aufmutzen

GrammatikVerb
Worttrennungauf-mut-zen
Wortzerlegungauf-mutzen
eWDG, 1967

Bedeutung

landschaftlich jmdm. etw. vorwerfen
Beispiele:
jmdm. seine Fehler aufmutzen
sogenannte Lieblosigkeiten der jungen Stiefmutter aufzumutzen [G. Hauptm.3,191]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

mutzen1 · aufmutzen · aufmotzen
mutzen1 Vb. ‘stutzen, abschneiden, (modisch) zurechtschneidern, schmücken’, spätmhd. mnd. mutzen, spätmhd. gemützert ‘(modisch) geschlitzt’ (14. Jh.). Herkunft unbekannt. Aus ital. mozzare ‘abschneiden’? aufmutzen Vb. ‘herausputzen, schmücken’ (15. Jh.), ‘etw. übertreiben, aufbauschen’ (16. Jh.). In neuerer Zeit aufmotzen Vb. (20. Jh.).

Verwendungsbeispiel
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der hatte nicht aufgepaßt, und der Lehrer wollte ihm gerade etwas aufmutzen.
Benjamin, Walter: Ein verrückter Tag. In: Tiedemann, Rolf (Hg.), Aufklärung für Kinder, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1985 [1932], S. 192
Zitationshilfe
„aufmutzen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/aufmutzen>, abgerufen am 11.12.2019.

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