aufbegehren

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungauf-be-geh-ren
Wortzerlegungauf-begehren
eWDG, 1967

Bedeutung

gehoben sich auflehnen, empören
Beispiele:
gegen seine Unterdrücker, gegen das Schicksal, Gott (laut, zügellos) aufbegehren
wilde Verzweiflung begehrte in ihm auf
ein dumpfes Aufbegehren
Und keiner, der aufzubegehren wagt [TucholskyDeutschland98]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

begehren · Begehr · begehrlich · begehrenswert · aufbegehren
begehren Vb. ‘wünschen, verlangen’. Ahd. gerōn (8. Jh.), mhd. gern sind wie die dazugehörige Präfixbildung mhd. begern, begirn Ableitungen von einem Adjektiv, das in ahd. (8. Jh.), mhd. ger ‘begierig, verlangend’ bewahrt ist. Zu dessen Etymologie und Verwandtschaft s. ↗Gier und ↗gern. Dazu begehrt Part. Prät. ‘erwünscht, erstrebt, gefragt’. An das Verb schließt sich an (heute unübliches) Begehr m. n. mhd. beger ‘Wunsch, Verlangen’ (heute Begehren n., mhd. begern), wozu begehrlich Adj. mhd. begerlich, und begehrenswert Adj. ‘erstrebenswert, verlangend’ (18. Jh.), sowie Begierde, Begier (s. ↗Gier). Verstärkend aufbegehren Vb. ‘sich auflehnen, empören; aufbrausen’ (Ende 18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) auflehnen · (sich) erheben gegen · ↗(sich) sträuben · ↗(sich) widersetzen · aufbegehren · ↗opponieren · ↗protestieren · ↗rebellieren · ↗revoltieren  ●  ↗frondieren  veraltet · (den) Aufstand proben  geh., fig. · ↗aufmucken  ugs.
Assoziationen
Antonyme
  • aufbegehren

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aktionär Autorität Basis Besatzer Besatzung Diktator Diktatur Dominanz Establishment Herrschaft Jugend Koalitionspartner Konvention Minderheit Obrigkeit Regime Schicksal Unrecht Unterdrückung Volk Vorherrschaft Zwang begehren dagegen endlich innerlich laut lautstark offen Übermacht

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›aufbegehren‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In jungen Jahren, in einem Alter, in dem andere noch Mädchen sind, da begehrte sie schon auf.
Der Tagesspiegel, 13.08.2004
Früher hätten sie sich nie gewagt, gegen rassistische Übergriffe aufzubegehren.
Die Zeit, 21.06.1996, Nr. 26
Was die Ärzte, die weißen Herren, sagten, wurde befolgt, keine wagte, dagegen aufzubegehren.
Venske, Regula: Marthes Vision, Frankfurt am Main: Eichborn Verlag 2006, S. 219
Peter hat nicht mehr die Kraft, gegen das Schicksal aufzubegehren.
Horster, Hans-Ulrich [d.i. Rhein, Eduard]: Ein Herz spielt falsch, Köln: Lingen 1991 [1950], S. 600
Da man sich selbst als Last und Bittsteller empfindet, mag man auch nicht aufbegehren.
Klee, Ernst: Behinderten-Report, Frankfurt a. M.: Fischer Taschenbuch-Verl. 1981 [1974], S. 170
Zitationshilfe
„aufbegehren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/aufbegehren>, abgerufen am 17.02.2019.

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