Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

aufmuntern

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung auf-mun-tern
eWDG

Bedeutungen

1.
jmdn. heiter stimmen, aufheitern
Beispiel:
jmdn. mit einem Scherz, mit ein paar tröstenden Worten, durch gute Laune, ein Lied aufmuntern
2.
jmdn. zu etw. ermutigen, auffordern
Beispiele:
jmdn. zum Kampf, Widerstand, zur literarischen Tätigkeit aufmuntern
jmdn. aufmuntern zuzulangen, zu trinken
sich (gegenseitig) aufmuntern
die Damen mit Blicken aufzumuntern [ G. HermannWordelmann184]
Grammatik: oft im Partizip I
Beispiele:
jmdn. aufmunternd ansehen
jmdm. aufmunternd zuwinken, zulächeln
aufmunternd nicken
ein aufmunterndes Lachen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

munter · ermuntern · aufmuntern · Munterkeit
munter Adj. ‘lebhaft, wach’, ahd. muntar (9. Jh.), mhd. munder, munter. Das nur im Dt. gebräuchliche Adjektiv verbindet sich mit ahd. munt(a)rī ‘Eifer’ (8. Jh.), got. mundōn ‘sehen auf’, anord. munda ‘zielen, streben’ und außergerm. mit griech. mathé͞in (μαθεῖν), Aorist zu manthánein (μανθάνειν) ‘lernen’ (s. Mathematik), kymr. mynnu ‘wollen’, lit. mañdras ‘munter, lebhaft, klug’, aslaw. mǫdrъ ‘klug, weise’, russ. múdryj (мудрый) ‘klug, weise’. Erschließbar ist ein vor allem o- und schwundstufig auftretendes ie. *mendh- ‘sein Denken, seinen Sinn worauf richten, lebhaft sein’, das als Zusammenrückung der Wurzeln ie. *men(ə)- ‘denken, geistig erregt sein’ (s. mahnen) und ie. *dhē- ‘setzen, stellen, legen’ (s. tun) anzusehen ist. Zu abgeleitetem und (im 17. Jh.) zurücktretendem muntern, ahd. munt(a)ren (9. Jh.), mhd. mundern ‘munter machen, aufwecken’ sind gebildet ermuntern Vb. ‘Mut zusprechen, bestärken’, ahd. irmunt(a)ren ‘aufrichten’ (10./11. Jh.), irmuntarēn ‘aufwachen’ (10. Jh.), mhd. ermundern, ermuntern ‘aufwecken’; aufmuntern Vb. ‘munter, fröhlich machen’ (16. Jh.). Munterkeit f. ‘Aufgewecktheit, Lebhaftigkeit’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemanden) aufbauen · (jemanden) aufmuntern · (jemandes) Stimmung heben  ●  (jemandem) Auftrieb geben  (Sache) · (jemanden) aufheitern  Hauptform
Synonymgruppe
anfeuern · aufmuntern · ermutigen
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›aufmuntern‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›aufmuntern‹.

Verwendungsbeispiele für ›aufmuntern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Spieler muntern sich ständig gegenseitig auf, besonders nach Fehlern. [Bild, 12.12.1997]
Wir werden tags zuvor die Kinder aufmuntern, beim Schmücken ihrer Häuser fleißig mitzuhelfen. [Schulze, Hermann: Frohes Schaffen und Lernen mit Schulanfängern, Langensalza u. a.: Beltz 1939 [1931], S. 71]
Ich hatte ihn gar nicht aufgemuntert, nach der Post zu sehen. [Brief von Irene G. an Ernst G. vom 27.04.1941, Feldpost-Archive mkb-fp-0270]
Aber da ich ein paar Stunden da bin, schaffe ich es irgendwie, ihn aufzumuntern. [Bild, 22.09.2003]
Wenn ich abends müde von der Arbeit komme, gelingt es ihr immer, mich wieder aufzumuntern. [Bild, 09.09.1999]
Zitationshilfe
„aufmuntern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/aufmuntern>.

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