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aufpeitschen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung auf-peit-schen
Wortzerlegung auf- peitschen
Wortbildung  mit ›aufpeitschen‹ als Erstglied: Aufpeitschung  ·  mit ›aufpeitschen‹ als Binnenglied: Nerven aufpeitschend · nervenaufpeitschend
eWDG

Bedeutung

ein Tier hochpeitschen
Beispiel:
ein gestürztes Pferd aufpeitschen
bildlich
Beispiel:
der Sturm peitscht das Meer (zu hohen Wellen) auf (= wühlt es auf)
übertragen etw., jmdn. stark erregen, aufreizen
Beispiele:
diese Art der Musik peitscht die Sinne, Leidenschaften auf
ein aufpeitschender Rhythmus
aufpeitschende Worte
seine Nerven waren sehr aufgepeitscht
aufgepeitschte Jugendliche
sich aufpeitschen
Beispiel:
sich durch geistige Getränke, Narkotika aufpeitschen (= wieder leistungsfähig machen)

Thesaurus

Synonymgruppe
aktivieren · ankurbeln · anregen · anspornen · antreiben · aufpeitschen · aufputschen · erregen · hervorrufen · in Wallung bringen · innervieren · powern · puschen · pushen · stimulieren · triggern
Assoziationen
  • aktivierend · animierend · ankurbelnd · anregend · anspornend · antreibend · aufbauend · aufputschend · ermutigend · erregend · motivierend

Typische Verbindungen zu ›aufpeitschen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›aufpeitschen‹.

Verwendungsbeispiele für ›aufpeitschen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Für 300 Mark Gage pro Abend peitscht sie die Massen auf. [Bild, 17.08.2001]
Ich war von den jahrelangen Kämpfen aufgepeitscht und bin es immer noch. [Die Zeit, 27.08.2012, Nr. 35]
Mehrere Interpreten spielen sich die Worte zu, peitschen sich gegenseitig auf. [Bild, 16.06.2000]
Wie mußten Mutter und Schwestern auf sie einreden, in ihrer verletzten Ehre herumbohren, an ihrem Willen zerren, ihren Stolz aufpeitschen! [Bergg, Franz: Ein Proletarierleben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1913], S. 8864]
So konnte die als qualitätvoll und wesentlich beurteilte Kunst auch gesund oder krank sein, still und harmlos oder auch politisch hetzend, aufpeitschend, blasphemisch. [Beenken, Hermann: Das Neunzehnte Jahrhundert in der deutschen Kunst, München: Bruckmann 1944, S. 119]
Zitationshilfe
„aufpeitschen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/aufpeitschen>.

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