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apodiktisch

Grammatik Adjektiv · Komparativ: apodiktischer, Steigerung selten, Superlativ ungebräuchlich
Aussprache  [apoˈdɪktɪʃ]
Worttrennung apo-dik-tisch
Herkunft zu apodeiktikósgriech (ἀποδεικτικός) ‘schlüssig beweisend’ < apodeiknýnaigriech (ἀποδεικνύναι) ‘vorzeigen, nachweisen’
eWDG

Bedeutung

gehoben keinen Widerspruch duldend
Beispiele:
etw. apodiktisch erklären
etw. mit apodiktischer Bestimmtheit, in apodiktischer Form behaupten
[ein Redner] der apodiktische Sätze zu prägen die Gewohnheit hat [ WerfelVerdi55]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

apodiktisch Adj. ‘keinen Widerspruch zulassend, nicht widerlegbar, unumstößlich’. Das seit der 1. Hälfte des 18. Jhs. gebräuchliche, vornehmlich der Sprache der Philosophie angehörende Adjektiv beruht auf lat. apodīcticus ‘schlüssig beweisend’, dem gleichbed. griech. apodeiktikós (ἀποδεικτικός) vorausgeht, das zum Verb griech. apodeiknýnai (ἀποδεικνύναι) ‘vorzeigen, nachweisen’ gebildet ist; vgl. griech. deiknýnai (δεικνύναι) ‘zeigen’ und apó- (ἀπό-) ‘weg-, ab-’. Zuvor findet sich in dt. Texten schon das Adverb in lat. Form apodictice (2. Hälfte 17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
apodiktisch · die Wahrheit für sich gepachtet haben · dogmatisch · doktrinär · einzig richtig · ideologisch · keinen Widerspruch duldend · keinen Widerspruch zulassend · mit dem Anspruch unbedingter Geltung (behaupten) · mit dem Anspruch unbedingter Gültgkeit (auftretend) · rechthaberisch  ●  allein seligmachend  auch figurativ
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›apodiktisch‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›apodiktisch‹.

Verwendungsbeispiele für ›apodiktisch‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wahrscheinlich ist dieser Satz des apodiktischen Rechtes absichtlich so allgemein formuliert. [Reicke, B.: Namenglaube. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 12991]
Wenn er befiehlt, befiehlt er nicht apodiktisch, und wenn er gehorcht, nicht unterwürfig. [Die Zeit, 12.06.2008, Nr. 25]
Außerdem aber fiel es den Autoren vor dem Ende der Aufklärung schlicht leichter, apodiktisch aufzutreten. [Süddeutsche Zeitung, 25.09.1997]
Darin kann ich Ihnen, zumindest in dieser apodiktischen Form, nicht folgen. [Die Welt, 30.07.2004]
Nein, so apodiktisch will er das heute nicht mehr verstanden wissen. [Die Welt, 24.09.1999]
Zitationshilfe
„apodiktisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/apodiktisch>.

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