aufmuntern

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungauf-mun-tern (computergeneriert)
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
jmdn. heiter stimmen, aufheitern
Beispiel:
jmdn. mit einem Scherz, mit ein paar tröstenden Worten, durch gute Laune, ein Lied aufmuntern
2.
jmdn. zu etw. ermutigen, auffordern
Beispiele:
jmdn. zum Kampf, Widerstand, zur literarischen Tätigkeit aufmuntern
jmdn. aufmuntern zuzulangen, zu trinken
sich (gegenseitig) aufmuntern
die Damen mit Blicken aufzumuntern [G. HermannWordelmann184]
Grammatik: oft im Part. Präs.
Beispiele:
jmdn. aufmunternd ansehen
jmdm. aufmunternd zuwinken, zulächeln
aufmunternd nicken
ein aufmunterndes Lachen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

munter · ermuntern · aufmuntern · Munterkeit
munter Adj. ‘lebhaft, wach’, ahd. muntar (9. Jh.), mhd. munder, munter. Das nur im Dt. gebräuchliche Adjektiv verbindet sich mit ahd. munt(a)rī ‘Eifer’ (8. Jh.), got. mundōn ‘sehen auf’, anord. munda ‘zielen, streben’ und außergerm. mit griech. mathé͞in (μαθεῖν), Aorist zu manthánein (μανθάνειν) ‘lernen’ (s. ↗Mathematik), kymr. mynnu ‘wollen’, lit. mañdras ‘munter, lebhaft, klug’, aslaw. mǫdrъ ‘klug, weise’, russ. múdryj (мудрый) ‘klug, weise’. Erschließbar ist ein vor allem o- und schwundstufig auftretendes ie. *mendh- ‘sein Denken, seinen Sinn worauf richten, lebhaft sein’, das als Zusammenrückung der Wurzeln ie. *men(ə)- ‘denken, geistig erregt sein’ (s. ↗mahnen) und ie. *dhē- ‘setzen, stellen, legen’ (s. ↗tun) anzusehen ist. Zu abgeleitetem und (im 17. Jh.) zurücktretendem muntern, ahd. munt(a)ren (9. Jh.), mhd. mundern ‘munter machen, aufwecken’ sind gebildet ermuntern Vb. ‘Mut zusprechen, bestärken’, ahd. irmunt(a)ren ‘aufrichten’ (10./11. Jh.), irmuntarēn ‘aufwachen’ (10. Jh.), mhd. ermundern, ermuntern ‘aufwecken’; aufmuntern Vb. ‘munter, fröhlich machen’ (16. Jh.). Munterkeit f. ‘Aufgewecktheit, Lebhaftigkeit’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
amüsieren · ↗aufheitern · aufmuntern · ↗belustigen · ↗beschwingen · ↗erfreuen · ↗erheitern
Assoziationen
Synonymgruppe
anfeuern · aufmuntern · ↗ermutigen
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Freundin Kollege Mannschaft Patient Profi Publikum Spieler Zuhörer anfeuern muntern trösten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›aufmuntern‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die spielen ganz gut, nicht, habe ich noch versucht ihn aufzumuntern.
Der Tagesspiegel, 13.09.2003
Die Spieler muntern sich ständig gegenseitig auf, besonders nach Fehlern.
Bild, 12.12.1997
Ich hatte ihn gar nicht aufgemuntert, nach der Post zu sehen.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 27.04.1941, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Wir werden tags zuvor die Kinder aufmuntern, beim Schmücken ihrer Häuser fleißig mitzuhelfen.
Schulze, Hermann: Frohes Schaffen und Lernen mit Schulanfängern, Langensalza u. a.: Beltz 1939 [1931], S. 71
Nach einem Moment der Stille lächelte er ihr aufmunternd zu.
Suter, Martin: Lila, Lila, Zürich: Diogenes 2004, S. 131
Zitationshilfe
„aufmuntern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/aufmuntern>, abgerufen am 08.12.2019.

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