Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

anstaunen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung an-stau-nen
Wortzerlegung an-1 staunen
eWDG

Bedeutung

jmdn., etw. staunend betrachten
Beispiele:
jmdn. neugierig, mit ängstlichen Augen, wie ein Naturwunder anstaunen
saloppjmdn. wie ein Wundertier anstaunen
alte Kulturdenkmäler anstaunen
um die durchfahrenden Schnellzüge anzustaunen [ BrochDie Schuldlosen37]
übertragen etw. voller Staunen bewundern
Beispiel:
große Taten, Leistungen, Errungenschaften anstaunen

Verwendungsbeispiele für ›anstaunen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wo kann man noch imponieren, wo wird man noch angestaunt? [Die Zeit, 30.10.1964, Nr. 44]
Wo immer die Deutschen hinkommen, werden sie neugierig angestaunt, manchmal sogar forschend berührt. [Die Zeit, 28.08.1987, Nr. 36]
Es will weniger ergründet, als vielmehr angestaunt und bewundert werden. [Süddeutsche Zeitung, 16.08.1994]
Wie plötzlich befreit von einem tödlichen Banne staunte die Geliebte ihn glückselig an. [Ebner-Eschenbach, Marie von: Agave. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1903], S. 5799]
Man darf sie anstaunen, aber sie wird zum parasitären Luxus, sofern man sie sich nicht leisten kann. [Die Welt, 08.09.2000]
Zitationshilfe
„anstaunen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/anstaunen>.

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