attributiv

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung at-tri-bu-tiv
Wortzerlegung Attribut -iv
eWDG

Bedeutung

Sprachwissenschaft als Attribut
Beispiele:
viele Eigenschaftswörter stehen attributiv beim Substantiv
ein Adjektiv attributiv gebrauchen
attributive Adjektive
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Attribut · attributiv
Attribut n. ‘charakteristisches Merkmal, Kennzeichen, Beifügung’, entlehnt (Anfang 17. Jh.) aus mlat. attributum ‘(als charakteristisch und wesentlich) zugeschriebene Eigenschaft, Wesensmerkmal’, einer Substantivierung des neutralen Part. Perf. lat. attribūtum ‘zugeteilt, beigefügt’ von lat. attribuere ‘zuteilen, verleihen’; vgl. lat. tribuere ‘(zu)teilen, erweisen, zuschreiben’ (s. Tribut) und ad- ‘zu, an, hin(zu), heran, herbei’. Zunächst in lat. Flexion (Plur. Attributa), seit Mitte des 18. Jhs. vorwiegend in eingedeutschter Form (Gottsched 1741, Lessing 1766, sehr oft bei Herder seit 1769). Die Verwendung als grammatischer Terminus im Sinne von ‘Beifügung’ findet sich seit den 30er Jahren des 19. Jhs. (u. a. bei J. Grimm 1837) neben dem seit etwa 1800 bezeugten gleichbed. Attributiv n. attributiv Adj. ‘als Attribut, beifügend’ (Anfang 19. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›attributiv‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›attributiv‹.

Verwendungsbeispiele für ›attributiv‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In der zweiten Übung kommt es darauf an, attributiv gebrauchte Adjektive zu finden. [Brumme, Gertrud-Marie: Muttersprache im Kindergarten, Berlin: Volk u. Wissen 1981 [1966], S. 176]
Das attributive Werkzeug des S.s ist in der Regel der Spaten, seltener die Hacke. [o. A.: Lexikon der Kunst - S. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1994], S. 28020]
Der Morgenstern wurde vielfach als Bauernwaffe bis ins 19. Jh. in revolutionären Erhebungen und auch entsprechend attributiv verwendet. [o. A.: Lexikon der Kunst - S. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1994], S. 34509]
Die Eddingzeichnungen des Malers Dominik Wohak setzen sich in der Serie zu einem "attributiven Porträt" einer Person zusammen. [Süddeutsche Zeitung, 29.07.2002]
Zitationshilfe
„attributiv“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/attributiv>.

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