aufspringen

Grammatik Verb · springt auf, sprang auf, ist aufgesprungen
Aussprache 
Worttrennung auf-sprin-gen
Wortzerlegung auf-springen

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. hochspringen, auffahren
    1. [gehoben, übertragen] plötzlich entstehen
  2. 2. auf etw. springen
  3. 3. sich plötzlich öffnen
    1. [gehoben] aufbrechen
    2. [Schneiderei] ⟨aufspringend⟩ aufklaffend
  4. 4. rau, rissig werden
eWDG

Bedeutungen

1.
hochspringen, auffahren
Beispiele:
plötzlich, behend, hastig, mit einem Ruck, jäh, lebhaft, wie elektrisiert, entsetzt, erbost von seinem Sitz, Platz, Lager aufspringen
die Gäste sprangen begeistert, entzückt von ihren Plätzen auf und klatschten Beifall
wütend sprang er auf wie von der Tarantel gestochen
gehoben, übertragen plötzlich entstehen
Beispiele:
ein Feuerschein, der Wind, ein Gerücht springt auf
Wut, Ärger, Jubel sprang in ihm auf (= kam plötzlich in ihm auf)
Ein langes Trompetensignal sprang auf (= ertönte plötzlich) [ WerfelMusa Dagh370]
2.
auf etw. springen
Gegenwort zu abspringen
Beispiele:
auf einen anfahrenden Zug, Wagen aufspringen
als er auf die Straßenbahn aufsprang, rutschte er ab
Spring’ Er nur hinten mit auf [ EichendorffTaugenichts3,14]
3.
sich plötzlich öffnen
Beispiele:
die Türen und Fenster sprangen bei dem Windstoß auf
das Tor, die Pforte ist von selbst aufgesprungen
gehoben aufbrechen
Beispiele:
die Knospen sind über Nacht aufgesprungen
Da sind von Hall und Widerhall / Die Rosen aufgesprungen [ Storm3,25]
Schneiderei aufspringendaufklaffend
Grammatik: meist im Partizip I
Beispiele:
ein in lose Falten aufspringender Rock
ein Trägerrock mit aufspringenden Kellerfalten
4.
rau, rissig werden
Beispiele:
vom Frost, kalten Wind, von der Hitze ist ihre Gesichtshaut, sind ihre Lippen, Hände aufgesprungen
aufgesprungene Hände mit einer Creme einreiben

Thesaurus

Synonymgruppe
auffahren · ↗aufschrecken · aufspringen · ↗emporfahren · ↗emporschnellen · ↗hochfahren · ↗hochschnellen · ↗hochschrecken · ↗hochspringen · in die Höhe fahren  ●  ↗aufschnellen  sehr selten · (plötzlich) senkrecht im Bett stehen  ugs., fig. · aufspringen wie von der Tarantel gestochen  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(sich) plötzlich öffnen · ↗auffliegen · ↗aufschlagen · aufspringen (Deckel, Schloss, Klappe ...)  ●  ↗(ruckartig) aufgehen  Hauptform
Synonymgruppe
(sich) automatisch öffnen · ↗aufgehen · ↗aufklappen · aufspringen · ↗auftauchen · plötzlich (auf dem Bildschirm) erscheinen  ●  ↗aufpoppen  Hauptform · auf einmal da sein  ugs.
Assoziationen
  • automatisch · ↗selbsttätig · ↗unaufgefordert · ↗ungefragt · ↗unverlangt
  • auf mysteriöse Weise · ohne Zutun von außen · ohne sichtbare Einwirkung von außen · von allein · von selbst · wie ferngesteuert · wie von Geisterhand bewegt · wie von einer unsichtbaren Kraft (getrieben o.ä.) · wie von selbst  ●  (sich) selbständig machen  ugs., fig. · ohne Fremdeinwirkung  fachspr.

Typische Verbindungen zu ›aufspringen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

BörsenzugBeispielsätze anzeigen DeckelBeispielsätze anzeigen EM-ZugBeispielsätze anzeigen ErfolgszugBeispielsätze anzeigen Internet-ZugBeispielsätze anzeigen KnospeBeispielsätze anzeigen SitzBeispielsätze anzeigen StuhlBeispielsätze anzeigen TorlinieBeispielsätze anzeigen TrittbrettfahrerBeispielsätze anzeigen TürBeispielsätze anzeigen WM-ZugBeispielsätze anzeigen ZugBeispielsätze anzeigen applaudierenBeispielsätze anzeigen begeistertBeispielsätze anzeigen brüllenBeispielsätze anzeigen eilenBeispielsätze anzeigen entsetztBeispielsätze anzeigen erregtBeispielsätze anzeigen erschrockenBeispielsätze anzeigen jubelnBeispielsätze anzeigen jubelndBeispielsätze anzeigen klatschenBeispielsätze anzeigen plötzlichBeispielsätze anzeigen rennenBeispielsätze anzeigen schreienBeispielsätze anzeigen sofortBeispielsätze anzeigen springenBeispielsätze anzeigen umarmenBeispielsätze anzeigen wütendBeispielsätze anzeigen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›aufspringen‹.

Verwendungsbeispiele für ›aufspringen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Daher springen viele schnell noch auf den fahrenden Zug auf.
Die Welt, 25.07.2003
Und wenn etwas gut läuft, muss man auf den Zug aufspringen.
Der Tagesspiegel, 05.04.2002
Da wollten wir am liebsten aufspringen und den Juden gefangennehmen.
o. A.: Einunddreißigster Tag. Donnerstag, 10. Januar 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 8278
Der Deckel springt auf: schon streckt er den Kopf hervor.
Ball, Hugo: Wedekind als Schauspieler. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1914], S. 1101
Karl warf ihnen die Reste des Käses hin und sprang auf.
Widmer, Urs: Das Buch des Vaters, Zürich: Diogenes 2004, S. 3
Zitationshilfe
„aufspringen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/aufspringen>, abgerufen am 06.05.2021.

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