argumentieren

Grammatik Verb · argumentiert, argumentierte, hat argumentiert
Aussprache 
Worttrennung ar-gu-men-tie-ren
Herkunft Latein
eWDG, 1967

Bedeutung

einen Beweis führen, Argumente vorbringen
Beispiele:
gegen etw., jmdn. argumentieren
mit Sachkenntnis argumentieren
um nach gewissen Begriffen deutscher Ritterlichkeit zu argumentieren [ TucholskyDeutschland159]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Argument · argumentieren · Argumentation
Argument n. ‘Beweis, Beweismittel’, bis ins 18. Jh. auch ‘Darstellung’, mhd. argument, entlehnt aus gleichbed. lat. argūmentum, eigentlich ‘was der Erhellung und Veranschaulichung dient’, zu lat. arguere ‘deutlich zu erkennen geben, klarmachen, erhellen, beweisen’, eigentlich ‘im hellen Lichte zeigen’. argumentieren Vb. ‘(als) Beweis (an)führen’ (Anfang 16. Jh.), nach gleichbed. lat. argūmentārī. Argumentation f. ‘Beweisführung, Begründung’ (Anfang 16. Jh.), argūmentātio (Genitiv argūmentātiōnis).

Thesaurus

Synonymgruppe
(eine) Begründung abgeben · Argumente aufzählen · Argumente darlegen · Argumente finden (für) · Argumente liefern · Argumente vorbringen · Gründe anführen · Gründe beibringen · Gründe finden · Gründe liefern · Gründe nennen · Gründe vorbringen · Gründe vortragen · argumentativ untermauern · argumentieren · ↗begründen · ↗erklären · ↗legitimieren · ↗rechtfertigen · verargumentieren
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›argumentieren‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›argumentieren‹.

Verwendungsbeispiele für ›argumentieren‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie hatten argumentiert, eine so wichtige Frage dürfe nicht ohne ein Referendum entschieden werden.
Süddeutsche Zeitung, 22.10.2004
Und sich auch selbst zu verstehen, warum argumentiere ich so?
Der Tagesspiegel, 03.01.2004
Aber das ist sicherlich gut im politischen Kampf, da muß man so argumentieren.
Tucholsky, Kurt: An Hedwig Müller, 13.09.1935. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1935], S. 16547
Er argumentiert, so tief er ins Geistige stößt, historisch-geographisch und wirtschaftsgeschichtlich.
Heimpel, Hermann: Über die Epochen der mittelalterlichen Geschichte. In: ders., Der Mensch in seiner Gegenwart, Göttingen: Vandenhoek & Ruprecht 1957 [1947], S. 47
In dieser Weise zu argumentieren, ist heute angesichts mancher elitärer Gruppen nicht mehr selbstverständlich.
o. A.[Autorenkollektiv am Psychologischen Institut der Freien Universität Berlin]: Sozialistische Projektarbeit im Berliner Schülerladen Rote Freiheit. Frankfurt: Fischer Bücherei 1971, S. 49
Zitationshilfe
„argumentieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/argumentieren>, abgerufen am 30.11.2020.

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