approbiert

Grammatikpartizipiales Adjektiv
Worttrennungap-pro-biert (computergeneriert)
Grundformapprobieren
Wortbildung mit ›approbiert‹ als Letztglied: ↗vollapprobiert
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

als Arzt oder Apotheker zur Berufsausübung staatlich zugelassen, anerkannt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

approbiert · Approbation
approbiert Adj. ‘zur Berufsausübung zugelassen’. Das die in einer Prüfung nachgewiesene und staatlich anerkannte Qualifikation als Arzt oder Apotheker kennzeichnende Part.adj., das sich in dieser Verwendung seit dem 17. Jh. findet, gehört zu dem vom 15. Jh. an geläufigen, heute nicht mehr gebräuchlichen Verb approbieren ‘billigen, anerkennen’, einer Entlehnung des gleichbed. lat. approbāre, vgl. lat. probāre ‘prüfen, gutheißen, billigen’ und ad- ‘zu, an, hin(zu), heran, herbei’. Approbation f. ‘Billigung, Zulassung’, namentlich ‘staatliche Anerkennung als Arzt oder Apotheker’, entlehnt (15. Jh.; anfangs approbacie) von lat. approbātio (Genitiv approbātiōnis) ‘Zustimmung, Anerkennung’.

Thesaurus

Synonymgruppe
approbiert · staatlich zugelassen
Assoziationen
Synonymgruppe
abgenommen · abgesegnet · approbiert · autorisiert · freigegeben · gebilligt · genehmigt · gutgeheißen
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Papst

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›approbiert‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ein religiöser R. ist nicht nur sozial approbiert, sondern auch sanktioniert, d. h. er gilt als heilig.
Mühlmann, W. E.: Ritus. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 31978
Die Akten konnten erst 1822 von der Propaganda approbiert und gedruckt werden.
o. A.: Die Kirche in der Gegenwart. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1971], S. 2153
Der Text ist vom Politbüro approbiert, da kann nichts schiefgehen.
Der Spiegel, 18.11.1985
In ihnen bekundete es seinen Willen, seine Entscheidungen nach eigenem Ermessen und Gewissen zu treffen, nicht kurzerhand zu approbieren, was ihm vorgeschlagen oder vorgelegt wurde.
o. A.: Die Weltkirche im 20. Jahrhundert. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1979], S. 6705
Also bis auf die Theologie kann man so ziemlich für alle Gebiete der menschlichen Tätigkeit von der "Universität" graduiert und approbiert werden.
Berliner Tageblatt (Abend-Ausgabe), 03.03.1931
Zitationshilfe
„approbiert“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/approbiert>, abgerufen am 25.06.2019.

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