anstellig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungan-stel-lig
Wortzerlegunganstellen-ig
Wortbildung mit ›anstellig‹ als Erstglied: ↗Anstelligkeit
eWDG, 1967

Bedeutung

geschickt, gut verwendbar
Beispiele:
anstellig sein
sich anstellig zeigen
ein recht anstelliger Junge
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

anstellig · Anstelligkeit
anstellig Adj. ‘geschickt, willig’, dazu Anstelligkeit f. Beide schweizerdt. Wörter (zum Verbum anstellen, s. ↗stellen) empfiehlt Lavater zur Aufnahme in die dt. Literatursprache (1776). Danach werden sie bald aufgegriffen und verbreitet (Nicolai 1783, Schiller 1804, Campe 1807).

Thesaurus

Synonymgruppe
anstellig · ↗aufgeweckt · ↗aufnahmefähig · ↗begabt · ↗gelehrig · ↗gelehrsam · ↗hell · ↗lernfähig · ↗verständig
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Arbeit klappte sehr gut, ich war ja sehr anstellig.
Der Tagesspiegel, 25.08.1999
Er sei ein sehr aufmerksamer, fleißiger, anstelliger und ehrlicher junger Mann gewesen, so daß er ihn geschäftlich sehr empfehlen könne.
Friedländer, Hugo: Die Oldenburgischen Spielerprozeße. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1911], S. 22501
In ihrer WG wurden sie irgendwann von einer bürgerlichen Zweierbeziehung überrascht, und nun zeigen sie sich anstellig.
Süddeutsche Zeitung, 08.06.2004
Anstellig schien sie, gut zu leiten, kritisch nur bezüglich der gottlosen Vergangenheit.
Die Zeit, 20.01.2000, Nr. 4
Die Sprößlinge aus den besten Familien sind anstellig, adrett gekleidet und beschämen den Sozialminister durch das fehlerfreie Nachsprechen ganzer Sätze.
konkret, 1992
Zitationshilfe
„anstellig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/anstellig>, abgerufen am 22.10.2019.

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