auflichten

Grammatik Verb · lichtet auf, lichtete auf, hat aufgelichtet
Aussprache 
Worttrennung auf-lich-ten
Wortzerlegung auf- lichten1
Wortbildung  mit ›auflichten‹ als Erstglied: Auflichtung
eWDG

Bedeutung

gehoben etw., sich aufhellen
Beispiele:
die Schatten auf einem Gemälde durch hellere Farben auflichten
am Abend lichtete es sich auf (= heiterte sich auf)
Das Wasser […] lichtete sich am Spätnachmittag auf [ G. HartlaubGroßer Wagen159]
bildlich etw., sich aufklären
Beispiele:
das Geheimnis, Dunkel auflichten
es war ihm gelungen, die seltsame Laufbahn Emanuel Quints […] teilweise aufzulichten [ G. Hauptm.Quint1,411]

Verwendungsbeispiele für ›auflichten‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber der Mond lichtete nur die weißen Mähnen heller auf. [Kolbenheyer, Erwin Guido: Das Gestirn des Paracelsus, München: J.F. Lehmanns 1964 [1921], S. 262]
Vergeblich hat sich schon vor 50 Jahren sein Biograph Franz Meyer bemüht, die Schatten „sachlich und liebevoll“ aufzulichten. [Die Zeit, 02.05.1957, Nr. 18]
Hier konnte die bisherige Portalzone einbezogen, der Skulpturenbestand aufgelichtet und übersichtlicher angeordnet werden. [Die Zeit, 21.04.1989, Nr. 17]
Kaum lichtet sich der geteilte Himmel einmal, schon ziehen wieder schwarze Wolken auf. [Die Zeit, 11.03.1988, Nr. 11]
Naganos Musizierideal ist unpathetisch und leicht, er lichtet die Partituren auf, statt romantisch tiefgründelnd zu poltern. [Der Tagesspiegel, 10.10.1998]
Zitationshilfe
„auflichten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/auflichten>.

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