aufsteigen

GrammatikVerb · stieg auf, ist aufgestiegen
Worttrennungauf-stei-gen (computergeneriert)
Wortzerlegungauf-steigen
Wortbildung mit ›aufsteigen‹ als Erstglied: ↗Aufsteiger
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
emporsteigen
a)
hinaufsteigen
Gegenwort zu absteigen
Beispiele:
auf das Fahrrad, auf ein Pferd, einen Wagen aufsteigen
vorn, hinten aufsteigen
zum Gipfel, zur Berghütte aufsteigen
oft im Part. Präs.
bildlich aufsteigendaufwärts gehend
Beispiele:
eine aufsteigende Linie
eine aufsteigende Entwicklungstendenz
Physik, Mathematik der aufsteigende Ast einer Geschossbahn, Hyperbel
Astronomie die aufsteigenden Zeichen des Tierkreises
Musik die aufsteigende Tonleiter
b)
emporfliegen
Beispiele:
in einem Flugzeug, Ballon, mit einer Maschine aufsteigen
er ist zu einem Übungsflug aufgestiegen
drei Jäger stiegen sofort auf und verfolgten das feindliche Flugzeug
gehoben die Lerche stieg jubilierend auf in die Luft
c)
emporwallen
Beispiele:
Rauchwolken, Dämpfe steigen auf
Nebel, Feuchtigkeit steigt aus den Tälern, über dem Wasser auf
bildlich
Beispiel:
sie leidet ständig an aufsteigender Hitze, Übelkeit
d)
gehoben
Beispiele:
die Sonne, der Mond steigt (am Horizont) auf (= geht auf)
ein herrlicher Morgen steigt auf (= bricht an)
ein aufsteigendes (= heraufziehendes) Gewitter
e)
gehoben laut erschallen
Beispiel:
der Gesang, das Geschrei, Jauchzen einer tausendköpfigen Menge stieg auf (gen Himmel)
f)
gehoben aufkommen, entstehen
Beispiele:
Hass, Angst, Ekel, ein Gedanke, Verdacht war in ihm dabei aufgestiegen
aufsteigende Bedenken dämpfen, ersticken
ein Schluchzen stieg in ihm auf [UhseBertram85]
vor dem geistigen Auge auftauchen
Beispiele:
Bilder unserer Jugend, Erlebnisse steigen in uns auf
Giuliettas Gestalt stieg vor ihm auf [E. T. A. Hoffm.1,403]
heiß und mächtig, stieg ihm die Erinnerung auf [Feuchtw.Narrenweisheit290]
2.
befördert werden, aufrücken
Beispiele:
zu hohen Würden, den höchsten Ämtern, zum Minister, Direktor (rasch) aufsteigen
in eine höhere Besoldungsgruppe, im Range aufsteigen
es war ihr Ehrgeiz, ihre Söhne und Töchter in die Gesellschaft aufsteigen zu lassen [Bergengr.Rittmeisterin130]
Sport in die nächsthöhere Leistungsklasse steigen
Gegenwort zu absteigen
Beispiel:
die Mannschaft ist in die Regionalliga, zur Spitzenklasse aufgestiegen
süddeutsch, österreichisch versetzt werden
Beispiel:
der Schüler ist aufgestiegen

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) aufbauen · ↗(sich) auftürmen · ↗(sich) erheben · ↗aufragen · aufsteigen · ↗aufstreben · ↗auftürmen · ↗emporragen · ↗hervorheben · ↗hervortreten · ↗hinausragen · ↗hochragen · ↗ragen · ↗türmen
Synonymgruppe
Karriere machen · ↗aufrücken · aufsteigen · befördert werden · ↗emporkommen · ↗emporsteigen · es zu etwas bringen · höher steigen · ↗vorwärtskommen · zu etwas werden  ●  ↗(sich) verbessern  ugs., fig. · ↗arrivieren  geh. · ↗avancieren  geh., franz.
Assoziationen
Synonymgruppe
(sich) erheben · ↗aufschwingen · aufsteigen · ↗fliegen · ↗gleiten · ↗schweben · ↗segeln
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
(...) lässt grüßen · (in jemandem) entstehen lassen (Vorstellungen / Bilder) · (wieder) ins Gedächtnis rufen · Erinnerungen wachrufen · denken lassen an · erinnern an · ↗evozieren · in Erinnerung rufen · zu neuem Leben erwecken (Erinnerungen)  ●  (in jemandem) aufsteigen (Bilder / Erinnerungen) (lit.)  geh. · ↗gemahnen (an)  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Asche Ballon Blase Bundesliga Dampf Hierarchie Himmel Hubschrauber Klub Liga Luftballon Marktführer Nebel Nummer Oberliga Phönix Qualm Rang Rauch Rauchsäule Rauchwolke Regionalliga Star Weltmarktführer Wolke bis rasch steigen wieder Übernahme

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›aufsteigen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber aufgestiegen ist er nie, es kam auch nie ein Angebot.
Die Welt, 23.10.2004
Die Deutschen haben zwar Stars, wie alle, aber sie lassen sie ungern allzu hoch aufsteigen.
Der Tagesspiegel, 01.11.2002
Die poetische Sprache der Deutschen vermag in eine sehr erhabene Region aufzusteigen.
Hofmannsthal, Hugo von: Wert und Ehre deutscher Sprache. In: Bertram, Mathias (Hg.) Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1927], S. 15065
Jetzt stieg mit den langschlummernden Tönen auch das Bild seines fernen Landes wieder vor ihm auf.
Heyking, Elisabeth von: Tschun. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1914], S. 8615
Durch sachliche und intelligente Interpretationen ist er zu einem der repräsentativen Pianisten Japans aufgestiegen.
o. A.: S. In: Brockhaus-Riemann-Musiklexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1989], S. 1224
Zitationshilfe
„aufsteigen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/aufsteigen>, abgerufen am 21.05.2019.

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