arbiträr

Aussprache
Worttrennungar-bi-trär · ar-bit-rär (computergeneriert)
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

bildungssprachlich dem Ermessen überlassen, beliebig; nach Ermessen, willkürlich

Thesaurus

Medizin
Synonymgruppe
beliebig · frei wählbar · nach dem Zufallsprinzip · ↗stichprobenartig · ↗wahlfrei · ↗wahllos · ↗willkürlich · zufallsbasiert · zufallsgesteuert · ↗zufällig  ●  ↗akzidentell  fachspr. · ↗akzidentiell  fachspr. · arbiträr  geh., bildungssprachlich
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Diese bilden sozusagen nur die Ornamentik und sind gänzlich arbiträr.
Der Tagesspiegel, 26.04.2001
Das schränkt die Möglichkeiten der Variation sehr ein und schließt jede Art von arbiträren Entscheidungen aus.
Luhmann, Niklas: Soziale Systeme, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1984, S. 8
Dieser strenge Formalismus macht daher überall erst bei patriarchaler Entwicklung der Justiz einer elastischeren, schließlich zuweilen völlig arbiträren Strafzumessung Platz.
Weber, Max: Wirtschaft und Gesellschaft. In: Weber, Marianne (Hg.), Grundriß der Sozialökonomik, Tübingen: Mohr 1922 [1909-1914, 1918-1920], S. 602
Wo es keinen Raum mehr gibt, dessen Überwindung Ausdauer und Mühe kostet, wird der Zusammenhang von Aufbruch und Ankunft arbiträr.
Süddeutsche Zeitung, 06.03.1999
Weil Kultur als Ganzes fragwürdig, arbiträr geworden ist, haben wir Konsum-Kultur, Körper-Kultur, Kino-Kultur, Kneipen-Kultur.
Die Zeit, 05.04.1996, Nr. 15
Zitationshilfe
„arbiträr“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/arbiträr>, abgerufen am 22.11.2019.

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