aufmüpfig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungauf-müp-fig (computergeneriert)
Wortbildung mit ›aufmüpfig‹ als Erstglied: ↗Aufmüpfigkeit
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

muff · mupf · Muff3 · Mupf · muffen2 · müffen2 · mupfen · aufmüpfig · muffeln · Muffel · muff(e)lig
muff, obd. mupf Interjektion des Widerwillens, für einen knurrigen, verdrießlichen Laut, Muff3, Mupf m. ‘Verziehen des Mundes, Hängemaul, dunkler, brummiger Ton’ (15. Jh.), mhd. gemüffe n. ‘verdrießliches Brummen, Maulen’. muffen2, müffen2, mupfen Vb. ‘den Mund (spöttisch) verziehen, murren, brummen’ (15. Jh.), obd. müpfen ‘die Nase rümpfen’, aufmupfen ‘verdrießlich blicken, aufbrausen’, dazu in neuerer Sprache aufmüpfig Adj. ‘aufsässig, widersetzlich’ (20. Jh.). Als Iterativum muffeln Vb. ‘kauend die Lippen bewegen, mürrisch, verdrießlich sein, brummend reden’ (15. Jh.). Muffel m. ‘Mops’ (18. Jh.), ‘verdrießlicher, unfreundlicher, ungesprächiger, mürrischer Mensch’ (19. Jh.). muff(e)lig Adj. ‘mürrisch, maulfaul’ (19. Jh.), älter muffig (18. Jh.), muffisch (16. Jh.). Alle Formen kann man als lautnachahmende Bildungen mit nl. moppen, mopperen ‘brummen, verdrießlich knurren’, engl. (aus dem Nd.?) to mop ‘Grimassen schneiden’ (s. ↗Mops) an eine Schallwurzel ie. *mū̌- ‘einen dumpfen Laut von sich geben (auch mit geschlossenem Mund), undeutlich reden, unartikuliert murmeln, Mund, Maul’ anschließen (s. ↗Maul).

Thesaurus

Synonymgruppe
aufmüpfig · ↗aufsässig · ↗dickköpfig · ↗eigensinnig · ↗renitent · ↗respektlos · ↗trotzig · ↗unartig · ↗unbotmäßig · ↗ungehorsam · ↗widersetzlich  ●  ↗zickig  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aktionär Außenseiter Bauer Betriebsrat Geist Genosse Intellektuelle Jugend Katholik Kleinaktionär Koalitionspartner Parlamentarier Pfarrer Priester Profi Redakteur Schüler Student Teenager Theologe Untertan Verbündeter Verhalten einst frech geworden kritisch selbstbewußt unbequem ziemlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›aufmüpfig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Noch vor den aufmüpfigen sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts hat es in der deutschen Literatur rumort.
Die Zeit, 08.02.2010, Nr. 06
Bevor es soweit ist, werden die mächtigen Bären allerdings manchmal ziemlich aufmüpfig.
Bild, 09.01.1999
Die Dame in den besten Jahren ist alleinstehend, hat einige aufmüpfige Kinder und die Nase gestrichen voll.
Die Welt, 29.05.2001
Der Sohn erwachte früh zu politischem Leben, maß seine jugendliche Erfahrungswelt an den Idealen der Väter und wurde aufmüpfig.
Engler, Wolfgang: Die Ostdeutschen, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1999], S. 298
Daß Johann Friedrich Cotta zugleich ein höchst generöser Mäzen junger aufmüpfiger Talente wie Börne und Heine war, vergaß das zeitgenössische Publikum gerne.
Wittmann, Reinhard: Geschichte des deutschen Buchhandels. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Geschichte des deutschen Buchwesens, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1991], S. 3154
Zitationshilfe
„aufmüpfig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/aufmüpfig>, abgerufen am 21.01.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Aufmunterung
aufmuntern
aufmunitionieren
aufmümmeln
aufmucksen
Aufmüpfigkeit
aufmutzen
aufn
aufnageln
Aufnäharbeit