Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

aufpulvern

Grammatik Verb
Worttrennung auf-pul-vern
Wortzerlegung auf- pulvern
Wortbildung  mit ›aufpulvern‹ als Erstglied: Aufpulverung
eWDG

Bedeutung

umgangssprachlich sich, jmdn. mit besonderen Mitteln wieder leistungsfähig machen, anregen
Beispiel:
sich mit Tabletten, Koffein, mit einer Tasse Kaffee aufpulvern
jmdn., etw. neu beleben
Beispiel:
diese gute Nachricht pulverte alle auf

Verwendungsbeispiele für ›aufpulvern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Kaffee, den ich zu mir nahm, pulverte mich immer wieder auf. [Süddeutsche Zeitung, 11.02.1997]
Und als es gar zum letzten Kampf gegen die feudalen Hemmnisse ging, mußte der Bourgeois, eine wenig heroische Klasse, sich besonders stark utopisch aufpulvern. [Bloch, Ernst: Das Prinzip Hoffnung Bd. 1, Berlin: Aufbau-Verl. 1954, S. 159]
Sie war müde, apathisch, nur »aufgepulvert« in den Stunden im Caféhaus oder in abendlicher Geselligkeit. [Meisel-Hess, Grete: Die Intellektuellen. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1911], S. 10964]
Den Einzug der todmüden, fast verhungerten Chinesenkinder in die Stadt, die ihnen Zuflucht gewährt, pulvert der Regisseur zur großen Show wie in einem Musical auf. [Die Zeit, 09.02.1959, Nr. 06]
Zernicks Kaffee war bis auf die letzte Bohne verbraucht, und so erschien er häufig, um sich vor anstrengender Nachtarbeit mit Kola aufzupulvern. [Noll, Dieter: Die Abenteuer des Werner Holt, Berlin: Aufbau-Verl. 1984 [1963], S. 404]
Zitationshilfe
„aufpulvern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/aufpulvern>.

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