aufbiegen

GrammatikVerb · biegt auf, bog auf, hat aufgebogen
Aussprache
Worttrennungauf-bie-gen (computergeneriert)
Wortzerlegungauf-biegen
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
etw. auseinanderbiegen
Beispiele:
die Klemme, eine Haarnadel aufbiegen
Mit der linken Hand machte er sich daran, die Finger aufzubiegen [UhseBertram535]
2.
etw. nach oben biegen
Beispiele:
Hausschuhe mit aufgebogenen Spitzen
Wohl bog das Kind bisweilen das Köpfchen zu dem seinen auf [Storm5,202]
ihre stolze Nase ... war, von der einen Seite gesehn, ein wenig aufgebogen [MusilMann916]

Typische Verbindungen
computergeneriert

Gitterstab Stab biegen verkeilen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›aufbiegen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Beamten bogen die Stäbe auf, befreiten ihn aus seiner misslichen Lage.
Bild, 05.03.2001
Sie biegt mit ihrem Glauben die Stäbe seiner Seele auf, als sie ihn physisch nicht mehr retten kann.
Die Zeit, 05.04.1996, Nr. 15
Mit aller Vorsicht war es ihm endlich gelungen, den Rand des Nagelkopfes so weit aufzubiegen, daß er ihn mit der Zange fassen konnte.
Apitz, Bruno: Nackt unter Wölfen, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1961 [1958], S. 186
Erst nachdem Feuerwehrleute die Streben mit einem Hydraulikhebel aufgebogen hatten, konnte der Kopf des Mannes aus dem Gitter befreit werden.
Der Tagesspiegel, 03.03.2001
Während bei den meisten Wirbeltieren der mit der Schädelkapsel fest verbundene Oberkiefer unbeweglich ist, können viele Vögel die Spitze ihres Oberschnabels aufbiegen.
Hesse, Richard: Der Tierkörper als selbständiger Organismus, Leipzig u. a.: B. G. Teubner 1910, S. 300
Zitationshilfe
„aufbiegen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/aufbiegen>, abgerufen am 08.12.2019.

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