aufstören

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungauf-stö-ren
Wortzerlegungauf-stören
eWDG, 1967

Bedeutung

ein Tier aufschrecken
Beispiele:
einen Hasen, ein Birkhuhn aufstören
den Ameisenhaufen, Wespenschwarm aufstören (= durcheinanderbringen)
gehoben, übertragen jmdn. durch eine Störung aus etw. herausreißen
Beispiele:
einen Schlafenden aufstören
jmdn. aus dem Schlaf, aus seiner Ruhe, Andacht aufstören
er wurde von einem Geräusch, durch den Lärm aufgestört
Sollte ich das schlafende Haus ... noch aufstören [Halbe6,141]

Typische Verbindungen zu ›aufstören‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ruhe anregen stören

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›aufstören‹.

Verwendungsbeispiele für ›aufstören‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn die Arrangements häßlich sind oder unbequem zu betrachten, stören sie mich auf, und ich gucke anders, sehe neu hin.
Die Zeit, 12.02.1979, Nr. 07
Sie stören die Politik der ruhigen Hand auf und rütteln mit schrillen Tönen an Tabus.
Der Tagesspiegel, 20.09.2002
Der Schritt eines Arbeiters hatte ihn aufgestört aus seinem lästerlichen Genuß.
Mann, Heinrich: Der Untertan, Gütersloh: Bertelsmann 1990 [1918], S. 6
Er vergleicht das Sterben mit dem Einschlafen, wird aber durch ein Trompetengeschmetter aufgestört.
Scheerbart, Paul: Liwûna und Kaidôh. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1901], S. 14741
Aus seiner Versunkenheit aufgestört, eines heißen Willens voll, trat er vor die Eltern hin.
Müller-Jahnke, Clara: Ich bekenne. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1904], S. 9224
Zitationshilfe
„aufstören“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/aufst%C3%B6ren>, abgerufen am 21.01.2020.

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