aufblühen

GrammatikVerb · blühte auf, ist aufgeblüht
Aussprache
Worttrennungauf-blü-hen (computergeneriert)
Wortzerlegungauf-blühen
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
erblühen, sich langsam öffnen
Beispiele:
die Blume, Knospe ist aufgeblüht
voll aufgeblühter Flieder
gehoben, bildlich eine rosige Gesichtsfarbe bekommen
Beispiele:
ihre blassen Wangen blühten beim lebhaften Erzählen auf
ihre Haut, die jetzt rot aufblühte [MusilMann1443]
2.
übertragen sich entfalten
Beispiele:
Viele Städte sind durch Industrie und Gewerbe aufgeblüht
ein aufblühendes Industriegebiet
das geistige Leben begann aufzublühen
Handel und Gewerbe, die Künste blühen auf
ein aufblühendes Geschäft
aufblühender Wohlstand
gehoben eine aufblühende Schönheit
gehoben ein aufblühendes Kind
gehoben sie ist voll aufgeblüht
gehoben das Glück, die Hoffnung blühte in ihrem Herzen auf
gehoben Es war die schmächtige Gestalt eines eben aufgeblühten Mädchens [Storm4,107]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

blühen · erblühen · verblühen · abblühen · aufblühen
blühen Vb. ‘in Blüte stehen’, ahd. bluoen (8. Jh.), mhd. blüe(je)n, asächs. blōjan, mnd. blȫ(y)en, mnl. bloeyen, blōyen, nl. bloeien, afries. blōia, aengl. blōwan, engl. to blow gehören wie ↗Blume, ↗Blüte, ↗Blatt (s. d.) und lat. flōs ‘Blume, Blüte’ (s. ↗Flor, ↗Flora) zu ie. *bhlē-, *bhlō- ‘Blume, Blüte, Blatt, blühen, üppig sprießen’, einer Erweiterung der in griech. phýllon (φύλλον) ‘Blatt’ (s. ↗Chlorophyll), lat. folium ‘Blatt’ (s. ↗Folie, ↗Folio) vorliegenden einfachen Wurzel ie. *bhel-. Offenbar ist hier schon sehr früh eine semantische Verselbständigung gegenüber ie. *bhel- ‘aufblasen, aufschwellen’ (in ↗Ball, s. d.) und seiner Erweiterung *bhlē- (in ↗blähen, ↗blasen, s. d.) eingetreten. Dazu die Präfixverben erblühen ‘aufblühen’, ahd. irbluoen (9. Jh.), mhd. erblüejen; verblühen ‘zu blühen aufhören’, ahd. firbluoen (um 1000), mhd. verblüejen; abblühen (16. Jh., synonym mit verblühen); aufblühen, mhd. ufblüejen (synonym mit erblühen).

Thesaurus

Synonymgruppe
aufblühen · blühen · ↗erblühen
Assoziationen
Antonyme
  • aufblühen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Blume Brasilianer Frühling Gewerbe Handel Klang Knospe Korruption Mauerblümchen Nachtleben Regie Rose Schwarzmarkt Spielmacher Talent Tourismus Veilchen Wüste allmählich blühen förmlich gedeihen geradezu mächtig plötzlich regelrecht richtig sichtlich verwelken wieder

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›aufblühen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Seine sonst so blassen Augen beginnen zu leuchten, das zurückhaltende Wesen blüht auf.
Der Tagesspiegel, 12.03.1999
Ein Stück, eine Dichtung, ist so etwas wie eine Pflanze, der man Zeit geben muß, zu wachsen, aufzublühen.
Die Zeit, 11.10.1985, Nr. 42
Und wo sie nun wieder erblühe, blühe sie schöner und reicher auf.
Hauptmann, Gerhart: Der Narr in Christo Emanuel Quint, Berlin: Aufbau-Verl. 1962 [1910], S. 215
Ein allseitiger Friede ließ das Land aufblühen, stumpfte freilich auch die kriegerische Kraft ab.
Altheim, Franz: Das alte Iran. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 22511
Kultur begann aufzublühen; in ihr wirkten die damals noch unverbrauchten schöpferischen Kräfte des Mittelstandes.
Müller-Blattau, Joseph u. Schmieder, Wolfgang: Händel. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1956], S. 37462
Zitationshilfe
„aufblühen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/aufblühen>, abgerufen am 17.06.2019.

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