atavistisch

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungata-vis-tisch (computergeneriert)
GrundformAtavismus
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

a)
fachsprachlich den Atavismus betreffend, zu ihm gehörig, auf ihm beruhend
b)
bildungssprachlich, abwertend in Gefühlen, Gedanken, Handlungen usw. einem früheren, primitiven Stadium der Menschheit entsprechend

Thesaurus

Synonymgruppe
atavistisch · ↗steinzeitlich · ↗uralt · ↗ursprünglich

Typische Verbindungen
computergeneriert

Angst Bedürfnis Element Gefühl Ideologie Impuls Instinkt Reflex Regung Relikt Ritual Rückfall Traum Trieb Zug anmutend geradezu

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›atavistisch‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Löwen, hieß es, taugten einfach nicht dazu, atavistische Schrecken zu verkörpern.
Die Welt, 23.08.2005
Doch ist der Triumph atavistischer Mächte kein Sieg auf Dauer.
Die Zeit, 06.04.1990, Nr. 15
Auch wenn man frei war von atavistischen Kavalierbegriffen, war es anständiger, ein solches Opfer abzulehnen.
Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 92
Trotzdem erscheint zuweilen auch ein Schuß medialer Anlage, eine atavistische Fähigkeit zu parapsychischen Erscheinungen, vor allem zu atavistischem Hellsehen.
Bloch, Ernst: Das Prinzip Hoffnung Bd. 3, Berlin: Aufbau-Verl. 1956, S. 275
Die Romantik, auch Hegel, kannte und ehrte Ahnung einzig in diesem atavistischen, abergläubischen, heute gänzlich trivial gewordenen Sinn.
Bloch, Ernst: Das Prinzip Hoffnung Bd. 1, Berlin: Aufbau-Verl. 1954, S. 150
Zitationshilfe
„atavistisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/atavistisch>, abgerufen am 15.11.2019.

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