aufatmen

GrammatikVerb · atmet auf, atmete auf, hat aufgeatmet
Aussprache
Worttrennungauf-at-men (computergeneriert)
Wortzerlegungauf-atmen
eWDG, 1967

Bedeutung

einmal tief und hörbar atmen
Beispiele:
tief, behaglich, aus tiefster Brust aufatmen
ein Aufatmen ging durch den Saal
[sie kam] laufend herbei […] und stellte sich aufatmend ihm gegenüber [Th. MannKröger9,217]
bildlich sich erlöst fühlen
Beispiele:
nach schwerer Zeit konnte, durfte sie endlich (befreit) aufatmen
Wie von einem Alp erlöst, atmete Marie […] auf [Ebner-Eschenb.2,278]

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemandem) fällt eine Last vom Herzen · (jemandem) fällt eine schwere Last von der Seele · (jemandem) wird leicht ums Herz · (sich) befreit fühlen · aufatmen (können) · erleichtert (sein) · ↗heilfroh (sein)  ●  (jemandem) fällt ein Stein vom Herzen  fig. · (jemandem) den Tag retten  ugs.
Assoziationen
  • befreit · entlastet · erleichtert · erlöst · ↗heilfroh · von Herzen froh (dass)
  • erleichtert (sein) · ↗heilfroh (sein)  ●  aufatmen (können)  fig.
Synonymgruppe
erleichtert (sein) · ↗heilfroh (sein)  ●  aufatmen (können)  fig.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • (es) hätte nicht viel gefehlt (und ...) · (wohl) einen Schutzengel gehabt haben · Glück im Unglück haben · glimpflich ausgehen · glimpflich davonkommen · keinen größeren Schaden nehmen  ●  mit einem blauen Auge davonkommen  fig. · noch einmal Glück gehabt haben  ugs.
  • (noch einmal) Glück gehabt · glücklich davonkommen  ●  (noch einmal) Schwein gehabt  ugs.
  • puh  ugs. · ↗uff  ugs., Hauptform
  • (es) ist ein Glück (dass) · dem Himmel sei Dank · ↗glücklicherweise · ↗gottlob  ●  (Dem Herrn) sei's getrommelt und gepfiffen.  scherzhaft, variabel · zum Glück  Hauptform · Gott sei Dank  ugs.
  • (jemandem) fällt eine Last vom Herzen · (jemandem) fällt eine schwere Last von der Seele · (jemandem) wird leicht ums Herz · (sich) befreit fühlen · aufatmen (können) · erleichtert (sein) · ↗heilfroh (sein)  ●  (jemandem) fällt ein Stein vom Herzen  fig. · (jemandem) den Tag retten  ugs.
  • (auf etwas) gut verzichten können · (einer Sache) keine Träne nachweinen · froh sein, dass etwas vorbei ist · heilfroh sein (dass)  ●  (bestimmt) nicht traurig sein (dass / wenn)  ugs. · (etwas ist) kein großer Verlust  ugs. · drei Kreuze machen  ugs., fig.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Allergiker Anlieger Anwohner Asthmatiker Autofahrer Bewohner Börsianer Fußball-Deutschland Fußball-Fan Geschäftsleute Hausbesitzer Hotelier Häuslebauer Kleingärtner Landwirt Raucher Tourismusbranche Verantwortlicher atmen durchatmen einmal endlich erleichtert erstmal förmlich hörbar insgeheim sichtlich tief vorerst

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›aufatmen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nachdem sie ein Interview mit ihm geführt hatte, atmete die Redaktion auf.
Süddeutsche Zeitung, 27.04.2002
Ein Land atmet auf, weil Politiker ankündigen, was sie nicht tun wollen.
Der Tagesspiegel, 16.07.2001
Die andern aber, die so lange stillgeschwiegen hatten, atmeten auf.
Heller, Gisela: Märkischer Bilderbogen, Berlin: Berlin Verlag der Nation 1978, S. 275
Als wir an den schmalen Pfad kamen, atmete sie ersichtlich auf.
Keller, Paul: Ferien vom Ich, München: Bergstadtverl. Korn 1963 [1915], S. 171
Gewiß haben die Mütter erleichtert aufgeatmet, als die letzte preußische Hose um die Ecke verschwunden war.
Bergg, Franz: Ein Proletarierleben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1913], S. 8756
Zitationshilfe
„aufatmen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/aufatmen>, abgerufen am 16.12.2019.

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