auffressen

GrammatikVerb · frisst auf, fraß auf, hat aufgefressen
Aussprache
Worttrennungauf-fres-sen
Wortzerlegungauf-fressen
eWDG, 1967

Bedeutung

etw. fressen, bis nichts mehr da ist
Beispiele:
die Katze hat die Maus, der Wolf das Lamm (mit Haut und Haaren) aufgefressen
der Hund will sein Futter nicht auffressen
vulgär [vom Menschen:] Du frißt deinen Grünkohl nicht eher auf, / Als bis dein Geld hier liegt zuhauf [Liliencron9,18]
übertragen
jmdn., etw. verschlingen
Beispiele:
salopp jmdn. vor Liebe auffressen wollen
er hat mich mit den Augen fast aufgefressen
die Krankheit, Inflation hatte sein Vermögen, seine Ersparnisse aufgefressen
Konzerne fressen die kleinen Unternehmen auf
salopp Huch, Junge ... ich freß dich reen uff [G. Hauptm.BiberpelzIII]
jmdn. physisch ruinieren
Beispiele:
die viele Arbeit frisst mich noch auf
er wurde aufgefressen von der Sorge [Feuchtw.Teufel220]

Thesaurus

Synonymgruppe
aufessen · auffressen · fressen · ↗hinunterschlingen · ↗verschlingen · ↗vertilgen  ●  in sich hineinschaufeln  ugs. · ↗verputzen  ugs. · ↗wegputzen  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • Nahrungsvakuole  ●  Gastriole  griechisch

Typische Verbindungen
computergeneriert

Effizienzgewinn Ersparnis Fixkosten Inflation Kannibale Krebsgeschwür Larve Lohnerhöhung Lohnsteigerunge Lohnzuwachs Made Meerschwein Mehreinnahme Personalkosten Preissteigerung Preisvorteil Ratte Schuldendienst Tariferhöhung Termite Transaktionskosten Verwaltungskosten Wanze Wild Wurm Währungsverlust buchstäblich fressen förmlich gegenseitig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›auffressen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch das Monster, das sie züchteten, droht sie nun selber aufzufressen.
Süddeutsche Zeitung, 05.03.1997
Und in diesen Fällen frißt dann die Praxis den Wissenschaftler völlig auf.
Die Zeit, 29.06.1962, Nr. 26
Jetzt konnten die anderen Tiere beruhigt sein, denn es war ihm beim besten Willen nicht möglich, sie aufzufressen.
Preußler, Otfried: Die kleine Hexe, Stuttgart: Thienemann 1980 [1957], S. 91
Er hatte inzwischen die dortige Küche verunreinigt und den kleinen Hund aufgefressen.
Rosendorfer, Herbert: Großes Solo für Anton, Zürich: Diogenes 2000 [1976], S. 41
Die überzüchtete Kraft fraß sich selber auf, sie alterten und verendeten frühzeitig.
Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 197
Zitationshilfe
„auffressen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/auffressen>, abgerufen am 22.02.2019.

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