aufbleiben

GrammatikVerb · bleibt auf, blieb auf, ist aufgeblieben
Aussprache
Worttrennungauf-blei-ben
Wortzerlegungauf-bleiben
eWDG, 1967

Bedeutung

umgangssprachlich
1.
auf den Beinen bleiben, nicht zu Bett gehen
Beispiele:
die ganze Nacht, bis gegen Morgen bei dem Patienten, bei seinen Büchern, bei Lampenlicht aufbleiben
zu Silvester aufbleiben
da der Arzt ihnen langes Aufbleiben während der Kur verboten habe [Ric. HuchConfalonieri421]
2.
geöffnet bleiben
Gegenwort zu zubleiben
Beispiele:
das Fenster muss wegen der schlechten Luft aufbleiben
die Tür, das Tor blieb auf

Thesaurus

Synonymgruppe
die Nacht durchwachen · die Nacht zum Tage machen · ↗durch...  ●  (eine) Nachtschicht einlegen  ugs., fig. · (sich) die Nacht um die Ohren hauen  ugs., salopp · (sich) die Nacht um die Ohren schlagen  ugs. · aufbleiben  ugs. · ↗durchmachen  ugs. · wachbleiben  ugs.
Assoziationen
  • Nachteule  fig. · ↗Nachtschwärmer  fig.
  • ausgelassene Feier · wilde Party  ●  ↗Sause  ugs.
  • (lange) Filmnacht · Kinonacht · lange Nacht des/der (...)
  • (die) Puppen tanzen lassen · ausgelassen feiern · kräftig feiern  ●  (die) Sau rauslassen  ugs. · ↗(sich) austoben  ugs., fig. · (so richtig) einen draufmachen  ugs. · auf den Putz hauen  ugs. · auf die Pauke hauen  ugs. · die Korken knallen lassen  ugs. · es krachen lassen  ugs. · steil gehen (jugendsprachl.)  ugs.
  • bis Ultimo · bis spät in (...) · bis tief in (...) · bis ultimo · sehr lange (außerhalb einer normalen Zeiteinteilung)  ●  bis in die Puppen  ugs. · bis sehr spät  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Mitternacht Nacht Tür abends bis bleiben lang lange nachts trinken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›aufbleiben‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wahrscheinlich träumen sie davon, einmal so lange aufbleiben zu dürfen.
Die Welt, 23.12.2000
Meistens darf ich bis zwölf aufbleiben, manchmal aber auch länger.
Bild, 27.12.1999
Heute kannst du schon etwas länger aufbleiben, mir zuliebe, nicht wahr?
Sorge, Reinhard Johannes: Der Bettler. In: Bertram, Matthias (Hg.), Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1912], S. 11099
Er ist nicht gewohnt, so lange aufzubleiben und etwas zu trinken.
Fritsch, Gerhard: Fasching, Hamburg: Rowohlt 1967, S. 144
Sie blieb auf und fror und horchte und wartete bis halb drei Uhr.
Grimm, Hans: Volk ohne Raum, München: Langen 1932 [1926], S. 6397
Zitationshilfe
„aufbleiben“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/aufbleiben>, abgerufen am 17.11.2019.

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