aufschwemmen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungauf-schwem-men (computergeneriert)
Wortzerlegungauf-schwemmen
eWDG, 1967

Bedeutung

etw. schwemmt aufetw. macht ungesund dick
Beispiele:
Bier schwemmt auf
sein Gesicht war vom Trinken aufgeschwemmt (= aufgedunsen)
Ich eß keinen Kuchen ... Kuchen schwemmt auf [StrittmatterWundertäter284]
sie war durch Unterernährung aufgeschwemmt [SeghersMann56]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schwemmen · Schwemme · aufschwemmen · überschwemmen · Überschwemmung
schwemmen Vb. ‘jmdn., etw. an eine Stelle hin-, von einer Stelle wegschwimmen lassen, wässern, spülen’, Kausativum zu dem unter ↗schwimmen (s. d.) behandelten Verb (eigentlich ‘schwimmen machen’), mhd. swemmen ‘schwimmen lassen, ins Wasser tauchen, in Wasser waschen, darüber schwimmen, übersetzen, aufschwemmen’, aengl. beswemman. Schwemme f. ‘das Schwemmen, Baden, Ort, wo geschwemmt, gebadet, gewaschen wird’, vor allem ‘seichte Gewässerstelle als Bad von Tieren’, spätmhd. swemme, swem. Bildlich (die Zunge, den Mund) in die Schwemme reiten ‘trinken (im Wirtshaus)’ (15. Jh.), daher Schwemme ‘(einfaches) Wirtshaus’ (16. Jh.). aufschwemmen Vb. ‘mit Flüssigkeit auffüllen, auftreiben, durch Flüssigkeit dick, schwammig werden lassen’ (16. Jh.). überschwemmen Vb. ‘über etw. strömen und es unter Wasser setzen, überfluten’ (16. Jh.); Überschwemmung f. (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
aufschwellen · aufschwemmen · ↗schwellen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Flut Gesicht Körper schwemmen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›aufschwemmen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Toten sahen aufgeschwemmt aus, viel Gewicht hatten sie nicht mehr.
Die Zeit, 13.04.1990, Nr. 16
Die medizinische Frage wird hier mit Moral aufgeschwemmt, die moralische Frage mit Biologie unzugänglich gemacht.
konkret, 1986
Sie strömten in die geöffneten Fenster der verlassenen Häuser und schwemmten den dunklen Sand freigelegter Hänge zu einer dunklen Brühe auf.
Die Welt, 11.06.1999
Tabletten, über fünftausend in den letzten sieben Monaten, hatten seinen Leib aufgeschwemmt, funktionstüchtig gehalten.
Süddeutsche Zeitung, 09.08.1997
Ihr Gesicht ist aufgeschwemmt, mit roten Flecken übersät, wirkt maskenhaft.
Bild, 22.11.2005
Zitationshilfe
„aufschwemmen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/aufschwemmen>, abgerufen am 13.11.2019.

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