Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

anwackeln

Grammatik Verb (in Verbindung mit »kommen«, im Partizip II gebräuchlich)
Aussprache 
Worttrennung an-wa-ckeln
Wortzerlegung an-1 wackeln
eWDG

Bedeutung

salopp angewackelt kommenwackelnd, unsicher herankommen

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich irgendwo) hinbemühen · (sich) einfinden · (sich) einstellen · ankommen · eintreffen · erscheinen  ●  (irgendwohin / irgendwo / irgendwoher) kommen  Hauptform · (sich irgendwo) herbemühen  förmlich · einlangen  österr. · (irgendwo) aufkreuzen  ugs., Hauptform · (irgendwo) einschweben  ugs., ironisch, fig. · (sich irgendwohin) bemühen  geh., förmlich · (sich) blicken lassen (bei)  ugs. · andackeln  ugs. · angeschoben kommen  ugs., salopp, variabel · anmarschiert kommen  ugs. · anreisen  fachspr. · anrücken  fachspr., Jargon · antanzen  ugs. · anwackeln  ugs. · aufschlagen  ugs., fig., scherzhaft-ironisch · auftauchen  ugs. · im Anflug sein  ugs., fig. · im Anmarsch sein  ugs., fig. · um die Ecke kommen  ugs., fig.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • eintrudeln · hereingeflattert kommen (Briefe) · nach und nach eintreffen  ●  angekleckert kommen (Gäste)  ugs., negativ · kleckerweise kommen  ugs., negativ
  • angefahren kommen · angelaufen kommen · dahergelaufen kommen · daherkommen · vorbeikommen  ●  (irgendwoher) (+ Partizip Perfekt) kommen  veraltend · angedackelt kommen  ugs. · angeschlappt kommen  ugs. · angeschoben kommen  ugs. · des Weg(e)s kommen  geh., veraltend · gesprungen kommen  ugs., süddt. · um die Ecke kommen  ugs.
  • ankommen · eingehen (Sendung, Geldüberweisung) · zugestellt werden  ●  (seinen) Bestimmungsort erreichen  Amtsdeutsch · einlangen  österr. · (noch nicht / schon) da sein  ugs. · kommen  ugs.
  • (hin)kommen bis · erreichen · gelangen bis (zu) · vordringen bis
  • (jemanden) erreichen (Information) · ankommen bei (jemandem) · durchdringen (bis) zu
  • (sich) begeben (nach / zu ...) · (sich) bewegen (nach / zu ...) · (sich) hinbegeben · hingehen  ●  (irgendwohin) gehen  Hauptform, variabel · (sich) bemühen (nach / zu ...)  geh. · (sich) hinbemühen  geh. · (sich) verfügen (nach / zu ...)  geh., Amtsdeutsch, altertümelnd

Verwendungsbeispiele für ›anwackeln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Manche, sagt die Verkäuferin in der Bäckerei, kommen jeden Tag angewackelt, können sich den Weg gerade noch merken, gehen ihn mit Zähigkeit. [Die Welt, 23.10.2004]
Nach einer Stunde erhebt er sich, wackelt gelenksteif und leicht gaga durch die Gegend und legt die himmelblaue Schärpe des Herrschers an. [Die Zeit, 20.03.2007, Nr. 13]
Rechts wird ganz wie früher lang gefackelt, links kommt Papa Ebert angewackelt. [Tucholsky, Kurt: Das Lied vom Kompromiß. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1919], S. 6359]
T'uang kam angewackelt, wurde auf den Schoß genommen und mit der Mißwende seines Lendenadels vertraut gemacht. [Thelen, Albert Vigoleis: Die Insel des zweiten Gesichts, Düsseldorf: Claassen 1981 [1953], S. 631]
Zitationshilfe
„anwackeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/anwackeln>.

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