aufholen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungauf-ho-len
Wortzerlegungauf-holen
Wortbildung mit ›aufholen‹ als Erstglied: ↗Aufholbedarf · ↗Aufholer · ↗Aufholjagd · ↗Aufholstrategie
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
etw. wettmachen
Beispiele:
Kursverluste, Rückstände aufholen
Lücken (im Wissen) aufholen (= auffüllen)
den Vorsprung, eine Verspätung wieder aufholen (= einholen)
landschaftlichSchlaf aufholen (= nachholen)
2.
besser werden
Beispiele:
der Rennfahrer hat (stark) aufgeholt (= den Abstand zum Vordermann verringert)
BörsenwesenKohle und Zucker haben stark aufgeholt (= sind im Kurs gestiegen)
Seemannssprache
Beispiel:
[der] West hat nördlich aufgeholt (= zugenommen) [BartningErdball41]
3.
Seemannssprache
Beispiel:
ein Segel, den Anker aufholen (= in die Höhe ziehen)

Thesaurus

Synonymgruppe
Anschluss finden · Boden gutmachen · Boden wettmachen · Rückstand aufholen · aufholen · ↗ausbügeln · ↗punkten (können)

Typische Verbindungen zu ›aufholen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Abstand Dax Defizit Einbuße Entwicklungsrückstand Hinspiel Konkurrenz Kursverlust Produktionsausfall Produktivitätsrückstand Punkt Riesenschritt Rückstand Sekunde Trainingsrückstand Umfrage Verlust Verspätung Versäumnis Verzögerung Vorsprung Wettbewerber Wählergunst Zeitverlust holen kräftig langsam mächtig rasch wieder

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›aufholen‹.

Verwendungsbeispiele für ›aufholen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Was in den vergangenen Monaten im Training versäumt worden sein sollte, lässt sich jetzt nicht mehr aufholen.
Die Welt, 14.08.2004
Aber wie wir die Verwaltung organisieren, da haben wir viel aufzuholen.
Der Tagesspiegel, 01.09.2001
Mit dem nun wieder möglichen flotteren Tempo holt man den Verlust an Zeit leicht wieder auf.
Dillenburger, Helmut: Das praktische Autobuch, Gütersloh: Bertelsmann 1965 [1957], S. 424
Aber wenn sie sich ran hält, dann holt sie es bestimmt wieder auf.
Brief von Ernst G. an Irene G. vom 22.06.1943, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Wir haben zwei Stunden aufzuholen, sonst wird es wieder zehn.
Fallada, Hans: Wer einmal aus dem Blechnapf frißt - Bd. 1, Berlin u. a.: Aufbau-Verl. 1990 [1934], S. 230
Zitationshilfe
„aufholen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/aufholen>, abgerufen am 24.01.2020.

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