aufspielen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungauf-spie-len (computergeneriert)
Wortzerlegungauf-spielen
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
zur Belustigung anderer, zum Tanz Musik machen
Beispiele:
auf einem Fest, bei jmds. Hochzeit aufspielen
die Kapelle spielte auf
Musikanten, die zur Weihnachtszeit in den heimischen Höfen aufspielten [Th. MannZauberb.2,81]
spöttisch, bildlich
Beispiel:
Will der Herr Graf / Ein Tänzchen nun wagen, / Mag er's mir sagen, / Ich spielʼ ihm auf (= biete ihm Widerpart) [MozartFigaroII 2]
2.
umgangssprachlich, abwertend, übertragen sich aufspielensich wichtig tun, prahlen
Beispiele:
spiel dich nur nicht so auf!
er spielte sich ja mächtig, gewaltig, Wunder wie auf
sich vor jmdm. aufspielen
sich als jmd. aufspielensich wie jmd. aufführen
Beispiel:
sich als großer Herr, Held, Kenner, Gönner, als jmds. Anwalt aufspielen
3.
Sport ein Spiel darbieten
Beispiel:
eindrucksvoll, selbstbewusst, glanzvoll, groß aufspielen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Spiel · spielen · spielend · abspielen · aufspielen · zuspielen · Anspielung · Spieler · spielerisch · Spielmann · Spielraum · Spielsachen · Spielwaren · Spielzeug
Spiel n. ‘nicht auf Nutzen ausgerichtete, vergnügliche, mit Ernst betriebene Tätigkeit, Zeitvertreib, Vergnügen, Wettkampf’. Die Herkunft des nur kontinentalwestgerm. bezeugten Substantivs (bzw. Verbs, s. unten) ahd. (9. Jh.), mhd. spil ‘Tanz, Zeitvertreib, Scherz, Unterhaltung, Vergnügen, Musik, Waffen-, Kampfspiel, Wettkampf’, asächs. spil, mnd. mnl. spel, spil, nl. spel (schwed. spel, dän. spil, norw. spill sind wie aengl. spilian, schwed. spela, dän. spille Entlehnungen) ist unbekannt. Dazu schwach flektierendes spielen Vb. ahd. spilōn (8. Jh.), mhd. spiln, spilen ‘Scherz treiben, sich vergnügen (mit Leibesübungen, Kampfspiel, Brett- oder Würfelspiel), sich lebhaft bewegen, fröhlich sein, musizieren’, asächs. spilon, mnd. spēlen, spillen, mnl. spēlen, nl. spelen. Die Ausgangsbedeutung ist ‘Tanz, tänzerische Bewegung’ bzw. ‘tanzen, sich lebhaft bewegen’. Das Substantiv erscheint vielfach in festen Wendungen, vgl. das Spiel verderben ‘einen Spaß zunichte machen’, (mit) im Spiel sein ‘aktiv beteiligt sein, von Bedeutung sein’ (16. Jh.), die Hand mit im Spiel haben ‘beteiligt sein’, ins Spiel bringen ‘beteiligen, einbeziehen’ (18. Jh.). spielend Adv. ‘leicht, mühelos wie im Spiel’ (17. Jh.), eigentlich Part. Präs. zum oben genannten Verb. abspielen Vb. ‘probeweise durchspielen’ (16. Jh.), ‘etw. bis zum Ende darbieten’ (17. Jh.), ‘(sich) durch Spielen ermüden, abnutzen’ (17. Jh.), ‘abgewinnen’ im Spiel (17. Jh.), ‘von einer Vorlage spielen’ (19. Jh.), im Fußball ‘den Ball an den nächsten Spieler abgeben’, auch ‘eine Schallplatte, ein Tonband ablaufen lassen’ (20. Jh.), reflexiv ‘sich ereignen, vor sich gehen’ (Anfang 19. Jh.). aufspielen Vb. ‘(auf einem Instrument Musik) vortragen, musizieren’ (16. Jh.), reflexiv ‘sich in den Vordergrund rücken, großtun’ (19. Jh.). zuspielen Vb. ‘jmdm. etw. (heimlich) verschaffen, einen Vorteil zukommen lassen’ (17. Jh., ausgehend vom Kartenspiel). Anspielung f. ‘(versteckte) Andeutung’ (17. Jh.), nach gleichbed. lat. allūsio. Spieler m. ‘wer spielt’ (besonders Schauspieler), ‘wer ein Glücksspiel spielt’, ahd. spilāri ‘Handpaukenschläger, Tänzer, Gaukler, Schauspieler’ (um 900), mhd. spilære, spiler. spielerisch Adj. ‘ohne ernste Absicht, locker, leicht’ (17. Jh.), ‘wie ein Spieler’ (16. Jh.). Spielmann m. ‘volkstümlicher Musikant’ (16. Jh.), ‘Regimentsmusiker’ (18. Jh.), ahd. spilman ‘Spaßmacher, Schauspieler, Musiker’ (9. Jh.), mhd. spilman ‘fahrender Sänger, Musikant, Gaukler’. Spielraum m. ‘Bewegungsraum, Möglichkeit’ (18. Jh.); anfangs besonders das Verhältnis der Weite eines Geschützrohres zu dem angepaßten, die Gleitfähigkeit gewährenden Durchmesser des Geschosses. Spielsachen Plur. ‘für Kinder zum Spielen hergestellte Gegenstände’, Spielwaren Plur. ‘Spielsachen als Handelsgegenstand’ (beide 18. Jh.). Spielzeug n. ‘Spielsachen’ (17. Jh.), ‘Musikinstrument’ (17. Jh.), ‘Gewinnspiel, Brett-, Würfel-, Kartenspiel’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(Software) installieren · ↗aufsetzen · aufspielen · ↗ausrollen (neuer Systeme) · ↗bespielen (mit) · ↗einspielen  ●  draufbügeln  ugs.
Synonymgruppe
(die) Aufmerksamkeit auf sich ziehen · ↗(sich) (selbst) darstellen · (sich) aufspielen · (sich) in Szene setzen · (sich) in den Vordergrund schieben · (sich) in den Vordergrund spielen · ↗(sich) produzieren · ↗angeben  ●  (seine) Show abziehen  ugs. · (sich) wichtig machen  ugs.
Assoziationen
  • Aufmerksamkeit · ↗Beachtung · ↗Berücksichtigung · ↗Betrachtung · ↗Hinblick · ↗Hinsicht · ↗Zuwendung  ●  ↗Fixation  fachspr.
  • (einem anderen) die Schau stehlen · (sich) in den Vordergrund schieben · alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen · alle Blicke auf sich ziehen
  • nicht zu bescheiden sein  ●  (sich) nicht unter Wert verkaufen  fig. · Klappern gehört zum Handwerk.  Sprichwort · sein Licht nicht unter den Scheffel stellen  fig. · zeigen, was man draufhat  ugs.
  • angeben mit · ↗paradieren (mit) · prahlen mit · prangen mit · protzen mit · prunken mit · stolz (einher)schreiten · zur Schau stellen
  • (mächtig) angeben · (sich) brüsten (mit) · ↗(sich) rühmen · ↗aufschneiden · herumprotzen · ↗protzen · ↗renommieren  ●  ↗prahlen  Hauptform · angeben wie ein Sack Seife  ugs. · angeben wie ein Sack Sülze  ugs. · angeben wie ne Tüte Mücken  ugs. · ↗bramarbasieren  geh.
  • Großtuer · ↗Wichtigtuer  ●  ↗Gschaftlhuber  ugs., süddt.
  • (überflüssigerweise) Angst einjagen · unnötig für Aufregung sorgen  ●  (Leute) verrückt machen  ugs. · Wellen auf den Pudding hauen  ugs., fig. · die Pferde scheu machen  ugs., variabel, fig. · ↗sich (nicht) verrückt machen (lassen)  ugs.
  • (sich) unvernünftigerweise in Gefahr bringen · (sich) zum Retter aufspielen · den Helden spielen  ●  auf dicke Hose machen  ugs., salopp · den Dicken machen  ugs. · den Harten machen  ugs. · den dicken Max(e) machen  ugs.
  • Oberwasser haben · ↗auftrumpfen · ↗punkten (mit) · seine Überlegenheit zeigen
  • Eindruck machen sollen  ●  (sich) nach was anhören sollen  ugs. · etwas Vernünftiges sein sollen  ugs. · nach was aussehen sollen  ugs.
Synonymgruppe
(das) große Wort führen · (eine) Schau machen · ↗(sich) aufblasen · (sich) aufführen wie der große Zampano · ↗(sich) aufplustern · Eindruck schinden · große Reden schwingen · laut werden  ●  (sich) auf die Brust klopfen  fig. · (sich) aufs hohe Ross setzen  fig. · (sich) aufspielen  Hauptform · (den) (großen) Zampano machen  ugs. · (den) Dicken markieren  ugs. · (den) Hermann machen  ugs. · (den) Larry machen  ugs. · (den) Lauten machen  ugs. · (den) Molli machen  ugs., regional · (den) Mund (sehr) voll nehmen  ugs., fig. · (den) Mund zu voll nehmen  ugs. · (den) dicken Mann markieren  ugs. · (den) dicken Max machen  ugs. · (den) dicken Max markieren  ugs. · (die) (große) Welle reißen  ugs. · (die) Backen aufblasen  ugs. · (die) Schnauze aufreißen  ugs., fig. · (die) Welle machen  ugs. · (eine) (dicke) Lippe riskieren  ugs. · (eine) Show abziehen  ugs. · (eine) große Fresse haben  derb · (eine) große Klappe haben  ugs. · (eine) große Schnauze haben  ugs. · (einen) auf dicke Hose machen  derb · (einen) auf großer Zampano machen  ugs. · (gewaltig) das Maul aufreißen  ugs. · (groß) herumtönen  ugs. · (sich) aufmandeln  ugs., bair. · (sich) aufpupsen  derb · (sich) großtun (mit)  ugs. · (sich) in die Brust werfen  geh. · (sich) wichtig machen  ugs. · Sprüche klopfen  ugs. · auf den Putz hauen  ugs., fig. · auf die Kacke hauen  derb, fig. · auf die Pauke hauen  ugs., fig. · auf die Pferde hauen  ugs., fig. · blärzen  ugs., regional · den (...) raushängen lassen  ugs. · dicke Backen machen  ugs. · ↗dicketun  ugs. · ↗dicktun  ugs. · einen auf (...) machen  ugs. · groß rumtönen  ugs. · große Töne spucken  ugs. · herumblärzen  ugs., regional · ↗pranzen  ugs. · strunzen  ugs., regional · wichtigtun  ugs.
Assoziationen
  • Aufheben · ↗Gewese · unnötige Aufmerksamkeit · unnötiger Aufwand · viel Aufhebens  ●  ↗Aufstand  ugs. · ↗Bohei  ugs. · ↗Brimborium  ugs. · ↗Buhei  ugs. · ↗Gedöns  ugs. · ↗Lärm (um nichts)  ugs. · ↗Trara  ugs. · Tullus  ugs., regional, veraltend
  • (sich) danebenbenehmen · aus der Rolle fallen · ↗entgleisen · kein Benehmen haben · keine Manieren haben · keine gute Kinderstube genossen haben · keinen Benimm haben  ●  (sich) schlecht benehmen  Hauptform · (die) Sau rauslassen  ugs. · (ein) Benehmen wie eine offene Hose haben  ugs. · (sich) benehmen wie die Axt im Walde  ugs. · Benehmen ist Glückssache (, und Glück hat man selten).  ugs. · ↗herumpoltern  ugs. · jegliche Manieren vermissen lassen  geh. · kein Benimm!  ugs. · null Erziehung haben  ugs., jugendsprachlich, Jargon · ↗prollen  ugs. · rumprollen  ugs.
  • (ein) Mordstheater machen  ●  (ein) (großes) Trara machen um  ugs. · (ein) großes Geschrei veranstalten  ugs. · (großes / viel) Geschrei machen (um)  ugs. · Wind machen (wegen, für)  ugs.
  • (sich) auslassen · (sich) ergehen (in) · (sich) verbreiten (über) · daherplappern · ↗plappern · ↗quasseln · ↗salbadern · ↗schwadronieren · ↗schwatzen · ↗schwätzen  ●  ↗daherreden  Hauptform · ↗(herum)labern  ugs. · ↗faseln  ugs., abwertend · groß herumtönen  ugs. · ↗sabbeln  ugs. · ↗schwafeln  ugs.
  • dreist · ↗ignorant · ↗impertinent · ↗penetrant · ↗unverschämt · ↗vorlaut · ↗wüst  ●  ↗dummdreist  ugs. · kackendreist  derb · kackfrech  derb · ↗nassforsch  ugs. · ↗rotzfrech  ugs.
  • (ein) Statussymbol (sein) · (eine) (beeindruckende) Persönlichkeit sein · (eine) Ausnahmeerscheinung (sein) · ↗(etwas) hermachen · (jemand) von Format · (jemandem) Ehrfurcht einflößen · (jemanden) mit Ehrfurcht erfüllen · (sich) zur Geltung bringen · Eindruck machen · Wirkung haben · ↗beeindrucken · beeindruckend sein · ↗bestechen · etwas darstellen (Person) · etwas vorstellen (Person) · ↗imponieren · ↗imponierend (sein)  ●  (eine) imponierende Erscheinung  floskelhaft, variabel · Eindruck schinden  abwertend
  • (sich) empören  ●  (den) Aufstand proben  fig. · (einen) Aufstand machen  ugs., fig. · (einen) Zwergenaufstand machen  ugs., scherzhaft
  • anmaßend · ↗arrogant · ↗eingebildet · ↗hochmütig · ↗hochnäsig · hält sich für sonst wen · sehr von sich (selbst) eingenommen · ↗stolz · ↗vermessen · ↗versnobt · ↗überheblich  ●  auf dem hohen Ross sitzen  fig., Redensart · ↗dünkelhaft  veraltet · ↗hoffärtig  veraltet · ↗aufgeblasen  ugs. · ↗blasiert  geh. · ↗breitspurig  ugs. · ↗hybrid  geh. · hält sich für Gott weiß wen  ugs. · hält sich für den Größten  ugs., männl. · hält sich für die Größte  ugs., weibl. · hält sich für was Besonderes  ugs. · hält sich für was Besseres  ugs. · kennt (auch) keine kleinen Leute mehr  ugs., scherzhaft-ironisch · trägt die Nase hoch  ugs., fig.
  • (ganz) groß herauskommen wollen · (noch) (etwas) vorhaben (im Leben) · große Pläne haben · große Pläne machen
  • neureich · plötzlich zu Geld gekommen
  • (kräftig) vom Leder ziehen · (viel) Wirbel machen (um) · ↗aufbauschen · dick auftragen · ↗dramatisieren · ↗hochspielen · ↗übertreiben  ●  (viel) Wind machen (um)  fig. · ↗aggravieren  fachspr., medizinisch · aus einer Mücke einen Elefanten machen  ugs., fig.
  • (großes) Getöse · ↗(großes) Tamtam · ↗Aufgeregtheit · Aufhebens · ↗Aufregung · ↗Aufsehen · ↗Federlesen(s) · ↗Gesums · ↗Getue · ↗Hype · ↗Schaumschlägerei · ↗Theaterdonner · ↗Wirbel · viel Lärm um nichts  ●  (einen) ganz großen Bahnhof (machen)  fig. · ↗Aufruhr  fig. · ↗Hysterie  fig. · ↗(großes) Trara  ugs. · ↗Aufriss  ugs. · ↗Bohei  ugs. · ↗Buhei  ugs. · ↗Furore (machen)  geh. · ↗Gehabe  ugs. · ↗Gemach(e)  ugs. · ↗Geschiss  derb · ↗Getrommel  ugs. · ↗Haupt- und Staatsaktion  geh. · ↗Rummel  ugs. · Sturm im Wasserglas  ugs. · ↗Theater  ugs.
  • ausgehen wie das Hornberger Schießen  ●  groß angekündigt und dann (...)  ugs.
  • (sich) (selbst) applaudieren · (sich) (selbst) auf die Schulter klopfen · ↗(sich) (selbst) loben · (sich) ganz toll finden  ●  ↗(sich) (selbst) beweihräuchern  fig.
  • (sich) unvernünftigerweise in Gefahr bringen · (sich) zum Retter aufspielen · den Helden spielen  ●  auf dicke Hose machen  ugs., salopp · den Dicken machen  ugs. · den Harten machen  ugs. · den dicken Max(e) machen  ugs.
  • (fast) platzen vor Stolz · (stolz) wie ein Pfau · mächtig stolz · stolz wie ein Gockel · stolz wie ein Schwan · stolz wie ein Spanier  ●  stolz wie Bolle  ugs. · stolz wie Oskar  ugs.
  • (mächtig) angeben · (sich) brüsten (mit) · ↗(sich) rühmen · ↗aufschneiden · herumprotzen · ↗protzen · ↗renommieren  ●  ↗prahlen  Hauptform · angeben wie ein Sack Seife  ugs. · angeben wie ein Sack Sülze  ugs. · angeben wie ne Tüte Mücken  ugs. · ↗bramarbasieren  geh.
  • (überflüssigerweise) Angst einjagen · unnötig für Aufregung sorgen  ●  (Leute) verrückt machen  ugs. · Wellen auf den Pudding hauen  ugs., fig. · die Pferde scheu machen  ugs., variabel, fig. · ↗sich (nicht) verrückt machen (lassen)  ugs.
  • großes Mundwerk  ●  große Klappe  ugs., fig. · große Schnauze  derb, fig. · großes Maul  derb, fig.
  • Eigenlob · Eigenreklame · ↗Eigenwerbung · ↗Selbstlob · Werbung in eigener Sache  ●  ↗Selbstbeweihräucherung  ugs., abwertend, fig.
  • Arroganz · ↗Blasiertheit · ↗Egozentrik · ↗Einbildung · Eingebildetsein · Eingenommenheit von sich selbst · ↗Hochmut · ↗Narzissmus · ↗Selbstgefälligkeit · Selbstverliebtheit · ↗Stolz · ↗Überheblichkeit · übersteigertes Selbstbewusstsein  ●  ↗Hoffart  veraltend · ↗Dünkel  geh., veraltend · ↗Prätention  geh. · ↗Selbstüberhebung  geh.
  • nicht auf seinem (eigenen) Mist gewachsen sein  ●  (sich) mit fremden Federn schmücken  fig. · (sich etwas) nicht selbst ausgedacht haben  ugs.
  • Scheinriese  ●  Koloss auf tönernen Füßen  fig. · ↗Papiertiger  fig. · zahnloser Tiger  fig. · als Tiger (los)springen und als Bettvorleger landen  ugs., scherzhaft-ironisch, fig. · große Klappe und nichts dahinter  ugs., salopp, variabel
Synonymgruppe
aufspielen  ●  das musikalische Rahmenprogramm liefern  variabel · für die musikalische Untermalung sorgen  variabel
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Beschützer Blaskapelle Frühschoppen Gralshüter Hochzeit Hüter Jonny Kapelle Lehrmeister Militärkapelle Moralapostel Musikant Musikkapelle Orchester Retter Rächer Saubermann Sittenrichter Tanz Vormund Weltpolizist Wohltäter Zensor befreit frech locker spielen unbekümmert unbelastet unbeschwert

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›aufspielen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Vermutlich haben Sie auf ihrem System auch Outlook 98 aufgespielt.
C't, 1999, Nr. 9
In allen Sälen spielen Bands zum Tanz auf, wobei mehr als 7000 Gäste erwartet werden.
Die Welt, 30.12.1999
Er kann sich als Herr aufspielen; sie werden seinen Namen weitertragen, sein Nachleben sichern.
Schwanitz, Dietrich: Männer, Frankfurt a. M.: Eichborn 2001, S. 24
Es wurde für kleinlich angesehen von vornherein sich auf den »Mäßigen« aufzuspielen.
Gleichen-Russwurm, Alexander von: Der gute Ton. In: Zillig, Werner (Hg.), Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1932], S. 21590
Die Kapelle spielte einen blechernen Schlußmarsch »Auf ins hintere Restaurant«.
Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 206
Zitationshilfe
„aufspielen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/aufspielen>, abgerufen am 19.01.2019.

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