aufstauen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung auf-stau-en
Wortzerlegung auf-stauen
Wortbildung  mit ›aufstauen‹ als Grundform: ↗Aufstau
eWDG, 1967

Bedeutung

etw. stauen, anstauen
Beispiele:
den Fluss durch einen Damm aufstauen
man wollte das Wasser hoch aufstauen
aufgestaute Erdschichten
eine aufgestaute Luftschicht
sich aufstauen
Beispiel:
das Treibeis hat sich aufgestaut
bildlich
Beispiel:
vor dem Theatereingang, der Sperre hatte sich eine große Menschenmenge aufgestaut
übertragen
Beispiele:
in ihm hat sich viel Ärger, Erbitterung aufgestaut
seine ganze, aufgestaute Pein quoll aus ihm heraus [ Feuchtw.Söhne528]

Typische Verbindungen zu ›aufstauen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›aufstauen‹.

Verwendungsbeispiele für ›aufstauen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Seit sein Team die ersten Kabel verlegt, staut es sich hier mächtig auf.
Bild, 06.09.2000
In nordrhein-westfälischen Ämtern hat sich die Arbeit von zwei Jahren aufgestaut.
Der Spiegel, 03.12.1984
So stauen sich die Leichen um den ruhigen Arbeiter auf.
Rilke, Rainer Maria: Der Totengräber. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 1998 [1903], S. 6085
Vor dem Kasernentor war eine Menschenmenge aufgestaut und machte uns Platz.
Renn, Ludwig [d. i. Vieth v. Golßenau, Arnold Friedrich]: Krieg - Nachkrieg, Berlin: Aufbau-Verl. 1951 [1928], S. 6
Wegen der Unmöglichkeit und Nichtexistenz einer objektiven Beziehung staut sich die Libido auf und explodiert in einer Affektentladung.
Jung, Carl Gustav: Psychologische Typen. In: ders., Gesammelte Werke, Bd. VI, Zürich u. a.: Rascher 1967 [1921], S. 630
Zitationshilfe
„aufstauen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/aufstauen>, abgerufen am 01.12.2020.

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