aufmerken

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungauf-mer-ken (computergeneriert)
Wortzerlegungauf-merken
Wortbildung mit ›aufmerken‹ als Erstglied: ↗aufmerksam
eWDG, 1967

Bedeutung

gehoben auf etw., jmdn. aufpassen, achtgeben
Beispiele:
gut, scharf aufmerken
nun merken Sie aber auf!
sie merkte auf alles auf, was geschah, was sich um sie abspielte
Das Aufmerken [in der Schule] wird ihm oft schwer [Th. MannBuddenbrooks1,474]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

merken · merklich · merkwürdig · Merkwürdigkeit · anmerken · Anmerkung · aufmerken · aufmerksam · Aufmerksamkeit · bemerken · Bemerkung · vermerken · Vermerk
merken Vb. ‘wahrnehmen, entdecken, spüren, mit dem Verstand auffassen und im Gedächtnis festhalten’, ahd. merken ‘bezeichnen, angeben, abgrenzen’ (11. Jh.), mhd. merken ‘beachten, beobachten, wahrnehmen, sich einprägen, mit einem Zeichen versehen’, asächs. merkian, mnd. mnl. nl. merken ‘markieren, bezeichnen, spüren’, anord. merkja ‘kenntlich machen, bezeichnen’, schwed. märka (germ. *markjan) sind abgeleitet von den unter ↗Marke f. (s. d.) angeführten neutralen Substantiven. Ebenfalls dazu sind gebildet ahd. markōn ‘begrenzen, kennzeichnen’ (um 800), asächs. markon ‘bestimmen, bemerken’, aengl. mearcian ‘bezeichnen’, engl. to mark, anord. marka ‘kennzeichnen, bekanntmachen, verstehen’. Als Ausgangsbedeutung ist anzusetzen ‘mit einem Zeichen versehen’, woraus ‘das Gekennzeichnete wahrnehmen und beachten’. merklich Adj. ‘deutlich, wahrnehmbar’, mhd. merklich ‘wohl zu beachten, bemerkbar, deutlich, bedeutend, wichtig’. merkwürdig Adj. ‘seltsam, verwunderlich’ (19. Jh.), ‘bemerkenswert, bedeutsam’ (17. Jh.); Merkwürdigkeit f. (18. Jh.). anmerken Vb. ‘eine (ergänzende) Bemerkung machen, anzeichnen, be-, vermerken’ (16. Jh.); vgl. ahd. anamerken (9./10. Jh.), mhd. anemerken ‘angrenzen’; Anmerkung f. ‘Vermerk, (kurze) Erläuterung’ (15. Jh.), auch ‘Fußnote’ (17. Jh.), nach lat. observātio ‘Wahrnehmung, Beobachtung’. aufmerken Vb. ‘seine Gedanken konzentriert auf etw. richten, aufpassen’ (15. Jh.); aufmerksam Adj. ‘gut aufpassend, konzentriert folgend, höflich’ (17. Jh.); Aufmerksamkeit f. (17. Jh.). bemerken Vb. ‘wahrnehmen, ergänzen, seine Meinung zu etw. äußern’, ahd. bimerken ‘aufzeichnen, kennzeichnen’ (11. Jh.), mhd. bemerken ‘beobachten, prüfen’; Bemerkung f. ‘kurze Meinungsäußerung zu etw., Wahrnehmung, Beobachtung’ (17. Jh.). vermerken Vb. ‘notieren, merken’, spätmhd. vermerken ‘(be)merken, gewahr werden’; Vermerk m. ‘Notiz, Eintragung’, älter ‘Bemerkung’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
aufhorchen · aufmerken · aufmerksam werden · ↗aufpassen  ●  Obacht geben  ugs. · die Ohren spitzen  ugs.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Leser da merken plötzlich sofort

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›aufmerken‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Man merkt auf, die Gäste sehen sich an, die Musik spielt weiter.
Die Zeit, 03.11.2005, Nr. 45
Aber es wird an diesen Stellen nicht nachgehakt, so daß man darüber stolpern und aufmerken könnte.
Die Welt, 20.03.1999
Mein Erfolg in der Schule ließ meine Lehrer aufmerken und gab mir die Sicherheit ihres Respekts.
Schlink, Bernhard: Der Vorleser, Zürich: Diogenes 1995, S. 34
Barnabas, der genau aufgemerkt hatte, bat, den Auftrag vor K. wiederholen zu dürfen.
Kafka, Franz: Das Schloß. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1922], S. 10401
Doch läßt die in der Tradition nicht übliche Kombination beider Schemata aufmerken.
Ebeling, G.: Luther. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 24015
Zitationshilfe
„aufmerken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/aufmerken>, abgerufen am 18.03.2019.

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