auffassen

GrammatikVerb · fasste auf, hat aufgefasst
Aussprache
Worttrennungauf-fas-sen (computergeneriert)
Wortzerlegungauf-fassen
Wortbildung mit ›auffassen‹ als Erstglied: ↗Auffassung
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
etw. geistig voll erfassen, in sich aufnehmen, etw. begreifen
Beispiele:
Melodien, Vokabeln, Erklärungen leicht, schnell auffassen
etw. richtig, den richtigen Sinn auffassen
eine Nachricht nur flüchtig auffassen
etw. nur mit den Ohren auffassen
es waren aufgeweckte ... Knaben, welche schnell auffaßten und begriffen [RaabeHungerpastorI 1,361]
Ich hatte ... den Namen bei der Vorstellung nicht aufgefaßt [Th. Mann12,23]
2.
etw. als etw. auffassenetw. als etw. ansehen
Beispiele:
etw. als Schmeichelei, Heuchelei, Weigerung, als persönliche Beleidigung, als einen Beweis, als seine Lebensaufgabe auffassen
das Licht wird als Wellenbewegung aufgefasst
etw. als gefährlich auffassen
etw. übel, lustig auffassenetw. übel, lustig auslegen, interpretieren
Beispiele:
etw. scherzhaft, freundschaftlich, falsch, beleidigend auffassen
der Regisseur hat das Stück tragisch aufgefasst
daß Tycho in seinem Stolz das viel schwerer auffassen würde [BrodTycho Brahe98]

Thesaurus

Synonymgruppe
auffassen · ↗begreifen · ↗interpretieren · ↗verstehen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Affront Aufforderung Ausdruck Bedrohung Beleidigung Bestätigung Drohung Eingeständnis Einmischung Ermunterung Ermutigung Freibrief Kampfansage Kompliment Kriegserklärung Kränkung Lob Majestätsbeleidigung Mißtrauensvotum Provokation Scherz Signal Sinn Verhöhnung Warnung Zeichen anders fassen wörtlich Äußerung

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›auffassen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber ich warne davor, meine Worte als leere Drohung aufzufassen.
Bild, 26.09.2003
Wir fassen es als Bestätigung unserer Strategie auf, wenn wir kopiert werden.
Der Tagesspiegel, 22.12.1999
Ego muß die Äußerung von Alter als symbolisch verkörpertes Wissen auffassen.
Habermas, Jürgen: Theorie des kommunikativen Handelns - Bd. 1. Handlungsrationalität und gesellschaftliche Rationalisierung, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1981, S. 158
Man kann sie als zu den eigentlichen Variablen duale Variable auffassen.
Krelle, Wilhelm: Produktionstheorie, Tübingen: Mohr 1969 [1961], S. 175
Was ist damit gemeint, und wie haben Sie es aufgefaßt?
o. A.: Einhundertsiebenundvierzigster Tag. Mittwoch, 5. Juni 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 23258
Zitationshilfe
„auffassen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/auffassen>, abgerufen am 21.05.2019.

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