auflauern

Grammatik Verb
Worttrennung auf-lau-ern
Wortzerlegung  auf- lauern
eWDG

Bedeutung

in feindlicher Absicht auf jmdn. lauern
Beispiele:
dem Feind auflauern
jmdm. auflauern, um ihn zu überfallen
er hatte seinem Opfer aufgelauert
dem Wild auflauern
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

lauern · Lauer1 · auflauern · belauern
lauern Vb. ‘auf jmdn. in feindlicher Absicht warten’, spätmhd. mnd. lūren ‘im Hinterhalt liegen, aus der Deckung heraus beobachten’ (14. Jh.), nl. loeren ‘lauern’, auch ‘schielen, finster blicken’, engl. to lour ‘düster, mürrisch blicken’. Die Herkunft ist unbekannt. Zieht man unter Annahme affektisch bedingter Lautvarianten vergleichend semantisch nahestehendes anord. lymskr ‘schlau, niederträchtig’, schwed. lömsk ‘(heim)tückisch, hinterhältig’, nl. loens ‘schielend, scheel’, luipen ‘schief ansehen, finster blicken’, nd. lūnen ‘sauer, mürrisch aussehen’ heran, so läßt sich eine Ausgangsbedeutung ‘mit halbgeschlossenen Augen blicken’ erschließen. Lauer1 f. ‘Hinterhalt’, mhd. lūre, lūr (14. Jh.); geläufig in Verbindungen wie auf der Lauer liegen. auflauern Vb. (16. Jh.). belauern Vb. (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemandem) auflauern · (seinen) Beobachtungsposten beziehen · (sich) auf die Lauer legen
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›auflauern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›auflauern‹.

Verwendungsbeispiele für ›auflauern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Vermutlich hatte der Täter ihr aufgelauert, war ihr in das Haus gefolgt.
Bild, 25.06.2002
Sie sehen sich zu, indem sie leben; sie lauern sich auf; sie sind zu neugierig.
Die Zeit, 01.11.1963, Nr. 44
Ich lauerte auf, schoß, traf, zog das Fell ab, ist das eine Schuld?
Kafka, Franz: Der Jäger Grachhus. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1917], S. 10475
Und wie sie ihn abgepaßt hätten, sagte Anita, richtig aufgelauert.
Walser, Martin: Ein springender Brunnen, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1998, S. 187
Nun - was die menschliche Seele angeht, so ist es nicht notwendig, ihr besonders aufzulauern.
Schaeffer, Albrecht: Helianth I, Bonn: Weidle 1995 [1920], S. 222
Zitationshilfe
„auflauern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/auflauern>, abgerufen am 02.12.2021.

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