aufspringen

GrammatikVerb · springt auf, sprang auf, ist aufgesprungen
Aussprache
Worttrennungauf-sprin-gen
Wortzerlegungauf-springen
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
hochspringen, auffahren
Beispiele:
plötzlich, behend, hastig, mit einem Ruck, jäh, lebhaft, wie elektrisiert, entsetzt, erbost von seinem Sitz, Platz, Lager aufspringen
die Gäste sprangen begeistert, entzückt von ihren Plätzen auf und klatschten Beifall
wütend sprang er auf wie von der Tarantel gestochen
gehoben, übertragen plötzlich entstehen
Beispiele:
ein Feuerschein, der Wind, ein Gerücht springt auf
Wut, Ärger, Jubel sprang in ihm auf (= kam plötzlich in ihm auf)
Ein langes Trompetensignal sprang auf (= ertönte plötzlich) [WerfelMusa Dagh370]
2.
auf etw. springen
Gegenwort zu abspringen
Beispiele:
auf einen anfahrenden Zug, Wagen aufspringen
als er auf die Straßenbahn aufsprang, rutschte er ab
Springʼ Er nur hinten mit auf [EichendorffTaugenichts3,14]
3.
sich plötzlich öffnen
Beispiele:
die Türen und Fenster sprangen bei dem Windstoß auf
das Tor, die Pforte ist von selbst aufgesprungen
gehoben aufbrechen
Beispiele:
die Knospen sind über Nacht aufgesprungen
Da sind von Hall und Widerhall / Die Rosen aufgesprungen [Storm3,25]
Schneiderei aufspringendaufklaffend
Grammatik: meist im Part. Präs.
Beispiele:
ein in lose Falten aufspringender Rock
ein Trägerrock mit aufspringenden Kellerfalten
4.
rau, rissig werden
Beispiele:
vom Frost, kalten Wind, von der Hitze ist ihre Gesichtshaut, sind ihre Lippen, Hände aufgesprungen
aufgesprungene Hände mit einer Creme einreiben

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) aufrichten · ↗(sich) erheben · ↗aufschnellen · aufspringen · ↗aufstehen
Assoziationen
Synonymgruppe
auffahren · ↗aufschrecken · aufspringen · ↗emporfahren · ↗emporschnellen · ↗hochfahren · ↗hochschrecken · ↗hochspringen · in die Höhe fahren  ●  (plötzlich) senkrecht im Bett stehen  ugs., fig. · aufspringen wie von der Tarantel gestochen  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Börsenzug Deckel EM-Zug Erfolgszug Internet-Zug Knospe Sitz Stuhl Torlinie Trittbrettfahrer Tür WM-Zug Zug applaudieren begeistert brüllen eilen entsetzt erregt erschrocken jubeln jubelnd klatschen plötzlich rennen schreien sofort springen umarmen wütend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›aufspringen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Daher springen viele schnell noch auf den fahrenden Zug auf.
Die Welt, 25.07.2003
Und wenn etwas gut läuft, muss man auf den Zug aufspringen.
Der Tagesspiegel, 05.04.2002
Da wollten wir am liebsten aufspringen und den Juden gefangennehmen.
o. A.: Einunddreißigster Tag. Donnerstag, 10. Januar 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 8278
Der Deckel springt auf: schon streckt er den Kopf hervor.
Ball, Hugo: Wedekind als Schauspieler. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1914], S. 1101
Karl warf ihnen die Reste des Käses hin und sprang auf.
Widmer, Urs: Das Buch des Vaters, Zürich: Diogenes 2004, S. 3
Zitationshilfe
„aufspringen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/aufspringen>, abgerufen am 21.11.2019.

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