arbeitsscheu

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungar-beits-scheu (computergeneriert)
WortzerlegungArbeitscheu
eWDG, 1967

Bedeutung

geregelter Arbeit abhold, faul
Gegenwort zu arbeitswillig
Beispiele:
ein arbeitsscheues Element, arbeitsscheuer Geselle
statt den Arbeitsscheuen mit sich ins Polizeigewahrsam abzuführen [G. Hauptm.Quint1,48]

Thesaurus

Synonymgruppe
(der) Arbeit aus dem Weg(e) gehen · (sich) drücken (vor) · arbeitsscheu (sein) · vor der Arbeit weglaufen  ●  (die) Arbeit nicht erfunden haben  fig. · (der) Arbeitswille fehlt  fachspr., Jargon, variabel · ↗(sich) verpissen  derb · ↗arbeitsunlustig (sein)  geh. · ↗arbeitsunwillig (sein)  geh. · mangelnde Arbeitsbereitschaft (an den Tag legen)  fachspr., Jargon, variabel
Oberbegriffe
  • nicht ausstehen können · nicht leiden können · nicht leiden mögen  ●  nicht mögen  Hauptform · auf den Tod nicht ausstehen können (Verstärkung)  ugs. · nicht abkönnen  ugs. · nicht haben können  ugs. · nicht riechen können  ugs., fig. · nicht verknusen können  ugs., regional
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Arbeitslose Element Gesindel Parasit Sozialhilfeempfänger Verhalten asozial faul

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›arbeitsscheu‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie sind radikal vergnügungssüchtig, arbeitsscheu, geldgeil, wehleidig, eitel, verantwortungslos und latent triebhaft.
Süddeutsche Zeitung, 18.01.1996
Ihr Mann dagegen sei arbeitsscheu und nehme ihr die Groschen weg.
Die Zeit, 14.09.1950, Nr. 37
Von dort werden die zahlreichen arbeitsscheuen Elemente, die jetzt der Fürsorge anheimfallen, noch in das Generalgouvernement abzuschieben sein.
o. A.: Zwanzigster Tag. Freitag, 14. Dezember 1945. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1945], S. 29006
Die Leute, die ins Arbeitshaus kommen, sind rohe, moralisch gesunkene, arbeitsscheue Individuen.
Friedländer, Hugo: Die Vorgänge in der Provinzial-Arbeitsanstalt zu Brauweiler vor Gericht. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1913], S. 24273
Ein arbeitsscheuer Zeitgenosse, der mit seiner Frau und seinen beiden Kindern vom Betteln lebt, geht in ein Elektrogeschäft und läßt sich dort Radioapparate vorführen.
Zimmermann, Theo: Der praktische Rechtsberater, Gütersloh: Bertelsmann [1968] [1957], S. 374
Zitationshilfe
„arbeitsscheu“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/arbeitsscheu>, abgerufen am 22.10.2019.

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