗angaffen  ugs. · ↗anglotzen  ugs. · ↗gaffen  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • wie das Kaninchen auf die Schlange starren · wie gebannt anstarren
Synonymgruppe
(einander) mit Blicken durchbohren · (einander) mit den Augen fixieren · (sich) (gegenseitig) anstarren · (sich) in die Augen starren · (sich) mit (den) Blicken fixieren
Assoziationen
  • (jemandes) Blicke kreuzen sich · (jemandes) Blicke treffen sich · Blickkontakt haben
  • Aug' in Aug' (einander gegenüber) · einander gegenüber  ●  face to face  engl. · wie zwei Porzellanhunde  ugs., selten
  • (jemandem) ins Gesicht sehen · ↗(jemanden) ansehen  ●  (jemandem) in die Augen schauen  variabel

Typische Verbindungen
computergeneriert

Auge Augenhöhle Augenpaar Betrachter Wand anstarren entgeistert entsetzt erschrocken erwartungsvoll fassungslos fasziniert feindselig gebannt haßerfüllt immerzu minutenlang ratlos schweigend sekundenlang sprachlos starren stumm unentwegt ungläubig unverhohlen unverwandt verständnislos vorwurfsvoll wortlos

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›anstarren‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Noch keine fünfzig sitzt er nun zu Hause und starrt die Wände an.
Süddeutsche Zeitung, 11.11.2000
Nervös mit den Fingern trommelnd starrt er den Brief unschlüssig an.
Die Zeit, 14.08.1981, Nr. 34
Einmal versuchten wir, darüber zu sprechen, und sie starrte mich an wie ein Ungeheuer.
Bachmann, Ingeborg: Das dreißigste Jahr, München: R. Piper & Co. Verlag 1961, S. 84
Sein heutiges Alter erlaubte es ihm nicht mehr, nach einem schweren Tag abends nur die stillen Wände anzustarren.
Marchwitza, Hans: Roheisen, Berlin: Verlag Tribüne Berlin 1955, S. 84
Sie starrt das junge Mädchen mit angstvoll aufgerissenen Augen an.
Horster, Hans-Ulrich [d.i. Rhein, Eduard]: Ein Herz spielt falsch, Köln: Lingen 1991 [1950], S. 181
Zitationshilfe
„anstarren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/anstarren>, abgerufen am 18.12.2018.

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