aufgeblasen

Grammatik partizipiales Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung auf-ge-bla-sen
Grundformaufblasen
Wortbildung  mit ›aufgeblasen‹ als Grundform: Aufgeblasenheit
eWDG

Bedeutung

umgangssprachlich, abwertend überheblich, eingebildet
entsprechend der Bedeutung von aufblasen (2)
Beispiele:
er ist ein aufgeblasen Affe, Geck, Narr, Schwätzer, Trottel
ein aufgeblasenes Benehmen
eine aufgeblasene Amtsmiene zur Schau tragen
aufgeblasen umherstolzieren
den der Stolz auf seinen Sohn aufgeblasen und eingebildet gemacht hatte [ BredelEnkel26]

Thesaurus

Synonymgruppe
aufgeblasen · durchdrungen von der eigenen Bedeutsamkeit · geschwollen · großspurig · selbstwichtig · selbstüberzeugt · von sich selbst überzeugt
Assoziationen
Synonymgruppe
(künstlich) hochgepustet · aufgeblasen · aufgebläht · überdehnt  ●  hochgejazzt  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
anmaßend · arrogant · eingebildet · hochmütig · hochnäsig · hält sich für sonst wen · sehr von sich (selbst) eingenommen · stolz · vermessen · versnobt · überheblich  ●  auf dem hohen Ross sitzen  fig., Redensart · dünkelhaft  veraltet · hoffärtig  veraltet · aufgeblasen  ugs. · blasiert  geh. · breitspurig  ugs. · hybrid  geh. · hält sich für Gott weiß wen  ugs. · hält sich für den Größten  ugs., männl. · hält sich für die Größte  ugs., weibl. · hält sich für was Besonderes  ugs. · hält sich für was Besseres  ugs. · kennt (auch) keine kleinen Leute mehr  ugs., scherzhaft-ironisch · trägt die Nase hoch  ugs., fig.
Assoziationen
Synonymgruppe
aufgeblasen · frisiert · gepimpt · getunt · mit allen technischen Finessen (ausgestattet)  ●  hochgezüchtet  abwertend · aufgemotzt  ugs., abwertend
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›aufgeblasen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›aufgeblasen‹.

Verwendungsbeispiele für ›aufgeblasen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auf jemanden, der mich persönlich kannte, mußten die aufgeblasenen Interviews, die ich gegeben hatte, ziemlich lächerlich gewirkt haben. [Moers, Walter: Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 990]
Was diese Person, und nur darum heißt sie lustig, nicht ernst nimmt, ist nur der aufgeblasene Ernst der Anderen. [Süddeutsche Zeitung, 11.09.2004]
Aber ganz offensichtlich geht es auch ohne diesen ganzen aufgeblasenen Apparat. [Süddeutsche Zeitung, 15.07.2004]
Einmal aufgeblasen, nehmen sie eine Höhe von vier Metern ein. [Die Welt, 24.02.2003]
Deshalb wurde alles, was den Euro in irgendeiner Weise schlecht aussehen ließ, sofort aufgeblasen. [Der Tagesspiegel, 06.01.2002]
Zitationshilfe
„aufgeblasen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/aufgeblasen>.

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