aufgedunsen

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung auf-ge-dun-sen
eWDG

Bedeutung

aufgeschwemmt
Beispiele:
sein Gesicht war vom vielen Trinken aufgedunsen
der Leib, Körper des Toten war aufgedunsen
er sah aufgedunsen aus
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

aufgedunsen Part.adj. ‘geschwollen, aufgetrieben’ ist eine verdeutlichende Erweiterung des ebenfalls noch gebräuchlichen gleichbed. gedunsen. Dieses gehört als Part. Prät. zum Verb ahd. thinsan (9. Jh.; githinsan, 8. Jh.), mhd. frühnhd. dinsen ‘ziehen, schleppen’, das im Nhd., abgesehen von vereinzelten mundartlichen Vorkommen im Hess., untergegangen ist. Ein präfigiertes aufdinsen, aufdunsen ist nur sehr schwach für das 15. bis 18. Jh. bezeugt. Das Part.adj. schließt sich in seiner Bedeutung an die reflexive Verwendung mhd. sich dinsen ‘sich ausdehnen’ an. Eine germ. Entsprechung zu ahd. thinsan liegt in got. atþinsan ‘heranziehen’ vor. Für beide ist ie. *tens- vorauszusetzen, auf das sich auch lit. tę̃sti ‘durch Ziehen dehnen, recken, spannen, zögern’ und der Verbalstamm aind. taṁs- ‘bewegen, hin und her ziehen’ zurückführen lassen. Es handelt sich dabei wohl um eine Weiterbildung der Wurzel ie. *ten- ‘dehnen, ziehen, spannen’, auf der dehnen (s. d.) beruht.

Thesaurus

Synonymgruppe
angeschwollen · aufgedunsen · aufgeschwemmt · aufgeschwollen · aufgetrieben · gedunsen · geschwollen · schwulstig · verquollen · verschwollen  ●  bamstig  ugs., österr. · dostig  ugs., österr. · verschwiemelt  ugs., norddeutsch
Antonyme
Synonymgruppe
aufgedunsen · beleibt · dickbäuchig · dickleibig · drall · feist · fettleibig · füllig · korpulent · kugelrund · mollig · schmerbäuchig · voluminös · wohlbeleibt · wohlgenährt · über Normalgewicht · übergewichtig · üppig  ●  dick  Hauptform · schwergewichtig  verhüllend · stark  verhüllend · stattlich  verhüllend · vollschlank  verhüllend · wohlgerundet  verhüllend · (etwas) auf den Rippen haben  ugs., variabel · adipös  fachspr., medizinisch · aus der Form geraten  ugs. · dick und fett  ugs., Redensart · fett  derb · gut gepolstert  ugs., ironisch · wampert  ugs., bayr.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›aufgedunsen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›aufgedunsen‹.

Verwendungsbeispiele für ›aufgedunsen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Damals habe er wie so viele diese aufgedunsene Haut gehabt. [Die Zeit, 15.11.2013, Nr. 46]
Auf jüngeren Fotos ist er fast nicht wiederzuerkennen, so aufgedunsen war er. [Süddeutsche Zeitung, 14.12.1999]
Zugleich verfügt er über das leicht aufgedunsene Lächeln eines Politikers, der Vertrauen erwecken will. [Die Welt, 19.03.2002]
Außerdem trank sie, das hinterließ sichtbare Spuren, in älteren Jahren wirkte sie ziemlich aufgedunsen. [Die Zeit, 14.03.2007, Nr. 12]
So aufgedunsen konnte sie nun nicht mehr zum Pfefferberg zurückfahren. [Dölling, Beate: Hör auf zu trommeln, Herz, Weinheim: Beltz & Gelberg 2003, S. 55]
Zitationshilfe
„aufgedunsen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/aufgedunsen>.

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