aufruhen

GrammatikVerb · ruht auf, ruhte auf, hat aufgeruht
Worttrennungauf-ru-hen
Wortzerlegungauf-ruhen
Duden GWDS, 1999 und DWDS, 2018

Bedeutung

etw. ruht auf, etw. ruht jmdm., etw. aufmit seiner Schwere, seinem Gewicht auf etw. liegen, ruhen
Synonym zu aufliegen
Beispiele:
Ein rustizierter Sockel mit Balustrade [an der Außenfront des Gebäudes] trägt auf drei Seiten schlanke, hohe Stützen, auf deren Kapitellkissen vorspringend ein Flachdach aufruht. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.03.1993]
Donnerstag sah man […] [Bundespräsident] Heinz Fischer, dessen präsidialer Schulter eine ORF-Kamera aufruhte. [Der Standard, 07.11.2014]
Die Säulen, auf denen das flache Dach [des Cafés] aufruht, stören, wenn man von Tisch zu Tisch will[…]. [Neue Zürcher Zeitung, 08.04.2011]
An die Wand projizierte Musterzeichnungen von Rahmenelementen, wie sie auf einem Fundament aufruhen, von Decken und Trennwänden, sind, während sie der Professor kommentiert, abzuzeichnen. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.06.2005]
Wird der Wasserkasten [der Toilettenspülung] durch Knopfdruck geleert, öffnet sich gleichzeitig ein Ventil, das so lange Wasser in den Kasten einströmen lässt, bis die Füllstandshöhe erreicht ist und besagtes Ventil wieder geschlossen wird. Das besorgt ein sogenannter Schwimmer, der auf der Wasseroberfläche aufruht und mit dem Ventil fest verbunden ist. [Süddeutsche Zeitung, 07.02.2002]
übertragen etw. ruht auf etw. aufauf etw. beruhen, seine Ursache haben, basieren, sich auf etw. gründenQuelle: DWDS, 2018
Beispiele:
Man kann die Demokratie nicht bewahren, wenn man nicht mehr weiss, auf welchen kulturellen Grundlagen sie aufruht. [Neue Zürcher Zeitung, 15.08.2017]
Der Kirchentag kann in Deutschland und international nur gutes Regieren einklagen, wenn er selbst auf transparenten und durchlässigen Beteiligungsformen und Gremienstrukturen aufruht. [Die Zeit, 28.04.2017, Nr. 18]
Während Union, SPD und Grüne noch immer auf weitreichenden und belastbaren Beziehungsnetzen aufruhen, ist die FDP zu einem Verein von Einzelkämpfern und Einzelgängern geworden. [Die Welt, 17.12.2010]
Dass gewisse Tugenden auf gesellschaftlichen Konventionen aufruhen und anderen Sozietäten oder Kulturen eher fremd erscheinen können, bestreitet niemand. [Neue Zürcher Zeitung, 20.12.2008]
im Bild Wunderglaube, häufige Marienerscheinungen und stigmatisierte Frauen als »magische« Anziehungspunkte für die in Massen heranströmenden Gläubigen zeigen das spirituelle Fundament, auf dem katholische Volksreligiosität bis in unser Jahrhundert aufruhte. [Der Tagesspiegel, 07.09.1996]

Typische Verbindungen
computergeneriert

ruhen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›aufruhen‹.

Zitationshilfe
„aufruhen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/aufruhen>, abgerufen am 22.11.2019.

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