Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

anziehen

Grammatik Verb · zieht an, zog an, hat/ist angezogen
Aussprache 
Worttrennung an-zie-hen
Wortzerlegung an-1 ziehen
Wortbildung  mit ›anziehen‹ als Erstglied: anziehend  ·  mit ›anziehen‹ als Binnenglied: Schuhanzieher · Stiefelanzieher  ·  mit ›anziehen‹ als Grundform: Anzug
eWDG

Bedeutungen

1.
in gegensätzlicher Bedeutung zu ausziehen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Beispiele:
Schuhe, Strümpfe, den guten Anzug, Mantel, die Uniform anziehen
ein Kleid zur Probe anziehen
ich habe nichts anzuziehen!
etw. links, verkehrt anziehen
das Kind, den Kranken anziehen
umgangssprachlichdas Kleid wirkt angezogen (= sitzt gut)
sich anziehen
Beispiel:
sich leicht, warm, einfach, anständig, hübsch, nett, sonntäglich, festlich, elegant anziehen
2.
etw., jmdn. heranziehen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
a)
Beispiele:
Salz zieht die Feuchtigkeit an (= nimmt sie auf)
die Butter zieht an (= nimmt fremden Geschmack an)
Physik in gegensätzlicher Bedeutung zu abstoßen
Beispiele:
der Magnet zieht Eisen an
die Ionen werden von der Kathode angezogen
b)
Beispiele:
das Kinn, die Beine anziehen
die Schultern anziehen (= hochziehen)
[Carl Joseph] setzte sich, dem Vater gegenüber, die Knie steif angezogen [ J. RothRadetzkymarsch30]
c)
Beispiele:
als sie den Torflügel hinter sich anzog [ Storm1,227]
Endlich zog Guste die Tür an [ H. MannUntertan4,292]
d)
übertragen jmdn., etw. anlocken, fesseln
in gegensätzlicher Bedeutung zu abstoßen
Beispiele:
die Messe zieht Schaulustige und Käufer an
die Idee, Geschichte, das Buch, alles Neue zog ihn an
jmdn. durch Schönheit, freundliches Betragen anziehen
die Umgebung zog mich an
die Blicke der Vorübergehenden anziehen (= auf sich lenken)
sich unwiderstehlich, magisch angezogen fühlen
Ein edler Mensch zieht edle Menschen an [ GoetheTassoI 1]
anziehendgewinnend
Grammatik: oft im Partizip I
Beispiele:
sie ist eine anziehende Erscheinung
sie hat etwas sehr Anziehendes an sich
anziehende Eigenschaften haben
alle fanden sie sehr anziehend
e)
gehoben etw. anführen, zitieren
Beispiele:
einen Vergleich anziehen
eine Stelle aus einem Roman anziehen
die angezogenen benutzten Quellen
3.
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
etw. straff machen, anspannen
Beispiele:
ein Seil, eine Kette anziehen
die Saite, den Bogen anziehen
die Zügel, Kandare anziehen
bildlich
Beispiele:
die Zügel (straffer) anziehen (= strenger vorgehen)
veraltenddie Glocke anziehen (= läuten)
veraltendEine Schelle wird angezogen [ G. Hauptm.HenschelI]
etw. festziehen
Beispiele:
den Gurt, Knoten, die Schlinge anziehen
eine Schraube anziehen (= fester eindrehen)
die (Hand)bremse anziehen (= bremsen)
Flugwesenden Steuerknüppel anziehen (= das Höhenruder betätigen)
4.
zu ziehen beginnen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Beispiele:
der Zug zieht an (= setzt sich in Bewegung)
Die Pferde zogen an, der Wagen fuhr fort [ St. ZweigAmok252]
5.
steigen, höher werden
Grammatik: mit Hilfsverb ‘hat’
Beispiele:
die Preise ziehen (mächtig, scharf) an
die Baukosten werden um das Doppelte anziehen
die Geldkurse, Sätze für Aktien haben angezogen
anziehende (= zunehmende) Nachtfröste
6.
anrücken, herankommen
Grammatik: mit Hilfsverb ‘ist’
in gegensätzlicher Bedeutung zu abziehen
Beispiele:
der Feind zieht an
Zu den Reunions der Badesaison zogen die Tanzfähigen … in Scharen an [ SchleichVergangenheit50]
umgangssprachlich angezogen kommen
Grammatik: im Partizip II
Beispiele:
der Herbst kommt angezogen
mit Hab und Gut angezogen kommen
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

ziehen · ungezogen · abziehen · Abzug · abzüglich · anziehen · Anzug · anzüglich · aufziehen · Aufzug · ausziehen · Auszug · beziehen · Beziehung · beziehungsweise · Bezug · bezüglich · erziehen · Erzieher · Erziehung · nachziehen · Nachzügler · überziehen · Überzieher · Überzug · umziehen · Umzug · verziehen · Verzug · vollziehen · Vollzug · vorziehen · Vorzug · vorzüglich · zuziehen · zuzüglich
ziehen Vb. ‘mit Kraft zu sich her oder hinter sich her bewegen, zerren, zu ganzer Länge ausdehnen, aufziehen, züchten, sich fortbewegen’, reflexiv ‘sich dehnen, in die Länge erstrecken’; zusammen mit einem Substantiv dient ziehen häufig zur Umschreibung eines Verbalbegriffs, vgl. in Zweifel ziehen ‘bezweifeln’ (16. Jh.), Lehren ziehen ‘lernen’ (18. Jh.); ahd. ziohan (8. Jh.), mhd. ziehen, asächs. tiohan, mnd. tēn, tīen, mnl. tīen, afries. tiā, aengl. tēon, anord. (nur Part. Prät.) toginn ‘gezogen’, got. tiuhan ‘führen’ (germ. *teuhan). Außergerm. vergleichen sich griech. dadýssesthai (δαδύσσεσθαι) ‘zerrissen werden’, dé͞ukein (δεύκειν) ‘denken, nachdenken, Sorge tragen’, lat. dūcere ‘ziehen, schleppen, führen, leiten’, mkymr. dygaf (aus *dukami) ‘bringe’. Zugrunde liegt ie. *deuk- ‘ziehen’. Dazu gehören aus dem germ. Sprachbereich die unter Zaum, Zeug, Zeuge, zögern, Zögling, Zucht, zucken, zücken, Zug, Zügel behandelten Wörter sowie auch Herzog (eigentlich ‘Heerführer’, s. d.). Zum Part. Prät. gezogen in der Bedeutung ‘erzogen’ gehört ungezogen Adj. ‘unartig, ungehorsam’, ahd. ungizogan ‘noch nicht erzogen, unbändig’ (8. Jh.), mhd. ungezogen ‘ohne gehörige Bildung, unartig, zuchtlos’. abziehen Vb. ‘durch Ziehen entfernen, herunterziehen, wegnehmen, weggehen, vermindern, subtrahieren’, ahd. abaziohan (9. Jh.), mhd. abeziehen; Abzug m. ‘Vorgang, Ergebnis des Abziehens, Weggang, abgezogener Betrag, Vorrichtung zum Ableiten’, mhd. abezuc; abzüglich Präp. (besonders in der Kaufmannssprache) ‘mit Abzug von, abgerechnet’ (19. Jh.), vgl. schon (md.) abezogelich (15. Jh.). anziehen Vb. ‘an sich heranziehen, straff ziehen, Kleidung anlegen’, mhd. aneziehen, auch ‘anklagen, beschuldigen’ (eigentlich ‘etw. als Beweis heranziehen’); Anzug m. ‘Vorwurf, Beschuldigung, Anmarsch, Ankunft’ (15. Jh.), im Anzuge sein ‘im Anmarsch sein, bevorstehen, beginnen’ (16. Jh.), ‘Kleidung’ (Ende 16. Jh., geläufig seit 18. Jh.), dann speziell ‘Jacke und Hose’, spätmhd. anzuc ‘Anzug (im Schachspiel)’; anzüglich Adj. ‘auf Unangenehmes, Peinliches anspielend, ungehörig, zweideutig’ (16. Jh.), vgl. anzügliche und schimpfliche Wort (17. Jh.), zu frühnhd. anzug ‘Vorwurf, Beschuldigung’ (s. oben); daneben auch im Sinne von ‘anziehend’ (Anfang 16. Jh., noch bei Goethe). aufziehen Vb. ‘durch Ziehen öffnen, in die Höhe ziehen, großziehen, erziehen, eine Feder spannen, ins Werk setzen, necken’, ahd. ūfziohan ‘emporziehen’ (um 1000), mhd. ūfziehen ‘sich erheben, in die Höhe ziehen, emporheben, auf-, erziehen, fördern, pflegen’; Aufzug m. ‘Vorrichtung zum Hochziehen, Hochfahren’, dann (ab 17. Jh.) ‘Aufmarsch, Festzug, Prozession’, mhd. ūfzuc ‘Vorrichtung zum In-die-Höhe- Ziehen, Aufschub, Anziehung, Einfluß’; Aufzug im Sinne von ‘Aufmachung’ (17. Jh.) ist eigentlich ‘die Art und Weise, wie man vor anderen aufzieht’, dann eingeschränkt auf ‘Kleidung’; die Bedeutung ‘Schauspielakt’ (seit 17. Jh.) stammt aus dem feierlichen Auftritt der Schauspieler zu Beginn eines Aktes. ausziehen Vb. ‘herausziehen, in die Länge ziehen, auseinanderziehen, ablegen, aus-, entkleiden, ausplündern, einen Auszug machen, exzerpieren, wegziehen, wegmarschieren, die Wohnung aufgeben’, ahd. ūʒziohan (9. Jh.), mhd. ūʒziehen ‘aus-, herausziehen, sich entfernen, in den Krieg ziehen, entkleiden, ausnehmen, befreien’; Auszug m. ‘das Ausziehen, Abmarsch, Auswanderung, Teilabschrift, Exzerpt, Extrakt’, mhd. ūʒzuc ‘Auszug, Einwand, Widerrede, Ausflucht, Ausnahme’. beziehen Vb. ‘auf, über etw. ziehen, (be)spannen, regelmäßig erhalten, in einen bestimmten Zusammenhang bringen’, reflexiv ‘sich berufen auf, verweisen auf’, ahd. biziohan ‘festbinden, über-, zusammenziehen, zusammenfügen, wegnehmen’ (8. Jh.), mhd. beziehen ‘zu etw. kommen, erreichen, überziehen, ein Kleid besetzen, füttern, an sich nehmen, einziehen’; Beziehung f. ‘Verbindung, innerer Zusammenhang, wechselseitiges Verhältnis, Bezug(nahme), Anspielung, Hinsicht’ (17. Jh.); beziehungsweise Konj. ‘oder vielmehr, genauer gesagt, im anderen Fall’ (Mitte 18. Jh.), älter beziehlicher Weise (17. Jh.); Bezug m. ‘Bezugnahme, Hinsicht, Beziehung, das Beziehen (von Waren), Überzug’ (Anfang 18. Jh.; Einzelbeleg schweiz. 1483); vgl. ahd. bizog ‘Decke’ (Hs. 11./12. Jh.), mhd. bezoc ‘Unterfutter’; bezüglich Adj. ‘sich auf etw. beziehend’ (vereinzelt 16. Jh., häufig seit Ende 18. Jh.); auch Präp. (19. Jh.). erziehen Vb. ‘jmdn., besonders ein Kind, geistig und charakterlich formen, seine Neigungen und Fähigkeiten entfalten’, ahd. irziohan ‘ziehen, aufziehen, erziehen’ (8. Jh.), mhd. erziehen, eigentlich ‘herausziehen’; die Bedeutung des Verbs steht seit ahd. Zeit unter dem Einfluß von lat. ēducāre ‘auf-, großziehen, ernähren, erziehen’; Erzieher m. (17. Jh., vereinzelt 15. Jh.), Erziehung f. (um 1500). nachziehen Vb. ‘hinter sich herziehen, fester anziehen, nachzeichnen, verstärken, nachfolgen’, ahd. nāhziohan (um 1000), mhd. nāchziehen; Nachzügler m. ‘wer verspätet eintrifft, Nachkömmling’, zuerst (1792) bei Goethe im Sinne von ‘hinter dem Heere zurückbleibender Soldat, Marodeur’, gebildet zu heute nicht mehr gebräuchlichem Nachzug ‘Nachhut eines Heeres’. überziehen Vb. (in trennbarer Verbindung) ‘ein Kleidungsstück über den Körper ziehen, (über etw. anderes) anziehen’ (17. Jh.); vgl. die Wendung jmdm. eins, ein paar überziehen ‘jmdm. einen Hieb, Hiebe versetzen, jmdn. schlagen’ (um 1600); (in untrennbarer Verbindung) ‘mit einem Überzug versehen, bedecken, bespannen’, auch mit Krieg überziehen ‘zum Kriegsschauplatz machen’, das Konto überziehen ‘mehr abheben, als auf dem Konto steht’; ahd. ubarziohan ‘verziehen’ (Hs. 12. Jh.), mhd. überziehen ‘über etw. ziehen, an sich ziehen, gewinnen, bedecken, überfallen, besetzen, übertreffen’; Überzieher m. ‘leichter Herrenmantel’ (Mitte 19. Jh.), früher ‘Überziehrock der Männerkleidung’ (18. Jh.); Überzug m. ‘auswechselbare Hülle, Bezug, dünne Decke, Schicht, Auflage’, auch frühnhd. überzog ‘Überfall, feindlicher Angriff’ (15. Jh.), ahd. ubarzug ‘Kleidungsstück’ (Hs. 13. Jh.). umziehen Vb. (trennbar) ‘in eine andere Wohnung ziehen, den Wohnsitz wechseln, ein anderes Kleid, einen anderen Anzug anziehen, die Kleidung wechseln’ (18. Jh.), älter ‘herum-, umherziehen, -schweifen, -wandern’ (Anfang 16. Jh.), (untrennbar) ‘sich um … herumbewegen, ziehend umkreisen, mit etw. rings umgeben, bedecken’, reflexiv ‘sich bewölken, beziehen’, mhd. umbeziehen ‘umgeben, -zingeln, überfallen, herumziehen’; Umzug m. ‘das Umherziehen, (feierlicher) Aufzug, Festzug’ (Anfang 16. Jh.), ‘Wohnungswechsel’ (19. Jh.). verziehen Vb. ‘durch Ziehen in eine vom Normalen, Üblichen abweichende Form bringen, verzerren, die Wohnung, den Wohnort wechseln, falsch, nicht in der richtigen Weise erziehen, verwöhnen, zu dicht stehende junge Pflanzen herausziehen, vereinzeln’, reflexiv ‘allmählich weiterziehen und verschwinden, sich (unauffällig) entfernen’, ahd. firziohan ‘wegnehmen, entziehen, falsch erziehen’ (8. Jh.), mhd. verziehen ‘auseinanderziehen, herausziehen, entfernen, hinziehen, aufschieben, verzögern’; Verzug m. ‘Verzögerung, Rückstand im Erfüllen einer Verpflichtung’, mhd. verzuc, verzoc, auch ‘Einspruch, Einwand’. vollziehen Vb. ‘in die Tat umsetzen, ausführen, vollstrecken’, reflexiv (seit 19. Jh.) ‘vor sich gehen, geschehen, ablaufen’, ahd. fol(l)aziohan ‘unterstützen helfen, vollenden’ (8. Jh.), mhd. vol(le)ziehen ‘vollständig ziehen, ausführen, unterstützen, gemäß verfahren, genügen, befriedigen’, eigentlich ‘etw. bis zum Ende, zum Ziele ziehen’; Vollzug m. ‘Verwirklichung, Ausführung, Vollstreckung’, mhd. volzuc. vorziehen Vb. ‘nach vorn ziehen, hervorziehen, vor etw. ziehen, bevorzugen, lieber mögen, für später Vorgesehenes auf einen früheren Zeitpunkt legen, zuerst in Angriff nehmen’, ahd. furiziohan ‘hervorziehen, vorbringen, etw., jmdn. vorziehen’ (10. Jh.), mhd. vür-, vorziehen (frühnhd. für-, vorziehen) ‘vorführen (Pferd), darlegen, anführen, geltend machen, vorenthalten’; Vorzug m. ‘Vergünstigung, Vorteil, Vorrang, Vorrecht’, mhd. vürzuc, vürzoc (frühnhd. Für-, Vorzug); auch im Sinne von ‘wertvolle, vortreffliche Eigenschaft, Vorzüglichkeit, gute Seite’ (seit 17. Jh.); vorzüglich Adj. ‘hervorragend, ausgezeichnet, vortrefflich’ (18. Jh.). zuziehen Vb. ‘durch Heranziehen schließen, zusammenziehen, festziehen, herbeirufen, von auswärts an den hiesigen Ort ziehen’, sich etw. zuziehen (z. B. etw. Übles, eine Krankheit, 18. Jh.), ahd. zuoziohan ‘anziehen, (die Bogensehne) spannen’ (um 1000), mhd. zuoziehen ‘zuziehen, zufügen, schließen, entgegenziehen, jmdm. zusetzen’; zuzüglich Präp. (besonders in der Kaufmannssprache) ‘hinzukommend, hinzuzurechnen’ (20. Jh.), wohl nach abzüglich (s. oben) gebildet.

Thesaurus

Synonymgruppe
(eine Schraube) anziehen · festdrehen · festschrauben · festziehen
Synonymgruppe
(einen) Schritt zulegen · beschleunigen (aktiv) · volle Kraft voraus fahren  ●  (die) Geschwindigkeit erhöhen  Hauptform · (Tempo) anziehen  ugs. · (die) Schlagzahl erhöhen  ugs. · (eine) Schippe zulegen  ugs. · (eine) Schüppe Kohlen drauflegen  ugs., ruhrdt. · (einen) Schlag zulegen  ugs. · (einen) Zahn zulegen  ugs. · (mehr) Tempo machen  ugs. · Gas geben  ugs. · Gummi geben  ugs. · Kette geben  ugs. · auf die Tube drücken  ugs., veraltend · aufs Tempo drücken  ugs. · reinhauen  ugs. · schneller machen  ugs.
Assoziationen
  • Beeil dich!  Hauptform · (ein) bisschen dalli!  ugs. · (mach) schnell!  ugs. · (na los) Bewegung!  ugs. · (na) wird's bald?  ugs. · (und zwar) ein bisschen plötzlich!  ugs. · Aber zackig jetzt!  ugs. · Beeilung!  ugs. · Beweg deinen Arsch!  derb · Brauchst du 'ne (schriftliche) Einladung?  ugs., variabel · Brauchst du (erst noch) 'ne Zeichnung?  ugs. · Dann mal ran!  ugs. · Drück auf die Tube!  ugs., veraltet · Geht das (eventuell) auch ein bisschen schneller?  ugs., variabel · Gib Gummi!  ugs., salopp · Gib ihm!  ugs. · Hau rein!  ugs., salopp · Heute noch?  ugs., ironisch · Jetzt aber dalli!  ugs., variabel · Jib Jas Justav, 's jeht uffs Janze!  ugs., Spruch, berlinerisch · Komm in die Gänge!  ugs. · Kutscher, fahr er zu! (pseudo-altertümelnd)  ugs., ironisch · Lass gehen!  ugs. · Lass jucken, Kumpel!  ugs., veraltet · Lass schnacken!  ugs. · Lass was passieren!  ugs. · Leg ma ne Schüppe Kohlen drauf!  ugs., Spruch, ruhrdt., veraltet · Leg mal 'nen Zahn zu!  ugs. · Mach fix!  ugs. · Mach hin!  ugs. · Mach hinne!  ugs., regional · Mach schon!  ugs. · Mach voran! (Betonung auf 1. Silbe, norddt.)  ugs. · Mach zu!  ugs., norddeutsch · Nicht einschlafen!  ugs. · Nichts wie ran!  ugs. · Noch einen Schritt langsamer, und du gehst rückwärts.  ugs., Spruch, ironisch · Pass auf, dass du nicht Wurzeln schlägst.  ugs., übertreibend · Pass auf, dass du nicht einschläfst!  ugs., übertreibend, variabel · Schick di!  ugs., alemannisch · Schlaf nicht ein!  ugs., variabel · Was stehst du hier noch rum!?  ugs. · Wie wär's mit ein bisschen Beeilung?  ugs. · Wir haben nicht den ganzen Tag Zeit!  ugs., Spruch · Wird das heut(e) noch was?  ugs., ironisch · avanti!  ugs. · dalli, dalli!  ugs. · hopp hopp!  ugs. · los (los)!  ugs. · worauf wartest du?  ugs. · zack zack!  ugs. · zacki, zacki!  ugs.
Synonymgruppe
(sich / jemandem) Kleidung anlegen · (sich / jemanden) ankleiden · (sich / jemanden) anziehen · (sich / jemanden) bekleiden  ●  (sich) schmeißen in  ugs. · (sich) werfen in  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
(sich) verteuern · anziehen (Preis) · im Preis steigen · steigen (Preis) · teurer werden
Assoziationen
Synonymgruppe
(etwas) anlegen (Kleidung)  ●  (sich etwas) umbinden (Kleidung)  Hauptform · (etwas) anziehen  ugs.
Oberbegriffe
Synonymgruppe
(Kleidung) anlegen · (hinein)schlüpfen (in) · (sich / jemandem) Kleidung anlegen · (sich / jemanden) ankleiden · (sich / jemanden) anziehen · (sich / jemanden) bekleiden · (sich) werfen (in) · steigen (in)  ●  (ein Kleidungsstück) anziehen  Hauptform · (sich) schmeißen in  ugs. · (sich) werfen in  ugs. · antun  geh.
Assoziationen
Synonymgruppe
anziehen · auftun  ●  aufsetzen (Hut, Mütze)  Hauptform
Oberbegriffe
Synonymgruppe
anwinkeln (Arm, Bein) · anziehen · beugen

Typische Verbindungen zu ›anziehen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›anziehen‹.

Verwendungsbeispiele für ›anziehen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mitten im Ödland bildeten sich angezogen von den Hotels kleine Gemeinschaften. [Die Zeit, 14.01.2013, Nr. 02]
Dann zieht er sich wieder an und geht nach Hause. [Schwarzer, Alice: Der »kleine Unterschied« und seine großen Folgen, Frankfurt a. M.: Fischer-Taschenbuch-Verl. 1977 [1975], S. 108]
Das gemeinsame Singen zog nun die tieferen Töne langsam an. [Reile, Bonifaz (Hg.), Kneipp, Sebastian. Das große Kneippbuch, München: Beckstein 1939 [1903], S. 1005]
Von Glucks steigendem Ruhm angezogen, ging er bei diesem in die Schule. [o. A.: S. In: Brockhaus-Riemann-Musiklexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1989], S. 2929]
Ich genieße gern das Leben, ich esse gern, und ich ziehe mich gern gut an. [Die Zeit, 09.03.2000, Nr. 11]
Zitationshilfe
„anziehen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/anziehen>.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
anzicken
anzetteln
anzestral
anzelten
anzeigepflichtig
anziehend
anzielen
anzischen
anzittern
anzockeln