Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

anstellig

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung an-stel-lig
Wortzerlegung anstellen -ig
Wortbildung  mit ›anstellig‹ als Erstglied: Anstelligkeit
eWDG

Bedeutung

geschickt, gut verwendbar
Beispiele:
anstellig sein
sich anstellig zeigen
ein recht anstelliger Junge
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

anstellig · Anstelligkeit
anstellig Adj. ‘geschickt, willig’, dazu Anstelligkeit f. Beide schweizerdt. Wörter (zum Verbum anstellen, s. stellen) empfiehlt Lavater zur Aufnahme in die dt. Literatursprache (1776). Danach werden sie bald aufgegriffen und verbreitet (Nicolai 1783, Schiller 1804, Campe 1807).

Thesaurus

Synonymgruppe
Assoziationen

Verwendungsbeispiele für ›anstellig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Arbeit klappte sehr gut, ich war ja sehr anstellig. [Der Tagesspiegel, 25.08.1999]
Er sei ein sehr aufmerksamer, fleißiger, anstelliger und ehrlicher junger Mann gewesen, so daß er ihn geschäftlich sehr empfehlen könne. [Friedländer, Hugo: Die Oldenburgischen Spielerprozeße. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1911], S. 22501]
Anstellig schien sie, gut zu leiten, kritisch nur bezüglich der gottlosen Vergangenheit. [Die Zeit, 20.01.2000, Nr. 4]
In ihrer WG wurden sie irgendwann von einer bürgerlichen Zweierbeziehung überrascht, und nun zeigen sie sich anstellig. [Süddeutsche Zeitung, 08.06.2004]
Auch später war er ein guter Schüler, anstellig und rasch von Begriff. [Die Zeit, 12.08.1999, Nr. 33]
Zitationshilfe
„anstellig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/anstellig>.

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