anwesend

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung an-we-send
Wortbildung  mit ›anwesend‹ als Erstglied: ↗Anwesenheit
eWDG

Bedeutung

anwesend seinzugegen, da sein (wo man erwartet wurde)
Gegenwort zu abwesend
Beispiele:
persönlich, selbst anwesend sein
er ist im Augenblick nicht anwesend
alle Mitglieder waren anwesend
sie waren die ganze Zeit anwesend
der anwesende Bürgermeister, Komponist
versammelt
Grammatik: nur im Plural
Beispiele:
die anwesenden Ehrengäste begrüßen
gehobenverehrte Anwesende! (= Anrede)
die Anwesenden miteinander bekannt machen
alle Anwesenden erhoben sich von den Plätzen
umgangssprachlich Anwesende sind ausgeschlossen (= Anwesende sind nicht gemeint)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

anwesend · Anwesen · Anwesenheit
anwesend Adj. ‘zugegen, gegenwärtig’; Gegensatz ↗abwesend (s. d.). Das seit Ende des 15. Jhs. bezeugte Adjektiv ist eigentlich Part. Präs. des nur noch mundartlich erhaltenen Verbs anwesen, ahd. anawesan ‘zugegen sein, dasein, vorhanden sein’ (9. Jh.), einer Übersetzung von lat. adesse; vgl. das mit ↗sein1 (s. d.) konkurrierende Simplex wesen (s. ↗Wesen). Anwesen n. substantivierter Infinitiv von anwesen (s. oben), daher zunächst ‘Gegenwart, Aufenthalt, Anwesenheit’ (15. Jh.); im Obd. entwickelt sich daraus ‘Grundstück mit Wohnhaus’ (Ende 15. Jh.). Anwesenheit f. ‘das Zugegensein, Dabeisein’ (1. Hälfte 17. Jh.), gebildet nach dem Vorbild des älteren ↗Abwesenheit (s. d.), daneben (bis ins 18. Jh.) gleichbed. Anwesen (s. oben).

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich irgendwo) zeigen · anwesend · ↗präsent · vor Ort · ↗zugegen  ●  ↗dabei  ugs. · mit dabei  ugs. · mit von der Partie  ugs.
Assoziationen
Antonyme
Synonymgruppe
(ist) da (/ bin da) · (körperlich) anwesend · hier!
Assoziationen
Antonyme

Typische Verbindungen zu ›anwesend‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›anwesend‹.

Verwendungsbeispiele für ›anwesend‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er selbst war zwar damals nicht anwesend, aber dennoch voll präsent.
Süddeutsche Zeitung, 10.01.2002
Heute ist alles anonym, der Spieler ist gar nicht mehr anwesend.
Der Tagesspiegel, 26.12.2001
Ich kann nicht sagen, daß ich regelmäßig anwesend war, wohl aber war ich sehr häufig anwesend.
o. A.: Einhundertsiebzehnter Tag. Dienstag, 30. April 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 24364
Auch die junge Frau verweigert keinem der anwesenden Herren die Ehre mit ihr zu tanzen.
Gleichen-Russwurm, Alexander von: Der gute Ton. In: Zillig, Werner (Hg.), Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1932], S. 27367
In ihren kleinen Räumen können immer nur 8 Gäste anwesend sein.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1927. In: ders., Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1927], S. 169
Zitationshilfe
„anwesend“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/anwesend>, abgerufen am 23.02.2021.

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