auflesen

Grammatik Verb · liest auf, las auf, hat aufgelesen
Aussprache 
Worttrennung auf-le-sen
Wortzerlegung auf- lesen2

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. etw. Verstreutes einzeln vom Boden aufheben, aufsammeln
  2. 2. [salopp] jmdn. auffinden und mitnehmen
  3. 3. [salopp, abwertend] ...
eWDG

Bedeutungen

1.
etw. Verstreutes einzeln vom Boden aufheben, aufsammeln
Beispiele:
Papier, Scherben, Perlen, Steine, Fallobst, Holz auflesen
etw. aus dem Kehricht auflesen
2.
salopp jmdn. auffinden und mitnehmen
Beispiele:
Frieda Brenten, die man wie leblos unter dem Brückenbogen aufgelesen hatte [ BredelEnkel529]
salopp, abwertendEine, die er auf der Straße aufgelesen (= aufgegabelt) hat [ TollerHinkemannIII 2]
3.
salopp, abwertend
Beispiele:
eine Krankheit auflesen (= sich anstecken)
Ungeziefer auflesen (= bekommen)
schlechte Worte auflesen (= aufschnappen)

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemanden) mitnehmen  Hauptform · einsammeln  fig. · auflesen  ugs., fig.
Synonymgruppe
(jemanden) bekommen · (jemanden) finden · (jemanden) kriegen  ●  (jemanden) einfangen  fig. · (jemanden irgendwo) her haben  ugs., variabel · (jemanden) abkriegen  ugs., negativ · (jemanden) auffischen  ugs., fig. · (jemanden) aufgabeln  ugs., fig. · (jemanden) auflesen  ugs., fig. · (jemanden) auftreiben  ugs., salopp · (sich jemanden) an Land ziehen  ugs., fig. · (sich jemanden) greifen  ugs., fig. · sich jemanden angeln  ugs., fig.
Assoziationen
Synonymgruppe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›auflesen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›auflesen‹.

Verwendungsbeispiele für ›auflesen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Mode von 1960, mit ihren wahllos aufgelesenen historischen Fragmenten, hat leider viele begabte Architekten angesteckt. [Die Zeit, 23.04.1965, Nr. 17]
Dann sauste das Blut in meinen Ohren und ich war nicht fähig, die Worte, die da vor mir aus dem stark geschminkten Munde fielen, aufzulesen. [Benjamin, Walter: Berliner Kindheit um Neunzehnhundert. In: Tiedemann, Rolf u. Schweppenhäuser, Hermann (Hgg.), Gesammelte Schriften Bd. 4,1, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1980 [1932-1938], S. 279]
In den siebziger Jahren begann er, Objekte von der Straße aufzulesen. [Der Tagesspiegel, 13.04.2001]
Kann man etwa die butterbestrichenen und wurstbelegten Stücke Brot auf der Straße auflesen? [Walser, Robert: Jakob von Gunten, Zürich: Suhrkamp 1973 [1909], S. 23]
Ein Gärtner streicht den ganzen Tag ums Haus und liest jedes Blatt auf. [Die Zeit, 27.08.2003, Nr. 35]
Zitationshilfe
„auflesen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/auflesen>.

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