appetitlich

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungap-pe-tit-lich
HerkunftFranzösisch
WortzerlegungAppetit-lich
eWDG, 1967

Bedeutung

zum Essen anregend, lecker
Beispiele:
etw. ist, riecht appetitlich, ist appetitlich verpackt, zubereitet, zurechtgemacht
ein appetitliches Aussehen
ein appetitliches Brötchen
umgangssprachlich, übertragen adrett, sauber
Beispiele:
ein appetitliches Mädchen
ein nicht sehr appetitlicher Bursche
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Appetit · appetitlich
Appetit m. ‘Eßlust’, entlehnt (Anfang 15. Jh.) aus afrz. mfrz. apetit ‘heftiges Verlangen, Gelüsten, Eßlust’ (frz. appétit) oder unmittelbar aus dessen Vorstufe lat. appetītus ‘Verlangen, Begierde’ (spätlat. mlat. auch ‘Eßlust’), zu lat. appetere ‘Verlangen haben, begehren’ (vgl. lat. petere ‘nach etw. langen, verlangen, begehren’ und ad- ‘zu, an, hin(zu), heran, herbei’). Im Dt. herrscht anfangs die allgemeine Bedeutung ‘Verlangen, Begierde’ vor, die spezielle Verwendung ‘Verlangen nach angenehmer Speise, Lust am Essen’ setzt sich erst im 17. Jh. durch und wird vorher (vereinzelt noch bis ins 18. Jh.) durch im Kontext enthaltene Hinweise oder erklärende Zusätze (Appetit der Speise, zum Essen u. ä.) verdeutlicht. appetitlich Adj. ‘verlockend, den Appetit anregend’; zunächst ‘Verlangen erregend’ (Fischart 1575), vom 17. Jh. an ‘Verlangen bewirkend’, seit dem 18. Jh. häufiger auf Speisen bezogen.

Thesaurus

Synonymgruppe
appetitlich · ↗delektabel · ↗delikat · ↗deliziös · ↗ergötzlich · kulinarischer (Hoch-)Genuss · ↗köstlich · ↗lecker · lukullischer (Hoch-)Genuss · mundend · ↗schmackhaft · ↗wohlschmeckend  ●  (da) könnte ich mich reinlegen  ugs. · ↗gluschtig  ugs., schweiz. · schmeckt nach mehr  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(da) läuft einem das Wasser im Mund(e) zusammen · ↗appetitanregend · appetitlich · nach mehr schmecken
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anblick Auslage Aussehen Duft Farbe Frucht Happen Häppchen Portion Speis Wurm angerichtet anrichten aussehen aussehend besonders duften eben frisch gerade höchst hübsch klingen möglichst riechen sauber servieren verpacken wenig weniger

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›appetitlich‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eine weiße Küche wirkt sauber, appetitlich, glatt - aber manchmal etwas zu kühl und sachlich.
o. A.: Das Buch vom Wohnen, Hamburg: Orbis GmbH 1977, S. 324
Durch Kochen, Braten und Backen entsteht das appetitlich duftende Stoffgemisch.
Morgner, Irmtraud: Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura, Berlin: Aufbau-Verl. 1974, S. 335
Am Spätnachmittag können noch ein Glas Sekt und einige appetitlich angerichtete Schnittchen gereicht werden.
Giesder, Gabriele: Gutes Benehmen, Düsseldorf: Econ-Taschenbuch-Verl. 1991 [1986], S. 97
Eine weiße Küche wirkt sauber, appetitlich, glatt - aber manchmal etwas zu kühl und sachlich.
o. A.: Das Buch vom Wohnen, Hamburg: Orbis GmbH 1977, S. 324
Um sie von beidem zu befreien, mussten wir sie appetitlicher machen.
Die Zeit, 06.06.2005, Nr. 23
Zitationshilfe
„appetitlich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/appetitlich>, abgerufen am 23.04.2019.

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